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WhatsApp-Marketing: Diese Infos sollten Sie bei Anfragen des Vertriebs parat haben

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Urheber: nito | Fotolia

Von Sebastian Tausch,

Ob großer Verlag oder kleines örtliches Reisebüro: Beide wollen via WhatsApp kommunizieren. Da gibt es Möglichkeiten, Reisen anzufragen oder die wichtigsten Branchen-News zu erhalten. Das könnte ein richtiger Trend werden. So wird in diversen Marketing-Blogs davon berichtet, dass die Öffnungsraten und Reaktionszeiten wesentlich besser sind als bei Newslettern. Bereiten Sie sich also am besten gleich auf entsprechende Anfragen Ihrer Vertriebs- und Marketing-Abteilung vor.

Laut einem Medienbericht im Februar freute sich WhatsApp Anfang 2016 über weltweit 1 Milliarde Nutzer. Auch in Deutschland ist der Messenger populär. Damit rückt der Dienst natürlich in den Blick von Marketing- und Vertriebsabteilungen.

WhatsApp als Spielverderber

Während die meisten Unternehmen gerade mit Marketing bzw. verbundenen Lösungen ihr Geld verdienen, bietet WhatsApp derzeit weder Lösungen noch eine offizielle Schnittstelle zur Kommunikation an. Im Gegenteil: Die AGB verbieten sogar eine kommerzielle Nutzung des Dienstes.

Um mit Kunden über WhatsApp zu kommunizieren, gibt es derzeit 2 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Die Nutzung erfolgt über Smartphones mit WhatsApp-Account, also wie ein „normaler“ Benutzer. Eine zentrale Übersicht und Verwaltung ist damit nur schwer oder gar nicht möglich.

Möglichkeit 2: Der Einsatz eines Dienstleisters wie z. B. whats-broadcast.com. Aber auch diese können nicht auf eine offizielle Schnittstelle setzen und einige Anbieter sind zwischenzeitlich auch schon wieder verschwunden.

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Datenschutz und verschlüsselte Kommunikation

„Schutz der Privatsphäre und Sicherheit ist in unseren Genen“, schreibt WhatsApp auf seiner Webseite. Trotzdem wurden immer wieder Sicherheits- und Datenschutzprobleme bekannt. Ein Problem ist, dass zur Registrierung des Dienstes die Mobilfunknummer verwendet werden muss. Zudem ist die Anwendung nur komfortabel nutzbar, wenn ein Nutzer zustimmt, dass WhatsApp auf das Adressbuch des Smartphones zugreifen kann.

Angeblich sollen „nur“ die Rufnummern übertragen werden, um darzustellen, welche Kontakte ebenfalls bei WhatsApp - registriert sind. Gerade die Übertragung der Rufnummer an WhatsApp und somit in ein Drittland ohne Einwilligung der Betroffenen verbietet sich daher für Unternehmen.

WhatsApp-Marketing: Diese 5 Punkte sollten Sie beachten

  • Erfragen Sie zuerst, ob Ihr Unternehmen überhaupt in einen unsicheren Kommunikationskanal investieren will. Denn es gibt derzeit keine offizielle Schnittstelle und die AGB erlauben keine kommerzielle Nutzung. Zudem stellt sich dann auch die Frage, was mit den Kontakten passiert. Sind diese bei einer Sperrung der Mobilfunknummer weg? Im besten Fall verliert Ihre Marketing- und Vertriebsabteilung dann das Interesse an WhatsApp.
  • Wenn aber WhatsApp trotzdem zum Einsatz kommen soll, achten Sie darauf, dass der externe Kommunikationspartner seine Einwilligung dazu gibt. Dies kann etwa dadurch erreicht werden, dass der zukünftige Nachrichtenempfänger einen vor- definierten Text wie „Start News Firmenname“ an die WhatsApp-Nummer des Unternehmens sendet.
  • Falls Ihr Unternehmen auf einen Dienstleister setzt, der ein Anmeldeformular für die Unternehmenswebseite anbietet, sollten Sie auf das Double-Opt-In Anmeldeverfahren - genau so wie bei einem normalen Newsletter-Formular auf der Webseite. Prüfen Sie beim Einsatz eines Dienstleisters auch, ob ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung notwendig ist.
  • Denken Sie daran, die Prozesse entsprechend zu dokumentieren, um eine Einwilligung im Zweifelsfall nachweisen zu können. Und klären Sie gemeinsam mit den Verantwortlichen, welche Kommunikation über WhatsApp laufen soll.
  • Die Mitarbeiter Ihres Unternehmens dürfen natürlich keinen Adressbuchabgleich durchführen und damit die Mobilfunknummern ihrer Kunden an WhatsApp übermitteln, oder Kunden und Interessenten direkt via WhatsApp Nachricht kontaktieren. Der Start der Kommunikation sollte, falls es denn sein muss, durch den Kunden erfolgen.
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