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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Krank zur Arbeit? Besser: Richtig organisieren – und dann aufs Gesundwerden konzentrieren!

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Gehen Sie krank zur Arbeit?
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Sind Sie schon mal krank zur Arbeit gegangen? Präsentismus nennt man das. Lesen Sie, warum es besser ist, sich im Krankheitsfall eine „Auszeit“ zu nehmen, und wie Sie negative Folgen im Falle einer Krankheit gering halten.

Sind Sie schon mal krank zur Arbeit gegangen? Präsentismus nennt man das. Der aus der Arbeitsmedizin stammende Begriff umschreibt die Situation, dass sich ein Berufstätiger krank fühlt, ein Arzt ihn höchstwahrscheinlich krank schreiben würde, er aber dennoch zur Arbeit geht.

Zu den Gründen für dieses Verhalten zählen vor allem die Angst vor beruflichen Nachteilen, die Verdichtung von Arbeit und der daraus entstehende Zeitdruck, der soziale Druck, immer funktionieren zu müssen, die Rücksicht auf Kollegen, die andernfalls die zusätzlich anfallende Arbeit erledigen müssten, und bisweilen auch das Gefühl, unverzichtbar zu sein.

Lesen Sie im Folgenden, warum es besser ist, sich im Krankheitsfall eine „Auszeit“ zu nehmen, und wie Sie negative Folgen im Falle einer Krankheit gering halten.

Warum es besser ist, sich im Krankheitsfall eine „Auszeit“ zu nehmen: 6 Gründe

1. Sie verhindern, dass die Krankheit einen chronischen Verlauf nimmt.
So vermeiden Sie unnötige Komplikationen, langwierige Behandlungen sowie teure Rehabilitation. Gerade eine „verschleppte“ Erkältung zieht schnell Kreislaufprobleme, eine Nasennebenhöhlenentzündung und unter Umständen eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung nach sich.

2. Sie beschleunigen die Genesung und sind schneller wieder voll einsatzfähig.
Wichtig: Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist es Ihre Pflicht, alles zu tun, um Ihre Genesung zu fördern. Dauert die Erkrankung länger, weil Sie zunächst noch arbeiten gegangen sind, riskieren Sie, dass die Lohnfortzahlung eingestellt wird.

3. Sie reduzieren Ihre Anfälligkeit für weitere Erkrankungen.
Dänische Experten haben in einer Studie herausgefunden: Personen, die in einem Jahr an mehr als 6 Tagen krank zur Arbeit gehen, haben im folgenden Jahr ein um 53 % höheres Risiko, länger als 2 Wochen krankheitsbedingt auszufallen. Das Risiko, für mehr als 2 Monate zu erkranken, steigt um 74 %.

4. Sie verhindern die Verbreitung der Krankheit am Arbeitsplatz.
So ist z. B. die Ansteckungsgefahr bei grippalen Infekten („Büroepidemie“) sehr hoch.

5. Sie vermeiden Fehler und falsche Entscheidungen, die Ihre Leistungsbilanz beeinträchtigen.
Der Grund: Wenn Sie krank sind, setzt Ihr Organismus seine ganzen Energiereserven für den Gesundungsprozess ein. Im Gegenzug lassen Konzentration und Aufmerksamkeit nach. In diesem Zustand fallen selbst Routinearbeiten schwer.

6. Sie schonen die Nerven Ihres Umfeldes.
Denn wer sich unwohl fühlt oder krank ist, verfügt in der Regel über eine geringere Stresstoleranz, fühlt sich Aufgaben oder Situationen nicht gewachsen, reagiert ungeduldig und schlecht gelaunt. Besser ist, Sie nutzen die „gewonnene“ Zeit, um schnell gesund zu werden und umso belastbarer und umgänglicher an den Arbeitsplatz zurückzukehren.

 

Bereiten Sie sich auf den Krankheitsfall vor: Praxis-Tipps

Je besser „der Betrieb“ ohne Sie weiterläuft, umso leichter wird es Ihnen fallen, sich im Krankheitsfall auf Ihr Gesundwerden zu konzentrieren. Das Motto lautet also: Sorgen Sie vor!

Nutzen Sie den Gedanken an einen möglichen Ausfall, um sich generell zu Disziplin in organisatorischen Dingen zu motivieren:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Ablage möglichst transparent, die relevanten Kontaktdaten stets auf dem neuesten Stand und leicht auffindbar sind.
  • Erledigen Sie Ihre Aufgaben nicht auf den letzten Drücker. Wenn Sie etwas vor dem Termin fertigstellen können: Maches Sie’s!

Gehen Sie Ihre Aufgaben durch, und überlegen Sie, welche organisatorischen Maßnahmen Sie treffen können, um Kollegen und Mitarbeitern die Stellvertretung zu erleichern:

  • Sind Ihre Termine und Deadlines schriftlich dokumentiert?
  • Ist Ihre Planung so transparent, dass ein anderer damit zurechtkommt?
  • Arbeiten Sie mit einem Wiedervorlagesystem, das immer auf dem aktuellen Stand ist?
  • Ist es für einen Stellvertreter einfach, Dateien auf Ihrem Computer zu finden? Ist die Benennung der Dateien selbsterklärend?
  • Gibt es Passwörter, die Sie für den Notfall hinterlegen sollten?

Achten Sie in „gesunden“ Zeiten darauf, konstruktiv mit der Krankheit anderer umzugehen. Erledigen Sie bereitwillig und zuverlässig die Aufgaben eines abwesenden Kollegen? Dann wird er vermutlich auch Sie gerne und vor allem gut vertreten.

Fazit: Aus einem falsch verstandenen Pflichtgefühl heraus krank zur Arbeit zu gehen, ist für alle Betroffenen kontraproduktiv. Das heißt natürlich nicht, dass Sie nun von einem zum anderen Extrem übergehen und bei der kleinsten Unpässlichkeit zu Hause bleiben sollen. Ziel ist, Krankheitssymptome ernst zu nehmen und von Fall zu Fall eine angemessene Entscheidung zu treffen.

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