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Fehlgeleitete Erholung: Wenn selbst Ruhe Stress ist

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„Freizeitkrankheit“: Stress trotz Ruhe
© Gina Sanders - Fotolia.com

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Das Phänomen der leisure sickness, der „Freizeitkrankheit“, tritt insbesondere am Wochenende und zu Urlaubsbeginn auf. Der Hintergrund: die Unfähigkeit, im Alltag auch mal abzuschalten und Probleme loszulassen. Mehr dazu hier.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie sind, in der Tradition eines „homo agitans“, ständig und zu jeder Zeit auf Achse – und freuen sich nun endlich einmal wieder auf ein ruhiges Wochenende oder ein paar freie Tage. Doch „fristgerecht“ beginnen Sie zu kränkeln – oder zumindest fühlen Sie sich plötzlich so unerklärlich schlapp, müde, lust- und antriebslos.

Vielen Menschen geht es so. Dieses Phänomen der sogenannten leisure sickness, der „Freizeitkrankheit“, tritt insbesondere am Wochenende und zu Urlaubsbeginn auf.

Der Hintergrund ist zumeist die Unfähigkeit, im Alltag auch mal abzuschalten und Probleme loszulassen. Wer in solch einer Daueranspannung lebt und nicht regelmäßig den natürlichen Wechsel von An- und Entspannung wahrnimmt, gewöhnt sich zwar daran. Für den Körper ist dann allerdings eine plötzlich eintretende Ruhephase (wie ein Urlaub) etwas Unvorhergesehenes, also Stress. Und so reagiert er prompt mit den entsprechenden Symptomen darauf.

 

Vom Sinn der Ups und Downs

Lernen Sie, in der Auf- und Abbewegung einer Sinuskurve zu leben. Das heißt: Behandeln Sie Spaß und Arbeit, Faulsein und Leistung, Chaos und Ziele nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten einer Sache, die beide gleich wichtig sind. Wie Seneca sagte: „Miteinander verbinden muss man das: Der Ruhende muss handeln, und der Handelnde muss ruhen.“

Seien Sie zwischendurch immer mal wieder ausgiebig ein Faultier, bevor Sie neu durchstarten und Gas geben! Vertrauen Sie sich den normalen Wellenbewegungen des Lebens an. Bringen Sie Ihren Alltag in Balance zwischen innerer Uhr und äußeren Anforderungen. Leben Sie Rhythmus statt Tempo, Tiefe statt Oberflächlichkeit, Flow statt Stress.

Lernen Sie, in 3 Phasen zwischen Arbeit und Erholung hin- und herzuwechseln

1. Distanzierungsphase

Damit der Erholungsvorgang unter optimalen Bedingungen ablaufen kann, ist es unerlässlich, dass Sie von der vorangegangenen Beanspruchung Abstand gewinnen und sich von den Ereignissen und Emotionen des Tages lösen. Das gelingt durch

  • körperliche Distanzierung (beispielsweise durch Entspannungs- und Ausgleichsgymnastik nach körperlicher Arbeit),
  • gedankliche Distanzierung (indem Sie z. B. nicht länger über unerledigte Aufgaben nachgrübeln),
  • emotionale Distanzierung (etwa indem Sie Ärger abschütteln, sobald Sie das Büro verlassen).

Wenn Sie negative Erlebnisse nicht konsequent aus Ihrem Denken und Fühlen streichen und nach Arbeitsende noch lange innerlich aufgewühlt „auf vollen Touren“ weiterlaufen, können Sie sich nicht erholen.

2. Regenerationsphase

Erst im Anschluss an die Distanzierungsphase wird es Ihnen möglich sein, die leeren Energiespeicher wieder aufzufüllen, das verkrampfte Muskelsystem zu entspannen, Ihre Gedanken neu zu ordnen und emotionale Ausgeglichenheit zu gewinnen. Wichtig ist nun, dass Sie herausfinden, wovon Sie sich erholen wollen. Dann können Sie die individuell richtige Regenerationsmethode wählen:

  • Sind Sie erschöpft und müde, sollten Sie versuchen, neue Energie zu tanken.
  • Leiden Sie unter Monotonie, dann erholen Sie sich am besten, indem Sie etwas Anregendes unternehmen.
  • Stehen Sie aufgrund permanenter Überforderung unter psychischem Stress, ist es wichtig für Sie, zur Ruhe zu kommen.
  • Sind Sie in Ihrem Alltag wenig gefordert, fühlen sich gelangweilt und psychisch gesättigt, sollten Sie sich etwas Sinnvolles, Forderndes vornehmen.

Erholung bedeutet also nicht nur, Ermüdungserscheinungen zu überwinden. Erholung ist auch dann notwendig, wenn Sie unter Monotonie, Unterforderung, psychischem Stress oder psychischer Sättigung leiden.

3. Orientierungsphase

Die Regenerationsphase sollten Sie nicht abrupt beenden. Was Sportler vor einem Wettkampf in der „Aufwärmphase“ tun, ist auch für andere Tätigkeiten wichtig. Bereiten Sie Körper und Geist langsam auf die neuerliche Beanspruchung vor.

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