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Ich-Stärke: So treten Sie selbstbewusster auf

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Ich-Stärke: Springen Sie über Ihren Schatten!
© Argus - Fotolia.com

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In unserem Gehirnkino laufen oft absurde Filme ab, ob wir nun eine Rede halten sollen oder erstmals einem unbekannten Menschen begegnen. Die US-Forscher Thomas Gilovich und Victoria Medvec haben es den Scheinwerfer-Effekt genannt. Lesen Sie hier mehr darüber.

Der Scheinwerfer-Effekt: Unnötiges Leid im Rampenlicht

In unserem Gehirnkino laufen oft absurde Filme ab, ob wir nun eine Rede halten sollen oder erstmals einem unbekannten Menschen begegnen. Die US-Forscher Thomas Gilovich und Victoria Medvec haben es den Scheinwerfer-Effekt genannt: Wir leiden im Licht eines eingebildeten Scheinwerferkegels – aber die daraus resultierenden Gefühle sind sehr real, ob es sich nun um eine leichte Schüchternheit handelt oder um schweres Lampenfieber.

In welchen Situationen taucht dieser Scheinwerfer auf? Oft dann, wenn eine frühere unangenehme Erfahrung übertragen wird auf eine anstehende Situation. Ebenso kann Ihre Beobachtung einer anderen Person in einer ungünstigen Situation Anlass für Ihre Scheu sein, aus dem Schatten heraus in den Mittelpunkt zu treten. Jedes Mal, wenn Sie wieder einer solchen Situation ausweichen (Sie bleiben im Meeting wieder still), verstärkt sich Ihre Unsicherheit, die Zurückhaltung wird allmählich zur Gewohnheit. Unzufriedenheit mit sich selbst, Grübeln und das Ausbleiben positiver Erfahrungen können daraus folgen und Ihr Rückzugsverhalten wiederum verstärken.

Diesen Kreislauf können Sie jedoch ganz einfach unterbrechen. Sie brauchen dafür nur eine einzige Erkenntnis zu akzeptieren: Dass Sie selbst diesen Schatten produzieren, der so unüberwindbar scheint. So nähern Sie sich schrittweise Ihrem Ziel:

1. Wählen Sie eine Situation aus, der Sie gewöhnlich ausweichen

Suchen Sie sich aus den Herausforderungen, denen Sie sonst lieber ausweichen, diejenige heraus, die Ihnen am wenigsten Furcht einflößt. Entschließen Sie sich dazu, sich dieser zu stellen. (Wenn Sie einmal festgestellt haben, dass es gar nicht so schwierig ist, über Ihren Schatten zu springen, werden Sie auch größere Herausforderungen unproblematisch in Angriff nehmen!)

2. Erkennen Sie, dass Sie selbst „den eigenen Schatten“ werfen

Woher kommen Ihre Befürchtungen angesichts dieser Herausforderung? – Aus Ihren Vorstellungen. Welche Vorstellungen verbinden Sie mit der Situation? Schreiben Sie diese auf.

3. Prüfen Sie Ihre Befürchtungen

Haben diese Befürchtungen möglicherweise mit sehr hohen Ansprüchen, die Sie an sich selbst stellen, zu tun? Je höher solche Ansprüche sind, desto stärker können auch die Selbstzweifel sein.

Oder haben Ihre Befürchtungen mit der Anerkennung durch andere zu tun? Anerkennung kann motivieren, aber sie kann gleichzeitig Ihre Bereitschaft, ein Risiko einzugehen, erheblich mindern. Je mehr Sie sich und Ihre Leistung an der Anerkennung durch andere messen, desto stärker wird die Sorge, dass sie ausbleiben könnte.

4. Stellen Sie Ihre Maßstäbe infrage

Stellen Sie sich, bevor Sie sich in die von Ihnen gewählte Situation begeben, die folgenden 3 Fragen:

  • Muss ich die Aufgabe perfekt lösen? Ich erwarte von anderen nicht, dass sie perfekt sind – muss ich es sein?
  • Ist von dem Erfolg bei diesem einen Ereignis mein gesamtes Selbstbild abhängig? Wären von einem Misserfolg in diesem Fall auch alle meine anderen Tätigkeiten, Fähigkeiten, Eigenschaften berührt?
  • Bin ich auf die Anerkennung durch andere in diesem Fall angewiesen?

Die Antwort auf jede der 3 Fragen lautet „Nein“. Versuchen Sie, dies für sich zu verinnerlichen. Und beantworten Sie sich auch diese Frage: Tue ich das für mich oder für andere?

5. Machen Sie sich klar, was Sie gewinnen – wenn Sie springen

Sie gewinnen Erfolg. Denn wichtig für Sie ist dabei nicht, wie Sie sich in der Situation verhalten, sondern dass Sie sich hineinbegeben. Sie können in jedem Fall hinterher hochzufrieden mit sich sein. Egal wie: Sie haben „es“ geschafft.

Sie gewinnen innere Unabhängigkeit von der Beurteilung anderer. Haben Sie sich einmal darüber hinweggesetzt, sind Sie freier als je zuvor.

6. Probieren Sie es in Ihrer Vorstellung

Nehmen Sie sich in den nächsten Tagen mehrmals 5 bis 10 Minuten Zeit. Ziehen Sie sich an einen ruhigen Ort zurück, und durchleben Sie die Situation, in die Sie sich demnächst begeben wollen, in Ihrer Vorstellung.

Haben Sie beispielsweise vor, sich im nächsten Meeting zu Wort zu melden, stellen Sie sich dieses genau vor, so oft und ausführlich, bis Sie die Situation in der Vorstellung wirklich positiv erleben.

7. Springen Sie!

Sie haben durch die Vorstellung ein positives Gefühl für die Situation entwickelt. Es wird Sie beispielsweise in das nächste Meeting begleiten. Springen Sie!

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