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Wirksame Anti-Stress-Strategie: Werden Sie zum Satisficer!

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Entscheidungen treffen
© peshkova - Fotolia.com

Erstellt:

Zu viele Auswahlmöglichkeiten stressen einen Menschen mehr als wenn man nur eine Option hat. Lesen Sie mehr über die Studie von Barry Schwartz und was Sie für eine Art von Entscheider sind.

Unsere Philosophie lautet eigentlich: je mehr, desto besser. Im Sinne von: Mehr Optionen bedeuten mehr Freiheit, Lebensqualität und Wohlstand. Klingt gut, ist so aber nicht richtig, sagt der amerikanische Soziologieprofessor Barry Schwartz. Das paradoxe Ergebnis der umfangreichen Schwartz-Studien lautet: Wer nur 1 oder wenige Optionen hat, ist glücklicher als jemand, der (zu) viele Optionen hat und deshalb im Nachhinein an der Richtigkeit seiner Wahl zweifelt.

Die Gleichung „mehr Wahlmöglichkeiten = mehr Lebensqualität“ funktioniert nur bis zu einem gewissen Grad. Wird der überschritten, kann das folgende negativen Folgen haben:

  • Unzufriedenheit
    Eine aus zu vielen Möglichkeiten gewählte Entscheidung erzeugt Selbstzweifel statt Zufriedenheit, da ja immer davon auszugehen ist, dass eine andere Wahl besser hätte sein können.
  • Lähmung
    Je größer die Auswahl, desto größer wird auch die Angst, nicht die richtige Wahl zu treffen oder getroffen zu haben. Die Folge: Eine Entscheidung zieht sich unter hohem Einsatz von Zeit, Energie und Geld ewig hin oder wird am Ende gar nicht getroffen.

 

   

Ab welchem Punkt solch ein Entscheidungsdruck empfunden wird, ist individuell
verschieden. Schwartz nennt hier 2 generelle Typen: die Maximizer und die Satisficer:

  • Die besorgten Auswahlperfektionisten nennt Barry Schwartz Maximizer
    („Maximierer“).
  • Die zufriedenen Schnellentscheider sind die Satisficer („Zufriedenheit Schaffende“).

Was denken Sie? Halten Sie sich selbst eher für einen Maximizer oder mehr für einen Satisficer? Ganz unten finden Sie einen Schnell-Test!

So werden Sie zum Satisficer: 5 Praxis-Tipps

1. Routinen in Ehren halten

Routinen sind wunderbare Helfer gegen Maximizer-Tendenzen. Wenn Sie etwas gefunden haben, mit dem Sie gut zurechtkommen und zufrieden sind, dann
bleiben Sie doch einfach dabei, und ignorieren Sie entsprechende Alternativen – das gilt für eine Gelstift-Marke ebenso wie für den Handy-Hersteller.

2. Ziele verfolgen und Prioritäten setzen

Reduzieren Sie die Alternativenvielfalt auch mithilfe klarer Prioritäten und Ziele.

Falls Sie beispielsweise vor lauter Aufgaben nicht wissen, womit Sie  anfangen sollen, machen Sie eine Tagesplanung. Wenn Sie dann morgens die ersten 90 Minuten gezielt Projekt B widmen, weil Sie festgelegt haben, dass Sie Projekt B an exakt diesem Tag 1 Schritt voranbringen möchten, wird es Ihnen leichter fallen, sich voll und ganz auf diese Aufgabe zu konzentrieren.

Sie werden nicht mehr darüber nachdenken, ob denn die Projekte A oder C nicht wichtiger wären oder ob sonst gerade etwas „anbrennt“.

3. Perfektionismus bekämpfen

Setzen Sie Ihre Erwartungen an sich selbst nüchtern und analytisch in Relation zu dem Aufwand, den Sie dafür betreiben. Halten Sie Ihre Erwartungen im Zaum:

  • Unzufriedenheit über sich selbst sollte viel eher bei überzogener Anstrengung aufkommen als bei „gefühlten“ Ergebnislücken, die lediglich das Produkt unangemessener Erwartungen sind.
  • Üben Sie, sich mit „gut“ zu friedenzugeben, wenn die Kernanforderung einer Arbeit erfüllt ist. Betrachten Sie die Sache als faktisch und innerlich erledigt.

4. Das Erreichte würdigen

Lenken und konzentrieren Sie sowohl Ihre Gedanken als auch Ihre Gefühle auf die Errungenschaften und Vorteile Ihrer Entscheidung. Entwerten Sie Ihre Handlungen nicht dadurch, dass Sie sich auf das fokussieren, was vielleicht alles möglich gewesen wäre, wenn Sie sich mehr angestrengt und noch mehr Zeit investiert hätten.

5. Freiwillige Selbstkontrolle

Üben Sie auch in anderen Situationen, die Auswahloptionen bei weniger wichtigen Handlungen ganz bewusst einzuschränken. Beispielsweise:

  • Statt sich bei der Auswahl der neuen Kamera stundenlang durch Online-Kundenbewertungen zu hangeln (die sich ohnehin widersprechen), können Sie sich auf die Ergebnisse eines einzigen und vertrauenswürdigen Markt-Tests verlassen.
  • Oder Sie folgen einfach der Entscheidung eines Kollegen, der mit seiner Kamera sehr zufrieden ist – und Ihnen dann auch gleich Bedienungstipps geben kann.

Hier finden Sie unseren Schnell-Test: Sind Sie eher ein "Maximizer" oder ein "Satisficer"?

Bild anklicken, ausdrucken, ausfüllen und dann das Ergebnis anschauen.

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