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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Neigen Sie ein bisschen zum Perfektionismus?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie also – genau wie ich – den Drang, jede Arbeit ganz besonders gut erledigen zu wollen – nach dem Motto: Was nicht zu 100 % perfekt gelingt, ist schlecht und kommt in die Schublade „Versagen“? Dann sind Sie mit vielen anderen Frauen in bester Gesellschaft. Auch ich selbst stolpere immer wieder einmal über meinen Hang zum Perfektionismus. Die Schokoladenseite dieser Einstellung ist, dass wir Perfektionistinnen häufig Lob und auch Erfolge ernten.

 

Es gibt aber auch die Kehrseite der Medaille: Arbeitsberge häufen sich und leisten der Aufschieberitis Vorschub, weil jede Aufgabe in der eigenen Vorstellung gleich mit sehr viel Aufwand verknüpft wird. Das führt genau zu dem Paradox, dass viele Aufgaben liegen bleiben und damit genau das Gegenteil eintritt von dem, was Perfektionisten erreichen wollen: nämlich alles 100%ig im Griff zu haben.

Das ist der ideale Nährboden für große Demotivation: Wer z. B. stundenlang über einem einfachen Protokoll sitzt, kann keine Freude an der Tätigkeit haben. Grund genug, um schleunigst alles daran zu setzen, den Hang zum Perfektionismus zu überlisten, falls er sich bei Ihnen breitmachen sollte:

1. Identifizieren Sie Ihre innere perfektionistische Stimme. Nur so können Sie dagegenarbeiten. Gehen Sie nicht immer gleich auf jede Ihrer inneren Forderung ein, sondern horchen Sie erst einmal genau, was Ihre Perfektionsstimme von Ihnen will. Und dann fragen Sie sich: Ist das überhaupt zu schaffen? Die Antwort wird in fast allen Fällen „NEIN!“ sein. Niemand kann noch kurz vor dem Feierabend 30 E-Mails bearbeiten und ausführlich beantworten. Also:

2. Grenzen Sie Ihre Zielvorstellungen bewusst ein. Damit lassen Sie sich von Ihrer Perfektionsstimme nicht in zeitlich ausweglose Situationen treiben. Und:

3. Verfolgen Sie die Strategie der kleinen Schritte. Jeder kleine Schritt ist besser, als den Traum vom „großen Wurf“ aufrechtzuerhalten und sich komplett zu überfordern.

Spannend ist auch die Frage: Ist Ihre Perfektionsstimme eher männlich oder eher weiblich? Denn viele von uns sind als Kind von ihren Eltern zum Perfektionismus ermahnt worden. Und da wir gute Kinder waren (und noch sind), haben wir uns diese Stimme so verinnerlicht, dass wir wirklich meinen, es sei unsere eigene. Nur genau hier irren wir gewaltig! Meine Perfektionsstimme ist eindeutig männlich, und seitdem ich das weiß, schicke ich innerlich meinen alten Herrn aus meinem Büro, wenn sie bzw. er sich meldet. Denn das ist mein Fachgebiet und nicht seins. Probieren Sie es einmal aus. Sie werden überrascht sein, wie gut es sich arbeiten lässt, wenn man sein Büro für sich hat.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

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