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Inneren Druck abbauen: So reduzieren Sie selbst gemachten Stress

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Innerer Druck
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Wenn Sie das unklare Gefühl haben, immer etwas zu viel zu tun, aber nicht wissen, wo die Veränderung ansetzen könnte, machen Sie doch einmal den Selbst-Check!

Stressforscher haben herausgefunden, dass Menschen unterschiedlich anfällig für Stress sind. Während die einen auch im größten Chaos noch eine Insel der Ruhe darstellen, gibt es andere, die – unabhängig von äußeren Gegebenheiten – sich ständig selbst unter Strom setzen und sich immer nur eilig „auf den Weg machen“, statt auch einmal irgendwo anzukommen.

Vielleicht gehören ja auch Sie zu den Menschen, die nicht aus ihren täglichen Stresssituationen herausfinden? Dann wäre es gut, wenn Sie versuchten, den selbst gemachten Stress ein wenig zu reduzieren. Denn: Unruhe, Dringlichkeit und Hektik bekommen wir von außen ohnehin ausreichend zugefüttert – da ist es auf Dauer mehr als ungesund, wenn es uns nicht gelingt, einiges davon abzufedern. Außerdem werden Sie feststellen: Je mehr innere Ruhe Sie ausstrahlen, umso ruhiger und freundlicher wird Ihre Umgebung.

Wenn Sie also das unklare Gefühl haben, immer etwas zu viel zu tun, aber nicht wissen, wo die Veränderung ansetzen könnte, machen Sie doch einmal den folgenden Selbst-Check. Lesen Sie die Beschreibungen durch, und püfen Sie, ob einige dieser Verhaltensweisen auf Sie zutreffen. Versuchen Sie dabei, sich von außen zu sehen – so als ob Sie einen Kollegen beurteilen.

Selbst-Check: Innere Stressproduzenten im Büroalltag

  • Sie haben eine unklare Vorstellung von Ihren Zielen und neigen zu Verallgemeinerungen, statt sich überschaubare Ziele zu setzen.
  • Ziele verlieren ihren Wert für Sie, sobald Sie sie erreichen, im Sinne von: „Dann kann’s ja nicht so schwierig gewesen sein.“ So sind Sie ständig auf der Jagd nach neuen Herausforderungen.
  • Menschen, die Aufgaben anders angehen als Sie, machen Sie nervös. Vor allem mit langsameren Menschen haben Sie wenig Geduld.
  • Sie sagen lieber „Ich muss“ statt „Ich möchte“, als wären Sie ferngesteuert – und empfinden selbst dann ein „Muss“, wenn Ihnen eine Aufgabe Freude macht oder wenn Sie sie freiwillig erledigen.
  • Sie packen sich den Terminkalender voll, überschätzen aber meistens Ihr Zeitbudget. Verzögerungen oder Pannen sind darin nicht vorgesehen.
  • Ihre Mitarbeiter stellen für Sie oft eine Störung und Bedrohung dar. Sie verzichten lieber auf das kollegiale Gespräch oder die Tasse Kaffee zwischendurch, weil so etwas keinen zählbaren Erfolg verspricht.
  • Sie arbeiten schnell, oft hektisch, ohne zu wissen, ob die Eile Ihrer Arbeit nützt.
  • Sie halten üblicherweise die Bürotür geschlossen, um sich gegen Störenfriede zu schützen.
  • Der Druck, unter den Sie sich setzen, führt zu Konkurrenzverhalten und Aggressivität. Das Betriebsklima interessiert Sie nur dann, wenn Sie davon profitieren.
  • Hierarchien sind ein wichtiges Thema für Sie (auch wenn Sie die offiziellen nicht immer anerkennen): Sie prüfen andere Menschen unwillkürlich immer darauf hin, ob sie „besser“ oder „schlechter“ sind als Sie.
  • Sie glauben an „Leistung“ und arbeiten hart, sind aber selten mit dem zufrieden, was Sie täglich leisten.

Und? Haben Sie sich wiedererkannt?

Nicht alle diese Beschreibungen müssen auf Sie zutreffen, aber vielleicht macht Sie der eine oder andere Punkt doch nachdenklich. Jedes Kreuzchen im Selbst-Check beschreibt eine Ihrer Stressfallen im Büroalltag – wehren Sie sich dagegen, und lassen Sie Ruhe einkehren!

Die kleinen Stressmomente erkennen

Beginnen Sie bei den kleinen Dingen. Stellen Sie sich einfach folgende Situationen vor, und überlegen Sie ehrlich, zu welcher Lösung Sie neigen:

  • Sie sehen bestimmte Mitarbeiter und Kollegen täglich. Nehmen Sie sie auch als Menschen wahr? Merken Sie, wie es ihnen geht? Erinnern Sie sich bei einigen an die Augenfarbe? Was denken Sie spontan, wenn Sie sehen, wie einer dem anderen eine Aufmerksamkeit zum Geburtstag überreicht? Achten Sie auf solche Details, und Sie werden Welten entdecken.
  • Die Mittagspause rückt näher. Empfinden Sie die Unterbrechung als lästig oder willkommen? Wer oder was treibt Sie, wenn Sie die Pause streichen? Fühlen Sie sich ein klein wenig heldenhaft, wenn Sie Ihr Erholungsbedürfnis niederkämpfen?
  • Ein Kollege fragt Sie um die Mittagszeit, ob Sie Hunger haben. Schauen Sie auf die Uhr, bevor Sie antworten? Wird sich Ihre Antwort auf Ihren Magen beziehen oder auf die Uhrzeit?
  • Ein unerwarteter Privatanruf reißt Sie aus der Arbeit. Wimmeln Sie ihn ab? Werden Sie unwirsch, oder sprechen Sie von der Wichtigkeit der Aufgabe, die gerade unterbrochen wird? Fragen Sie sich, ob Ihr Gesprächspartner über Ihre Reaktion glücklich sein wird.
  • Eine neue, verantwortungsvolle Aufgabe wird an Sie herangetragen. Was daran reizt Sie mehr – das Wohlwollen Ihres Vorgesetzten oder der Inhalt der Aufgabe? Halten Sie es für dumm, das Mehr an Verantwortung abzulehnen? Oder geben Sie sich die Zeit, das neue Tätigkeitsfeld in Ruhe zu prüfen, um herauszufinden, ob es Ihren Fähigkeiten entspricht?
  • Von einem Kollegen erfahren Sie, dass er einen 1-jährigen Vaterschaftsurlaub antritt. Finden Sie das theoretisch in Ordnung, in der Praxis aber zu „weich“, weil es dem Verzicht auf Karriere gleichkommt? Gibt es etwas Sinnvolles in Ihrem Leben, für das sich Pausen, Unterbrechungen oder Rückschritte lohnen könnten?

Sind Sie mit Ihren Antworten zufrieden? Wenn nicht, dann schenken Sie solchen Alltagssituationen mehr Aufmerksamkeit. Gerade die Details verraten viel darüber, in welchem Maß Sie die Arbeit beherrschen – oder die Arbeit Sie.

Siddhartas Rat

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote, die Ihnen zeigen soll, dass Ruhe, Aufmerksamkeit und Leichtigkeit Ihre wichtigsten Verbündeten sind.

Hermann Hesse erzählt, wie Siddharta im Auftrag eines reichen Kaufmanns in eine weit entfernte Stadt reist, um einen wichtigen Handel abzuschließen. Der Handel kommt nicht zustande. Dennoch kehrt Siddharta nicht sofort zurück. Da wird sein Auftraggeber unwillig, er hasst Zeitverschwendung. Siddharta aber erklärt ihm: Da er schon einmal die weite Reise gemacht habe, wäre es doch schade, nicht die Gelegenheit für andere sinnvolle Dinge zu nutzen. Er habe zwar kein Geschäft abgeschlossen, aber schöne Gespräche geführt und neue Freunde gewonnen.

An dieser Stelle sollten Sie ergänzen: Neue Freunde können auch zukünftige Geschäftspartner sein. Denken Sie doch bisweilen an Siddharta, und Ihre Schritte werden sofort leichter. Und nur mit Leichtigkeit können Sie dem Stress ein Schnippchen schlagen.

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