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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Ich-Management: Selbstdisziplin leicht gemacht!

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Ich-Management: Selbstdisziplin ist machbar!
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Lesen Sie hier, welche verblüffenden Vorteile Selbstdisziplin hat und wie Sie unliebsame Angewohnheiten ganz schnell loswerden.

Alles eine Frage der Einstellung: Selbstdisziplin als Motor für Veränderungen

Fällt es Ihnen auch schwer, Ihre Arbeit und sich selbst besser zu organisieren? Dann fehlt es Ihnen vermutlich an Selbstdisziplin und der Bereitschaft, das eigene Arbeitsverhalten zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Denn schlechte Angewohnheiten können einem paradoxerweise lieb und teuer sein. Was bleibt, ist Ihre Unzufriedenheit. Das sollten Sie ändern! Hier erfahren Sie, wie Sie mit dem 5-Stufen-Programm unliebsame Angewohnheiten ganz einfach überwinden.

Eigentlich hat Otto S. es schon immer gewusst: „Diese ganzen Seminare werden nur von Theoretikern gehalten, die von der Praxis keine Ahnung haben. Ratschläge, den Tag zu planen und sich auch noch daran zu halten, sind einfach unrealistisch. Es kommt doch immer etwas dazwischen, und außerdem habe ich keine Lust, mich in ein starres Korsett pressen zu lassen. Wo bleiben denn da Spontaneität und Kreativität? Selbstdisziplin?!“

Deswegen hatte Otto S. sich doch gerade selbstständig gemacht, um sich eben nicht mehr vorschreiben zu lassen, was er wann für wen zu tun hat. Das Zeitmanagement-Seminar war einfach schlecht, er würde so weitermachen wie bisher.

Das Beispiel zeigt einen der Hauptgründe, warum es vielen Menschen so schwerfällt, ihre Arbeit und sich selbst besser zu organisieren: Dazu sind eine gehörige Portion Selbstdisziplin nötig und die Bereitschaft, das eigene Arbeitsverhalten zu überdenken.

 

Warum Sie schlechte Angewohnheiten beibehalten

Gewohnheiten ändern können Sie nur, wenn die folgenden beiden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Sie müssen es wirklich wollen. Nur dann haben Sie die entsprechende Motivation.
  • Sie müssen ganz klar festgestellt haben, dass der Nutzen größer ist als Ihre Mühe. Denn: Auch sogenannte schlechte Angewohnheiten können einem lieb und teuer sein und einen speziellen Nutzen haben!

Ihr 5-Stufen-Programm zur Überwindung unliebsamer Angewohnheiten

Schritt 1: Welche Verhaltensweise wollen Sie ändern?

Stellen Sie fest, was genau Sie verändern möchten. Sollten Sie zu den 95 Prozent Menschen gehören, die nach eigenem Bekunden mehr als eine schlechte Angewohnheit haben, gehen Sie die Sache geduldig an. Fangen Sie mit der Angewohnheit an, die aus Ihrer Sicht am einfachsten zu verändern ist. Beschreiben Sie diese schlechte Angewohnheit genau:

  • Was ist es, das Sie immer wieder tun, obwohl Sie es nicht möchten?
  • Wie fängt es an?
  • Wie geht es aus?
  • Wann tritt es auf?
  • Und wann nicht?

Schritt 2: Erkennen Sie, warum Sie es tun

Auch Verhaltensweisen, die Sie selbst als schlecht empfinden, haben ihren psychologischen Sinn. Sie haben einen geheimen Nutzen davon, und den gilt es zu finden:

  • Welche Vorteile haben Sie, wenn Sie die schlechte Angewohnheit aufgeben?
  • Welche Vorteile haben Sie, wenn Sie die Angewohnheit beibehalten?
  • Welche Nachteile haben Sie, wenn Sie die Angewohnheit aufgeben?

Schritt 3: Finden Sie Alternativen

Ersetzen Sie Ihre Angewohnheiten durch etwas Neues. Eine Sache aufzugeben funktioniert nur dann, wenn Sie etwas anderes an diese Stelle setzen. Nachdem Sie nun wissen, was Sie nicht lassen können und welchen psychologischen Nutzen Sie daraus ziehen, sollten Sie im nächsten Schritt überlegen, was Sie stattdessen tun könnten, um einen vergleichbaren Nutzen zu erhalten. Sammeln Sie Ideen, machen Sie ein Brainstorming:

  • Was könnte ich stattdessen tun (mindestens drei Ideen!)?
  • Wie werde ich es tun?
  • Welche Vorteile bringt mir das?
  • Welche Nachteile kann es haben?
  • Welche Idee würde ich am liebsten ausprobieren?

Schritt 4: So setzen Sie Ihre Idee um

Wenn Sie die Idee, die Ihnen am besten gefällt, ausgewählt haben, kommt der schwierigste Teil: die Umsetzung in die Praxis. Alte Angewohnheiten sind zäh, und Sie brauchen alle Unterstützung, die Sie bekommen können, um sie abzulegen. Erzählen Sie also möglichst vielen Leuten von Ihrem Plan, und bitten Sie sie, Ihnen bei der Umsetzung zu helfen. Und schließen Sie mit sich selbst einen schriftlichen Vertrag, in dem Sie festhalten, was Sie nicht mehr tun wollen und was Sie stattdessen tun werden.

Überlegen Sie sich für einen solchen Vertrag:

  • Was will ich anders machen?
  • Wie werde ich es machen?
  • Wann fange ich an?
  • Wie lange werde ich brauchen?
  • Wer oder was kann mir dabei helfen?

Vergessen Sie nicht Ihre Unterschrift und das aktuelle Datum!

Jemand, der sich die schlechte Angewohnheit abgewöhnen möchte, bei Besprechungen regelmäßig die Zeit zu überziehen, könnte folgenden Vertrag mit sich selbst schließen:

Ich, Otto S., werde ab heute meine Besprechungen terminieren und mich an meine Termine halten. Dafür werde ich die Dauer jeder Besprechung in meinem Kalender planen, meine Gesprächspartner vorher über die Zeit, die zur Verfügung steht, informieren und mir einen Küchenwecker auf den Schreibtisch stellen, der nach Ablauf der Zeit klingeln wird. Diese Regelung werde ich vier Wochen lang durchhalten.

Otto S.
Frankfurt/M., den 28. Mai 2013

Schritt 5: So erreichen Sie Schritt für Schritt Ihr Ziel

Eine schlechte Angewohnheit abzulegen geht nicht von heute auf morgen, das braucht seine Zeit. Damit Sie auf dem Weg dahin nicht die Lust und den Mut verlieren, sollten Sie sich ein System ausdenken, wie Sie sich auch für das Erreichen von Zwischenschritten belohnen werden. Das hilft Ihnen außerdem, sich in regelmäßigen Abständen selbst Rechenschaft darüber abzulegen, wie weit Sie schon gekommen sind.

Denken Sie darüber nach, was Sie sich als Belohnungen gönnen werden. Wenn Sie ein hoch gestecktes Ziel haben, das sich nicht sofort erreichen lässt, planen Sie die Stationen, die Sie auf dem Weg dahin durchlaufen wollen, vorher ein.

So erleichtern Sie sich die Umsetzung: 3 ORG-Praxis-Tipps

1. Wappnen Sie sich gegen das Phänomen „Anlaufschwierigkeiten“

Ein weit verbreitetes Problem, das unter das Stichwort „Selbstdisziplin“ fällt, sind die so genannten Anlaufschwierigkeiten.

Gehören Sie auch zu den Menschen, denen es schwerfällt anzufangen? Ertappen Sie sich selbst dabei, dass Sie tausend unwichtige Dinge tun, nur um nicht mit einer unangenehmen oder schwierigen Arbeit beginnen zu müssen? Damit verschwenden Sie viel von Ihrer kostbaren Zeit.

Machen Sie sich diese Hürde bewusst – damit sind Sie bereits einen großen Schritt weiter („... Dieser verflixte Anfang ...! Wenn ich dann mal drin bin, läuft es auch!“). Was Sie außerdem tun können: Schaffen Sie optimale Voraussetzungen, um sich auf die eine Sache zu konzentrieren. Schützen Sie sich selbst vor Ablenkungen, wenn Sie unter Anlaufschwierigkeiten leiden, indem Sie

  • Ihre Tür schließen und Bescheid geben, dass Sie jetzt eine Stunde ungestört arbeiten möchten,
  • eingehende Telefonanrufe abblocken, indem Sie das Telefon umstellen oder den Anrufbeantworter einschalten,
  • Ihren Schreibtisch leer räumen und nur die Sachen, die Sie für die Arbeit brauchen, bereitlegen,
  • sich vergewissern, dass Sie alle Materialien und Informationen haben, die Sie brauchen – damit Sie keine Entschuldigung haben, erst mal noch schnell etwas anderes zu tun.

Haben Sie alle möglichen Störungen ausgeschaltet? Dann fangen Sie sofort an!

2. Planen Sie – und bereiten Sie sich innerlich vor

Die wenigsten Menschen springen gern spontan ins kalte Wasser. Sie brauchen eine gewisse Zeit, um einen Entschluss in die Tat umzusetzen. Tragen Sie dieser Tatsache Rechnung, indem Sie Arbeiten, bei denen Sie Anlaufschwierigkeiten haben, rechtzeitig fest in Ihrem Terminkalender einplanen. Wählen Sie eine Tageszeit, in der Sie sich fit und leistungsfähig fühlen, um Ihre Arbeit in Angriff zu nehmen.

Um sich innerlich auf Ihre Aufgabe vorzubereiten, ist es sinnvoll, dass Sie sich am Vorabend für den nächsten Tag Ihr Programm noch einmal ansehen. Wenn Sie nicht zu den Leuten gehören, die sofort einschlafen, sobald ihr Kopf das Kissen berührt, sollten Sie die Zeit kurz vor dem Einschlafen nutzen, um sich für den nächsten Tag positiv zu programmieren:

  • Sehen Sie sich selbst am Schreibtisch sitzen und spüren Sie, wie gut Ihnen Ihre Aufgabe gelingt.
  • Vielleicht schießen Ihnen auch noch ein paar Ideen durch den Kopf, wie Sie Ihr Vorhaben anpacken wollen. Das hilft Ihnen, Ihre Widerstände gegen die Arbeit zu überwinden.

3. Wie Sie Überforderung vermeiden können

Anlaufschwierigkeiten treten besonders bei schwierigen oder in ihrer Dauer nicht abzuschätzenden Arbeiten auf. Eine Aufgabe, von der Sie nicht genau wissen, wie Sie sie anpacken sollen oder wie lange Sie damit beschäftigt sein werden, wirkt so wenig einladend wie ein unüberwindlicher Berg.

Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie Ihre Arbeit strukturieren und portionieren. Machen Sie sich, bevor Sie anfangen, einen Plan, in welche Teilschritte Sie Ihre Gesamtaufgabe zerlegen wollen. Diese Teilschritte können Sie nach zeitlichen oder inhaltlichen Gesichtspunkten festlegen.

So können Sie sich beispielsweise vornehmen, ungefähr jede Stunde oder nach Beendigung von bestimmten Arbeiten eine kurze Pause einzulegen. Setzen Sie dazu aber keine allzu starren Uhrzeiten fest, und beenden Sie einen Arbeitsschritt oder Gedankengang auf jeden Fall. Das erleichtert Ihnen den Wiedereinstieg und spart Zeit, weil Sie Abgeschlossenes nicht noch einmal durchdenken müssen.

ORG-Checkliste: Die „Handformel“ schenkt Selbstdisziplin

Ganz einfach und sehr wirksam: Überprüfen Sie jeden Abend mit dieser „Handformel“, ob Sie diszipliniert gearbeitet haben. Das heißt, anhand Ihrer fünf Finger fragen Sie sich:

  • Daumen = Denkergebnisse: Was habe ich heute dazugelernt?
  • Zeigefinger = Zielerreichung: Wo bin ich meinen Zielen heute näher gekommen?
  • Mittelfinger = Mentalität: Wie habe ich mich heute gefühlt?
  • Ringfinger = Ratgeber: Wie habe ich anderen heute geholfen?
  • Kleiner Finger = Körper: Was habe ich heute für meinen Körper getan?
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