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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Einfach effektiver lesen: 11 bewährte Strategien

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Berufliches Lesen können Sie beschleunigen
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Berufliches Lesen können Sie durch den Einsatz von Strategien effizienten Lesens merklich beschleunigen – auf etwa das Vierfache! Hier ganz einfach umsetzbare Strategien ...

Kommen Sie noch dazu, privat Bücher zu lesen? Oder arbeiten Sie auch in der Freizeit berufliche Lektüre auf? Lesen ist heute für viele Menschen kein Kulturgenuss mehr, sondern harte Arbeit. Zu lesendes Papier türmt sich in Stapeln auf dem Schreibtisch, und die leichte Zugriffsmöglichkeit auf Informationen im Internet schafft weitere Lesemassen.

Aber: Berufliches Lesen können Sie durch den Einsatz von Strategien effizienten Lesens merklich beschleunigen – auf etwa das Vierfache! Hier ganz einfach umsetzbare Strategien von den Gründern der „Deutschen Gesellschaft für berufliches Lesen“, Rotraut Hake-Michelmann und Walter Uwe Michelmann.

1. Strategie: Niemals „einfach schneller lesen“

Versuchen Sie manchmal, mit Willenskraft schneller in einem Text voranzukommen? Die Folgen sind: Erschöpfung und dadurch häufigere Lesepausen. Die Hast stört zudem den Lesevorgang. Sie übersehen Informationen, bemerken das und fühlen sich unsicher. Zur Abhilfe lesen Sie betont langsam weiter. Das jedoch vergrößert Ihre Zeitnot. Also beginnen Sie wieder, schneller zu lesen – und schon sind Sie mittendrin: im Teufelskreis der Lesehast.

Deshalb: Gehorchen Sie Ihrem natürlichen Lesetempo. Wie Sie dieses optimal ausschöpfen können, dazu mehr in den folgenden Strategien.

2. Strategie: Subvokalisieren sorgt für Lesesicherheit

Wer seine Lesegeschwindigkeit steigern will, hört oft, er solle das innere Mitsprechen, Subvokalisieren genannt, unterdrücken. Es bedarf aber dieses Mitschwingens im Klang der Wörter, damit der zu lesende Text in sprachlicher Reihenfolge sinnvoll aufgenommen werden kann. Subvokalisieren sorgt für ein gutes Lesegefühl, einen gleichmäßigen Lesefluss und garantiert Ihnen Lesesicherheit.

Nur im Rahmen der richtigen, langfristig antrainierten Schnell-Lese-Technik kann das Subvokalisieren wegfallen – es muss aber dort durch eine andere Steuerungshilfe ersetzt werden. Mehr dazu unter „Schnell-Lese-Techniken auf dem Prüfstand“.

3. Strategie: Viel oder laut lesen – die Lesegeschwindigkeit bis auf das Vierfache steigern

Lautes Lesen pflegt Ihre Lesemechanik und lässt auch das leise Lesen schneller werden. Denn es schenkt Ihnen ein im Klang gesichertes Lesegefühl, und das lässt Sie zügig und zuverlässig im Text vorankommen.

Ebenfalls autodidaktisch können Sie Ihr natürliches Lesetempo sogar bis auf das Vierfache steigern: indem Sie regelmäßig sehr viel lesen – ohne Hast und mit Genuss. Sie trainieren hiermit, dass Sie Klangfolgen kombiniert, wie ein Wort, lesen: „Der-kompetente-Berater“ – „steht-dem-Mandanten“ – „im-Bereich-der“ – „Investitions-Planungen“ – „zur-Verfügung“.

Bis zu vier Wörter können derart verknüpft werden. Mehr passen, bei üblichem Druckbild, nicht in einen Leseblick. Doch dieser Mechanismus wirkt nur, wenn er automatisch abläuft. Sie können ihn also nicht willentlich herbeiführen. Eine Mär sind die Versprechungen, Sie könnten durch Augenübungen die Blickspanne erweitern und damit Ihr Lesetempo erhöhen. Die Blickspanne lässt sich nicht erweitern.

Auch das Verstehen von Text ist nicht dem Willen unterworfen. Dass der Leser etwas versteht, vermag er nicht zu erzwingen. Dass er es versteht und behält, geschieht. Oder es geschieht nicht. Dann muss er noch einmal dasselbe lesen. Lesen als Funktion sowie das Verstehen und Behalten sind unwillkürlich ablaufende Prozesse.

4. Strategie: Störquellen ausschalten – im Text, am Leseplatz und in der Leseumgebung

  • Bewegung im Leseumfeld – in der Gesichtsfeldperipherie – zieht die Augen an. Und dieser Reflex stört Ihr konzentriertes Lesen beträchtlich. Verbannen Sie also alles aus Ihrer Arbeitsumgebung, was sich bewegt: die Uhr mit Sekundenzeiger, den Bildschirmschoner, in dem sich Muster auf- und abbauen, oder auch die Stubenfliege.
  • Schlechtes Licht bremst Ihr Lesetempo! Denn es hängt von der Helligkeit ab, ob für die Aktivierung unserer Netzhautzellen 150 oder 400 Millisekunden Belichtungszeit erforderlich sind. Optimal sind 1.000 Lux. Das entspricht in etwa dem Tageslicht bei bedecktem Himmel. Übrigens: Brillengläser schlucken Licht! Als Brillenträger sollten Sie für mindestens 1.200 Lux am Arbeitsplatz sorgen.
  • Auch das Leseumfeld muss gut ausgeleuchtet sein. Der Raum darf nur wenig dunkler sein als der Leseplatz selbst. Denn die Augen schauen reflexartig immer wieder nach, was aus dem Dunkeln kommen könnte – ohne dass der Leser dies bemerken muss. Glanzpapier, spiegelnde Flächen und harte Farbkontraste in Ihrem Gesichtsfeld sind zusätzliche Störfaktoren.
  • Ebenso ziehen Farben und Kontraste die Augen an und lenken Sie somit vom Text ab. Das gilt auch für Lesematerial mit fetten Überschriften und farbigen Fotos. Schauen Sie sich deshalb vor der Lektüre Überschriften und Abbildungen kurz an – dann sind sie beim Lesen, weil bekannt, etwas weniger attraktiv.
  • In Texten, mit denen Sie arbeiten, sollten Sie nichts farbig markieren oder dick unterstreichen. Das stiehlt Ihnen nur Zeit. Außerdem ist der Nutzen zweifelhaft, weil solche Markierungen einen starken Reiz für die Augen darstellen, die somit vom übrigen Text abgelenkt werden. Machen Sie stattdessen feine Striche mit einem weichen Bleistift am Blattrand, oder verwenden Sie selbst klebende Notizzettel, die sich problemlos wieder entfernen lassen.
  • Lesen Sie ohne Hintergrundmusik. Denn Melodie und Rhythmus des Musikstücks überlagern die Satzmelodie und den Sprachrhythmus – sie stören die Subvokalisation.

5. Strategie: Planvoll lesen – und auch gezielt nicht lesen

Dem Impuls zu folgen, sofort loszulesen, lässt eine Zeitfalle zuschnappen: das Lesen ohne Plan. Und wer das Lesen ganz rasch hinter sich bringen will, blockiert manchmal das Verstehen. Da spart es Zeit und macht den Kopf frei, sich vorher darauf zu besinnen, welches Ergebnis mit dem Lesen erzielt werden soll. Fragen Sie sich vor der Lektüre eines Textes immer:

  • Welches ist mein Informationsbedarf?
  • Kann dieser Text ihn befriedigen?
  • Muss ich dazu den gesamten Text durchlesen?

Dazu gehört auch die Frage nach dem Anspruch des vorliegenden Textes: Wenn Sie z. B. über einen kurzen, sehr konzentrierten Text zu viel grübeln müssen, besorgen Sie sich lieber einen längeren und ausführlicheren.

6. Strategie: Zwischen Lesen und Lernen unterscheiden

Möchten Sie sich auch bei Ihrer begrenzten Lesezeit „dann wenigstens beim ersten Durchgang durch einen Text so viel wie möglich merken“ – weil Sie für einen zweiten Durchgang ohnehin keine Zeit haben? Das funktioniert nicht, denn Ihr Lesevorgang wird gestört.

Um Fakten auswendig zu lernen, setzen Sie das innere Mitsprechen großzügig ein – und produzieren ein Echo im Kopf. Während Sie ein Wort wiederholen, um es zu lernen, suchen Ihre Augen bereits die nächsten Klänge. Denn es soll im Text vorangehen. Das wiederholte Wort hallt hinein, überlagert die nächsten Töne – mit dem Erfolg, dass Sie sich im Text „verirren“ und dass immer wieder ein neuer Leseanlauf nötig wird.

Aber auch ohne das Ziel „Ich will mir alles merken“ kann die Zeitfalle Lernen zuschnappen. Und zwar immer dann, wenn Sie im Text auf Unbekanntes oder wenig Vertrautes stoßen. Denn die Methode, mit der wir lesen gelernt haben, steckt immer noch in uns: das wiederholte Buchstabieren, um Wörter zu entschlüsseln. Zumeist wird aber ein fremd erscheinendes Wort durch wiederholtes Lesen nicht verständlicher.

Trennen Sie darum die Lernsequenzen von Ihrer Lesearbeit ab. Und auch die Faktensuche gestalten Sie besser als separaten Vorgang. Dazu bekommen Sie mit der 9. Strategie zwei besondere Techniken an die Hand.

7. Strategie: Tiefstapeln

Wenig sofort zu lesen ist besser als der Vorsatz, später viel zu lesen. Darum sollten Sie, wenn Sie beispielsweise eine Zeitschrift zur Hand nehmen,

  • sie zunächst systematisch einmal ganz durchblättern,
  • dann darin gezielt punktuell lesen,
  • nur extrem Wichtiges aufheben und
  • schließlich den Rest vernichten.

Archivieren produziert fast immer nichts als Stapel und ein schlechtes Lesegewissen.

8. Strategie: Die richtigen Lesepausen machen

Unterbrechen Sie längeres Lesen am Stück durch Pausen um das Gelesene verarbeiten zu können. Damit geben Sie Ihrem Gehirn Zeit, etwas Ähnliches zu tun wie das, was der Computer beim Befehl „Festplatte aufräumen“ durchführt. Und: Ihre besten Einfälle haben Sie in den Lesepausen!

Gehen Sie in den Lesepausen herum, räumen Sie auf, ordnen Sie Ihre Ablage, gießen Sie die Blumen – aber sprechen Sie möglichst nicht. Also keine Telefonate oder Banddiktate. Denn Sprechen stört das Abspeichern des Gelesenen. Viele gute Ideen werden durch die Lektüre angeregt, entstehen dann aber viel später – spätestens in Ruhe am Feierabend.

9. Strategie: Finden, blättern, überblicken mit System

Bewegt sich etwas, dann schauen Sie automatisch auch hin. Auf diesen Reflex stützen sich die folgenden zwei Techniken.

Suchwort-Technik

Nutzen Sie diese Technik, wenn Sie beispielsweise in einem bekannten Text eine Passage wiederfinden oder einen neuen Text daraufhin prüfen wollen, ob er ein bestimmtes Thema anspricht bzw. bestimmte Informationen enthält.

Bewegen Sie den Zeigefinger Ihrer Schreibhand rhythmisch über den Text, ohne diesen zu berühren, und sprechen Sie dabei den gesuchten Begriff lautlos mit. Schwingen Sie von links nach rechts und zurück in zirka einer Sekunde, und decken Sie dabei mindestens drei Zeilen ab. Wenn Sie Ihren Zeigefinger zügig und gleichmäßig bewegen, schauen Ihre Augen immer dorthin, wo der Finger gerade nicht mehr ist.

Beachten Sie dabei:

  • Der Abstand zwischen Finger und Text darf nur wenige Millimeter betragen, sonst betrachten Sie den Finger und nicht den Text. Der Finger darf das Blatt aber auch nicht berühren.
    Über Zeitungsspalten brauchen Sie für jeweils einen Schwung in jede Richtung eine halbe Sekunde, bei Buchseiten eine Dreiviertel- bis eine Sekunde.
  • Die Wörter, die Sie mitsprechen, sollten kurz sein. Ansonsten splitten Sie: Suchen Sie beispielsweise nicht nach „Lesestrategien“, sondern nach „Lese“ oder „Strategien“.
  • Versuchen Sie nicht, „nebenher“ zu lesen: Das kann Ihre Lesefunktion empfindlich stören; außerdem finden Sie das gesuchte Wort nicht.

Blättern im Sekundentakt

Sie benötigen einen systematischen Überblick über einen Text? Besser als das sprunghafte „Querlesen“ ist die Methode „Blättern im Sekundentakt“.

Setzen Sie Ihre rechte Hand blätternd rechts oben an, streichen Sie jeweils über den gesamten Text zweier Buchseiten nach unten links und wieder zurück. Ihre linke Hand fängt die Buchseiten auf und hält sie fest. Der Kopf bleibt ruhig, die Augen sind auf die Buchmitte gerichtet. Die Bewegung der Hand führt die Augen über die Textfläche. Auf diese Weise werden Sie einiges systematisch wahrnehmen. Der Kopf verarbeitet das Gesehene und produziert ein Bild vom Inhalt.

10. Strategie: Vor dem Lesen zerlegen

Das Blättern im Sekundentakt eignet sich z. B. sehr gut dafür, Zeitschriften durchzusehen. Welche Beiträge könnten für Sie interessant sein? Bei einem 200-seitigen Magazin haben Sie das in kaum mehr als anderthalb Minuten schnell herausgefunden – wenn Sie im Rhythmus bleiben. Widerstehen Sie dem Impuls, an einer interessanten Stelle zu verharren!

Wenn Sie nach dem Überblicken einer Zeitschrift planen, darin zu lesen, sollten Sie sie vorher zerlegen:

  • Möchten Sie vieles darin lesen, blättern Sie die Zeitschrift erneut durch, und reißen Sie jedes Blatt heraus, das auf Vorder- und Rückseite für etwas wirbt. Legen Sie dabei die Zeitschrift vor sich auf den Tisch – stehend oder sitzend werden Sie bald den richtigen Winkel für das unkomplizierte und schnelle Herausreißen finden.
  • Möchten Sie nur wenige Beiträge lesen, sollten Sie diese mit Hilfe eines Teppichmessers heraustrennen.

11. Strategie: Gelesenes senkrecht durchstreichen

Für den Fall, dass Sie weder das Reißen noch das Zerlegen mögen, gibt es noch eine andere, weniger zerstörerische Methode; das was Sie gelesen haben, sofort senkrecht mit Bleistift durchstreichen! Dabei führen Sie den Stift in der Hand, die nicht blättert, während des Lesevorgangs senkrecht nach unten durch die Spalten.

Vorteile: Nach einer Unterbrechung können Sie Ihre Lektüre exakt an derselben Stelle wieder aufnehmen. Zudem wissen Sie jederzeit, was Sie bereits bearbeitet haben. Und brauchen Sie den Text noch einmal „ungestrichen“, können Sie die weichen Linien leicht ausradieren.

Trance, Alphawellen und andere Tempo-Versprechen: Schnell-Lese-Techniken auf dem Prüfstand

Buchmarkt und Seminaranbieter offerieren einen bunten Reigen an Schnell-Lese-Techniken. Was ist sinnvoll, was nicht?

Wenig sinnvoll sind in der Regel spezielle Übungstexte, mit deren Hilfe Sie ihre Lesegeschwindigkeit trainieren sollen. Nach fleißigem Mehrfachlesen werden Sie diese Texte gewiss immer schneller lesen. Aber was hilft das Ihrer sonstigen Lektüre?

Unsinn ist auch die immer wiederkehrende Behauptung, man könne durch Augenübungen „breiter“ blicken lernen, um so mehr Text auf einmal zu erfassen („peripheres Lesen“). Tatsache ist: Das Lesen ist dem zentralen Sehen vorbehalten; nur 5 Grad stehen von 170 Grad Gesichtsfeld dafür zur Verfügung. Diese Blickspanne ist eine natürliche Größe; sie lässt sich nicht variieren. Das so genannte periphere Sehen ist nicht scharf genug, als dass damit gelesen werden könnte. Auch die Fabrikation „weicher Augen“ oder ein „Blitzsehen“ nützt nichts.

Methodenprüfung: Das sollten Sie fragen

Seit den 1950er Jahren werden Trainingskonzepte zum Flächenlesen angewandt, die 100-fach höhere Lesegeschwindigkeit versprechen – z. B. Alpha-Lesen, Photoreading, Powerreading, Schnell-Lesen, Speedreading, dynamisches Lesen und Turbo-Lesen. Doch jede Methode ist gründlich zu prüfen:

  • Liefert sie dem herkömmlichen Lesen vergleichbare Ergebnisse?
  • Wird sie an Berufslektüre eingeübt oder nur an speziellen Übungstexten oder Maschinen erprobt?
  • Bleibt die Kulturtechnik Lesen mit ihrem Genuss störungsfrei daneben erhalten?
  • Ist die Methode jederzeit einsetzbar und auch wieder abzuschalten?
  • Und: Sind zumindest allgemein bekannte physiologische Gegebenheiten berücksichtigt?

Info: Schnell-Lesen-Training

Die Aufnahmegeschwindigkeit bei einem normalen „Mitsprech- Lesen“ liegt bei rund 240 Wörtern pro Minute (WpM). Diese Geschwindigkeit können Sie autodidaktisch bis auf das Vierfache steigern (siehe „3. Strategie“) – also auf bis zu 1.000 WpM.

Die Grenze für genaues Schnell-Lesen ist etwa bei 10.000 WpM erreicht. Das Beschleunigen beim Schnell-Lesen kommt zustande, indem in wochenlangem Training das Subvokalisieren unterdrückt und der Blick an den Zeigefinger geheftet wird, der über den Text schwingt. Der „Schwingfinger“ erzeugt einen Bewegungsreiz, dem die Sehwerkzeuge folgen. Er ersetzt so die neurophysiologische Steuerungsfunktion, die beim Normallesen das Subvokalisieren erfüllt. Die Wahrnehmung gelangt am Sprechzentrum vorbei viel schneller ins Verstehenszentrum des Gehirns. Das Gehirn ist in der Lage, die Informationen aufzunehmen und zu einem sinnvollen Ganzen zu verarbeiten.

Der Schnell-Leser beherrscht ein Verfahren, mit dem er seinen Lesestoff bis zu 40fach schneller und dennoch informationssicher erfasst. Es ist jedoch auch ein Lesen, bei dem die Emotionen auf der Strecke bleiben: Weil der Schnell-Leser die Wörter nicht mehr innerlich klingen lässt, kann er nicht die Gefühle entwickeln, die aus dem Klang eines Wortes entstehen.

Wenn gewährleistet werden soll, dass das Schnell-Lesen funktioniert und herkömmliches Lesen störungsfrei daneben erhalten bleibt, muss der Lernprozess intensiv begleitet werden. Dieser Aufwand rechnet sich nur bei Berufstätigen, die ein überdurchschnittliches Lesepensum zu absolvieren haben.

Hier erhalten Sie Informationen, wenn Sie sich für ein Schnell-Lesen-Training interessieren:

Deutsche Gesellschaft für berufliches Lesen DGfbL e.V., Brückenstraße 32, 51570 Windeck-Wiedenhof, Tel.: 02292 680881, www.beruflicheslesen.de

Effektives Lesen: DOs und DON’Ts

Das sollten Sie tun:

  • Lesen Sie ohne Hast: Akzeptieren Sie den natürlichen Lesefluss.
  • Pflegen Sie die Lesemechanik ab und an durch lautes Vorlesen. Lesesicherheit – und damit ein höheres Lesetempo – erhalten Sie durch viel Leseübung.
  • Gute Leseleistung bedarf guten Leselichts: 1.000 Lux sind optimal.
  • Sorgen Sie für eine geeignete Leseumgebung: hell, ohne Bewegungsreize und ohne Hintergrundmusik.
  • Überlegen Sie sich vor jeder Lektüre, welches Leseergebnis Sie erzielen wollen. Das spart Zeit und macht den Kopf für das Lesen frei.
  • Zerlegen Sie Zeitschriften vor dem Lesen, oder streichen Sie senkrecht das durch, was Sie bereits gelesen haben.
  • Sehen Sie sich fette Überschriften und farbige Fotos schon vor dem Lesen gezielt und systematisch an.
  • Kennzeichnen Sie Texte mit feinen Strichen am Blattrand oder mit selbst klebenden Notizzetteln.
  • Verwenden Sie zum Auffinden bestimmter Informationen die Suchwort-Technik.

Das sollten Sie vermeiden:

  • Unterdrücken Sie nicht das innere Mitsprechen (Subvokalisieren).
  • Ersparen Sie sich nutzlose Augenübungen und Ähnliches, was vermeintlich Ihren Sehorganen „Beine macht”.
  • Lesen Sie nicht einfach drauflos.
  • Markieren Sie Texte nicht farbig, und unterstreichen Sie nichts dick. Das fesselt die Augen und lenkt Sie vom Inhalt ab.
  • Vermeiden Sie Quer- und Diagonallesen ohne wirkliche Systematik.
  • Verlassen Sie sich nicht auf den Vorsatz, später viel zu lesen. Lesen Sie lieber wenig, aber richtig – und das gleich. Stapeln führt häufig nicht zum Lesen, sondern produziert vielmehr ein schlechtes Lesegewissen.
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