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Selbst-Test: Wie stark ist Ihre Stressbelastung?

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Gelegentlich gestresst – oder Burnout-gefährdet?
© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Stress ist wichtig und hilfreich – aber in chronischer Form macht er krank. Sind Sie häufig einer solchen Dauerbelastung ausgesetzt, ohne recht zu wissen, wo genau sie herrührt? Machen Sie den Test, um festzustellen, welchen Stand Ihr Stresspegel hat.

Stress ist nichts anderes als eine biochemische Reaktion unseres Körpers auf außergewöhnliche Situationen und grundsätzlich eine sehr subjektive und persönliche Angelegenheit. Mitunter ist Stress eine starke Antriebsquelle. Sehen Sie Stress deshalb nicht als etwas an, das es generell zu vermeiden gilt. Aber achten Sie darauf, dass Stress nicht zu einer Dauerbelastung für Sie wird – denn in chronischer Form macht er krank.

Gelegentlich gestresst – oder Burnout-gefährdet?

Wir Menschen sind anpassungsfähig und flexibel – und ziemlich leidensfähig. Die Kombination dieser Eigenschaften führt dazu, dass wir gelegentliche heftige Stresszustände recht gut aushalten. Und auch dazu, dass wir länger andauernden Stress irgendwann als „normal“ etikettieren und in unseren Alltag integrieren: Wir gewöhnen uns einfach daran.

Das ist hilfreich, aber auch gefährlich. Denn Stress ist nicht einfach nur ein Zustand, in den wir geraten. Stress entwickelt eine Eigendynamik. Dauerstress kann zu einer regelrechten Stressspirale führen: Dadurch, dass wir uns gestresst fühlen, gewinnen wir den Eindruck, wir hätten unser Leben nicht mehr unter Kontrolle. Das wiederum bereitet uns Stress. Nach einer Weile können selbst winzige Dinge uns vollkommen aus der Fassung bringen, und wir reagieren mit Panik, Angst, Aggression oder auch Lähmung. Da wir merken, dass uns die Situation immer mehr entgleitet, wird der Stress größer. Wir haben das Gefühl, unser Leben nur noch durch verstärkten Einsatz und mehr Leistung bewältigen zu können, und finden so gar keine Erholung mehr.

Selbst-Test: Wie stark ist Ihre Stressbelastung?

Machen Sie den folgenden Selbst-Test, um festzustellen, wie stark Ihre Stressbelastung im Alltag ist: Gehen Sie die Aussagen durch, und notieren Sie sich, wie viele auf Sie zutreffen.

Tipp: Füllen Sie den Selbst-Test wirklich konsequent ehrlich aus. Niemand sieht zu, Sie machen ihn nur, um sich selbst zu helfen. Nehmen Sie es als Warnsignal, wenn Sie den Impuls verspüren, Aussagen mit „Nein“ zu beantworten, die eigentlich zutreffen.

  • Ich bin in letzter Zeit zunehmend unaufmerksam, vergesslich oder unkonzentriert.
  • Zurzeit helfen mir Kaffee, Zigaretten und/oder auch das eine oder andere Glas Alkohol, den Stress zu überstehen.
  • Kleine Schwierigkeiten bringen mich seit einiger Zeit sehr schnell auf die Palme.
  • Ich reagiere immer öfter aggressiv und aufbrausend.
  • Die Arbeit frisst mich auf: Egal, wie viel ich mache, irgendwie werde ich niemals fertig.
  • Ich fühle mich immer öfter müde und zerschlagen, selbst dann, wenn ich lange geschlafen habe.
  • Ich bin innerlich unruhig und kann selten richtig abschalten.
  • Mein letzter Urlaub liegt schon so weit zurück, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann.
  • Immer öfter fällt es mir schwer, Entscheidungen zu fällen, weil ich das Gefühl habe, keine Chance zu haben, die richtige Entscheidung zu treffen.
  • Seit einiger Zeit verspüre ich hin und wieder eine unerklärliche Angst, ohne genau zu wissen, wovor.
  • Ich zweifle immer öfter an mir selbst und habe das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein.
  • Morgens möchte ich manchmal am liebsten gar nicht aufstehen – ich habe wenig Freude bei dem Gedanken, was alles auf mich wartet.
  • Immer öfter ertappe ich mich dabei, wie ich Familienangehörige oder Mitarbeiter ungerecht oder aggressiv behandle.
  • Ich habe einfach keine Zeit, mich zu entspannen.
  • Sexuell verspüre ich seit langem keinerlei Lust mehr.
  • Ich kann mich eigentlich über immer weniger Sachen so richtig freuen.
  • Ich habe das Gefühl, nie genug zu tun.
  • Ich esse seit einiger Zeit übermäßig viel oder auch: Ich habe überhaupt keinen Appetit.
  • Mir fehlt es in letzter Zeit an Lebensfreude und -energie, und ich frage mich öfter, wofür ich überhaupt lebe.

Auswertung

Einzelne zutreffende Aussagen sind noch nicht besorgniserregend. Sie sollten sie jedoch als wichtige Hinweise werten, dass es einigen Stress in Ihrem Leben gibt.

Mehr als 6 Ja-Aussagen sind ein deutliches Warnsignal, dass Sie den Stress in Ihrem Leben systematisch reduzieren sollten und für mehr Ausgleich und Erholung sorgen müssen.

Treffen über 12 der Aussagen und Symptome auf Sie zu, ist die Gefahr, einen Burnout zu erleiden, bei Ihnen bereits sehr groß. Warten Sie keinen Tag länger, um Ihren Stress in den Griff zu bekommen!

Werden Sie aktiv!

Wie gesagt: Während jeder von uns gut mit kurzfristigen Stressphasen umgehen kann, ist chronischer Stress gesundheitsschädigend. Er hat auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene negative Auswirkungen (siehe auch weiter unten: „Symptome, die Sie ernst nehmen sollten“).

Wenn Sie heute glauben, dass Sie Ihren Stress nicht reduzieren können, weil Ihre Arbeit so wichtig und noch so viel zu tun ist, dann kann es unter Umständen schon morgen soweit sein, dass Ihre Arbeit ganz liegenbleibt – nämlich dann, wenn es zu einem Zusammenbruch kommt.

Ersparen Sie sich diese Erfahrung, indem Sie sofort damit beginnen, Stressquellen in Ihrem Leben systematisch zu entschärfen. Nur wenn Sie gesund sind und bleiben, können Sie auch dauerhaft leistungsfähig und erfolgreich sein.

„Es ist an der Zeit auszuruhen, wenn Sie keine Zeit dazu haben.“
(S. J. Harris)

Schreiben Sie sich dieses Zitat ab, und hängen Sie es an die Wand neben Ihrem Schreibtisch, oder kleben Sie es in Ihren Terminkalender. Es bringt die Problematik von Stress genau auf den Punkt und erinnert uns immer wieder daran, uns Pausen zu gönnen.

Symptome, die Sie ernst nehmen sollten

Körperliche Symptome

Körperlich kann Dauerstress beispielsweise folgende Probleme schaffen:

  • Verspannungen und Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Brechreiz, Sodbrennen, Magenbeschwerden bis hin zum Magengeschwür
  • Ohrensausen, Gehörsturz
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Durchfall/Verstopfung, häufiger Harndrang
  • Allergien, Hautausschlag, Lippenherpes

Geistige Symptome

Dauerstress beeinträchtigt Ihre Konzentrationsfähigkeit, lässt Sie wichtige Dinge vergessen und reduziert Ihre Lernfähigkeit. Auch das Interesse an Ihrer Umwelt, an Neuem und Unbekanntem lässt nach – schließlich haben Sie genug mit dem zu tun, was ohnehin von Ihnen gefordert wird. Auf diese Weise hören Sie auf, Ihrem Gehirn neue Informationen anzubieten oder Neues zu lernen.

Aber auch in momentanen Stresssituationen ist Ihre Denkfähigkeit eingeschränkt – da Sie ja in einer gefährlichen Situation gerade nicht nachdenken, sondern reagieren sollen. Ein typisches Beispiel dafür ist der Blackout in einer Prüfungs- oder Vortragssituation. Dabei sind stressbedingt die Botenstoffe in den Schaltzellen des Gehirns blockiert, die normalerweise die Informationsverarbeitung regeln. Je stärker Sie dann versuchen, Ihre Denkleistung in den Griff zu bekommen, desto mehr geraten Sie in Stress.

Seelische Symptome

Stress senkt unsere Toleranzgrenze und macht uns dünnhäutig:

  • Sie reagieren empfindlicher, fühlen sich leichter genervt und überfordert und können auf Kleinigkeiten aggressiv und feindselig reagieren. Oder Sie reagieren mit seelischem Rückzug und lassen nichts und niemanden mehr an sich heran.
  • Ihr inneres Gleichgewicht kann durch chronischen Stress erheblich gestört werden, was wiederum die Ursache für depressive Verstimmungen, Launen, Unzufriedenheit, Ängste und Ähnliches sein kann – bis hin zu ernsten Depressionen.
  • Bei vielen gestressten Managern zeigt sich nach lang anhaltendem Dauerstress das „Burnout-Syndrom“: Sie sind buchstäblich ausgebrannt, haben keine Energie mehr und sehen keinen Sinn mehr in ihrem Tun.
  • Eine weitere seelische Folge von Stress, die nicht unterschätzt werden darf, ist die Gefahr von Abhängigkeiten. Alkohol, Tabletten oder andere Drogen betäuben zwar das Stressgefühl, ersetzen aber nur das eine Problem durch ein anderes.
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