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Einfach effektiver arbeiten mit dem „Gut statt perfekt“-Prinzip

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Gut statt perfekt reicht meistens aus
© Sonja Janson - Fotolia.com

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Gina J. Hiatt, erfolgreiche amerikanische Psychologin, hat sich auf die Beratung von Professoren und Examensstudenten spezialisiert, die sich mit zu hohen Ansprüchen unter Druck setzen. Hier ihre wichtigsten Anti-Perfektionismus-Tipps ...

Perfektionisten sind rigide gegen sich selbst. Ihr Dilemma: Ganz gleich, wie gut sie sind, es kann niemals gut genug sein. Was nicht zu 100 % perfekt gelingt, legt der Perfektionist als Versagen gegen sich selbst aus – Zwischenwertungen gibt es nicht.

Das führt zu dem Paradox, dass die Arbeitsergebnisse von Perfektionisten oft gerade nicht perfekt sind: weil Aufgaben aus Angst vor dem Nichterreichen der Ziele aufgeschoben und dann zu spät angegangen werden. Hinzu kommt eine große Demotivation: Wer Stunden über einem einfachen Protokoll sitzt, kann keine Freude an der Tätigkeit haben.

 

 

So bekämpfen Sie Perfektionismus-Ansprüche

Gina J. Hiatt, erfolgreiche amerikanische Psychologin, hat sich auf die Beratung von Professoren und Examensstudenten spezialisiert, die sich mit zu hohen Ansprüchen unter Druck setzen. Hier ihre wichtigsten Anti-Perfektionismus-Tipps:

  1. Lassen Sie sich nicht unbewusst treiben. Hören Sie, was Ihre innere perfektionistische Stimme Ihnen sagt. Nur wenn Sie diese geheimen Forderungen kennen, können Sie darauf auch reagieren. Antworten Sie nicht mit einem Perfektionsgrad (= wie perfekt es sein soll), sondern mit dem Ziel (= was bis wann). Beispiel: „Das ist nicht meine beste Arbeit, aber ich habe sie in angemessener Zeit und mit angemessenem Aufwand erledigt.“
  2. Üben Sie es, Ziele bewusst realistisch einzugrenzen. So verhindern Sie, dass Sie sich von unbewussten Ansprüchen in ausweglose Situationen treiben lassen. Beispiel: Ihre innere Stimme sagt Ihnen: „Noch drei Berichte lesen und bis 17 Uhr mit zehn Seiten darauf reagieren.“ Ihre Antwort darauf lautet dann: „Drei Berichte lesen und anschließend die Folgearbeiten in 30 Minuten erledigen. Das ist angemessen. Schließlich warten noch andere wichtige Aufgaben auf mich.“
  3. Jeder kleine Schritt ist besser, als den Traum vom „großen Wurf“ aufrechtzuerhalten. Denn oft werden kleine Aktivitäten vor dem Hintergrund perfektionistischer Ziele als Eingeständnis einer Niederlage empfunden. Drehen Sie den Spieß gedanklich um, und setzen Sie auf die Formel: „Erfolg entsteht niemals im Stillstand, sondern nur beim Handeln.“

Beispiele: Der Unterschied zwischen perfekt und gut

  • Perfektionistischer Ansatz: Übertriebener Ordnungssinn, Aufräumen auch als Ausweichbeschäftigung
    Realistischer Ansatz: Übersichtliche Ordnungs- und Ablagesysteme, geringe Suchzeiten
  • Perfektionistischer Ansatz: Übertriebenes Pflichtbewusstsein, das auch dort Pflichten sieht, wo gar keine bestehen 
    Realistischer Ansatz: Pflichtbewusstsein
  • Perfektionistischer Ansatz: Das Bedürfnis, Fehler zu vermeiden, führt zu hohem Zeitaufwand selbst bei Details und Routineaufgaben
    Realistischer Ansatz: Geplanter Zeitaufwand wird konzentriert für die wesentlichen und wichtigen Dinge eingesetzt
  • Perfektionistischer Ansatz: Fehler werden vertuscht, der Hinweis auf Fehler wird mit Aggressivität beantwortet
    Realistischer Ansatz: Fehler werden offen zugegeben und nach Möglichkeit korrigiert
  • Perfektionistischer Ansatz: Überforderung und Zeitdruck durch zu hoch gesteckte Ziele
    Realistischer Ansatz: Angemessene Zeit für überschaubare Ziele
  • Perfektionistischer Ansatz: Mehrfaches Überarbeiten oder Überprüfen von bereits erledigten Tätigkeiten
    Realistischer Ansatz: Abgeschlossene Tätigkeiten werden als erledigt betrachtet
  • Perfektionistischer Ansatz: Leistungen werden ohne Absprache und Auftrag eigenmächtig erbracht
    Realistischer Ansatz: Bereitschaft zur Zusammenarbeit, zu Absprachen
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