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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Selbstmotivation: So wird sie dauerhaft Teil Ihres Lebens

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Motivation verleiht Ihnen die Energie, schnell und effektiv auf ein Ziel hinzuarbeiten, und hilft Ihnen über eventuelle „Durststrecken“ hinweg. So schaffen Sie in 4 Schritten eine erfolgreiche Basis für Ihre Selbstmotivation.

„Man liebt das, wofür man sich müht, und man müht sich für das, was man liebt.“
Erich Fromm
Ein angestrebtes Ziel erreichen, ein Projekt beenden, einen Auftrag erhalten – all dies sind Aktivitäten, für die Sie Motivation brauchen. Motivation verleiht Ihnen die Energie, schnell und effektiv auf ein Ziel hinzuarbeiten, und hilft Ihnen über eventuelle „Durststrecken“ hinweg, wie sie bei größeren Aufgaben und bei jeglichem Lernprozess immer mal auftauchen.

Was soll also geschehen, wenn die Motivation einmal ausbleibt, wenn Sie sich für eine Aufgabe so gar nicht erwärmen können? Die Zähne zusammenbeißen und so gut wie möglich durchhalten? Oder in die Motivations-Trickkiste greifen, um sich mithilfe toller Belohnungen wieder in Bewegung zu setzen?

Belohnungen als Anreize und Verstärker der Selbstmotivation sind nichts Schlechtes. Nur: Wer sie häufiger einsetzt, wird zu immer stärkeren Motivationsanreizen greifen müssen, um sein Ziel überhaupt zu erreichen. Das heißt: Solche Anreize vollbringen nicht das Wunder, dass sich plötzlich Unlust und Frust in Engagement wandeln. Diese Blockade müssen Sie erst einmal verstehen, um entsprechende Schritte der Auflösung einzuleiten. Dann wird auch Ihre Motivation wieder greifen können. Und so schaffen Sie in 4 Schritten eine erfolgreiche Basis für Ihre Selbstmotivation:

1. Lernen Sie Ihre jetzigen Motivationsstrategien kennen

Bei jedem Menschen bilden sich im Lauf der Zeit Motivationsstrategien aus, die
schnell und problemlos zum Einsatz kommen. Dieser Automatismus hat natürlich einen großen Vorteil: Sie müssen nicht erst lange überlegen, welche Anreize Sie für das Bewältigen der Aufgabe benötigen. Das spart Zeit und Energie. Allerdings ist das Gefühl sehr unangenehm, wenn Ihre Motivation „plötzlich“ nicht mehr greift, Sie sich gar demotiviert fühlen.

Das Erkennen und Verstehen Ihrer Motivationsstrategien hilft Ihnen, gezielte
Änderungen daran vorzunehmen und sie zu optimieren. Fragen Sie sich:

  • Wie haben Sie sich bisher motiviert? Durch Lob und Belohnungen? Oder eher durch negative Antreiber wie „So langsam wie ich arbeitet keiner. Nun mach schon“? Durch zeitlichen Druck wie z. B. knappe Deadlines, oder durch psychischen Druck wie „Wenn ich das nicht schaffe, platzt meine Beförderung“?
  • Wie haben Sie sich verhalten, wenn Ihre Motivation nachließ? Haben Sie Ihre Demotivation nicht verstanden? Gerieten Sie in Panik? Haben Sie aufgegeben? Oder sich mit einer gehörigen Portion Disziplin zum Weitermachen gezwungen?

 

2. Machen Sie sich Ihre Motivationsbremsen bewusst

Die meisten Motivationsstrategien verschaffen Ihnen kurzfristig einen Auftrieb, aber es können sich nach und nach auch regelrechte Motivationsbremsen einschleichen. Die beispielsweise dazu führen, dass Sie schlecht gelaunt starten, langsamer arbeiten, das Ganze lustloser angehen. Das erreichte Ziel, für das Sie Ihre Motivation einsetzen, hinterlässt keine positive Bestätigung, sondern einen schalen Nachgeschmack.

Viele dieser Motivationsbremsen haben Sie während Ihrer Kindheit verinnerlicht. Deshalb nehmen Sie die negative Wirkung dieser Strategien nur minimal
wahr, denn sie „gehört einfach dazu“. Statt den freien Fluss Ihres Engagements
zu fördern, errichten Sie auf diese Weise Blockaden. Fast so, als wollten Sie mit angezogener Handbremse Auto fahren. 3 typische Motivationskiller:

  • Motivationsbremse „Negativer innerer Dialog“: Sie machen sich selbst schlecht, zweifeln an Ihrer Kompetenz. Gedanken wie „Das schaffst du nie“, „Meine Güte, habe ich mich gerade dumm angestellt“ oder „Andere machen das mit links“ senken nicht nur Ihre Motivation – Sie entwerten sich so auch selbst. Und meist sind es keine einzelnen Gedanken, sondern Gedankenketten, die endlos im Kopf ablaufen. Machen Sie sich diese Gedankenketten bewusst. Je öfter Sie dann bei deren Wieder auftreten „Stopp“ sagen, desto schneller verlieren sie ihre Macht.
  • Motivationsbremse „Emotionen“: Angst, Unsicherheit, aber auch Freude können Ihre Motivation bremsen. Vielleicht wurde Ihnen beigebracht, sich erst nach vollbrachter Leistung zu freuen. Oder Sie haben Angst davor, Fehler zu machen, weil Fehler in Ihrem Selbstverständnis nicht erlaubt sind. Achten Sie auf starke Emotionen, und nutzen Sie die Informationen, die sie Ihnen vermitteln.
  • Motivationsbremse „Aufschieben und Passivität“: Kommen Sie trotz Motivation nicht in die Gänge? Schieben Sie immer wieder etwas auf? Betrachten Sie den inneren Widerstand, der hier Ihre Motivation ausbremst: Was ist die wirkliche Ursache für Ihr Verhalten?

3. Schätzen Sie Ihre Situation realistisch ein

Sie brauchen eine realistische Einschätzung Ihrer Vorgehensweise und Ihrer Fähigkeiten, sonst stürzt Ihre Motivation schnell wieder ab. Leider werden diese Fakten oft übersehen oder gar ausgeblendet.

Sie werden beispielsweise kaum über mehrere Stunden motiviert an einer Aufgabe arbeiten, wenn Sie sich normalerweise nach gut 1 Stunde einer anderen Aufgabe zuwenden. Sie haben sich und Ihre Motivation in diesem Moment einfach überfordert. Nicht allein dadurch, dass Sie mit Ihrer Motivation ein neues Projekt „pushen“ wollen. Das Durchbrechen Ihres üblichen Arbeitsrhythmus ist auch eine Neuerung, die Sie zusätzlich einführen und die normalerweise eine große Portion Ihrer Motivation beansprucht. Kein Wunder, dass Sie sich schließlich nach den vielen Stunden „ausgebrannt und leer“ fühlen.

Gehen Sie also besser die Sache realistisch an, und achten Sie darauf, sich nicht zu überfordern. Beachten Sie hierfür vor allem folgende 2 Faktoren:

  • Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? Was können Sie für das Ziel konkret einsetzen? Was müssen Sie sich „erarbeiten“?
  • Was ist Ihr persönlicher Arbeitsrhythmus? Wann machen Sie Pausen? Wann sind Ihre Hochphasen der Konzentration, Kreativität und/oder Ihres analytischen Denkens?

4. Setzen Sie sich ein konkretes und realisierbares Ziel

Oft scheitert Motivation an einem zu hoch gesteckten Ziel mit unrealistischen
Umsetzungsschritten. Sei es beispielsweise, wöchentlich 5 Stunden Englisch zu pauken oder 6 Neukunden zu gewinnen. Ein anderes Mal kann Motivation kaum aktiviert werden, weil ein Ziel zu oberflächlich definiert wird, etwa so: „Ich will meine Kundenfreundlichkeit verbessern.“

Unterstützen Sie Ihre Motivation durch folgende Realisierungshilfen:

  • Definieren Sie konkret, was Sie erreichen wollen. „Bis Ende des Jahres will ich mein Englisch so verbessern, dass ich die ‚Financial Times‘ mühelos lesen kann.“
  • Überprüfen Sie, was Sie in dieses Ziel investieren wollen – sei es zeitlich, finanziell, geistig, emotional oder sozial. Wenn Sie bereits beim Auflisten dieser „Investitionen“ einen Widerstand in sich spüren, sollten Sie das Ziel entsprechend ab ändern.
  • Formulieren Sie einen Realisierungsplan, der Ihnen beim Aufstellen schon Freude bereitet: „Ich reserviere mir jeweils am Donnerstag 1 Stunde, in der ich Artikel aus der ‚Financial Times‘ studiere, unbekannte Wörter anstreiche, herausschreibe und nachschlage. Die Vokabeln spreche ich auf Band und höre sie mir im Lauf der Woche an.“
  • Listen Sie möglichst viele Zwischenschritte auf, die die Umsetzung überschaubar machen.
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