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Geschäftsideen: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

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Urheber: adrian_ilie825 | Fotolia

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Das Sprichwort "den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen" trifft auf viele Gründer zu. Es gibt im Vorfeld eines Unternehmensstarts ja auch so viel zu bedenken - und man will ja schließlich nichts falsch machen. Da werden Stunden um Stunden auf die Frage verwendet, welche Farbe das Logo haben soll. Welche Verpackungsmaterialien man kaufen soll oder welcher Geschäftswagen der richtige ist. Das alles ist wichtig - doch die Priorität sollte in der Vorbereitungsphase doch vor allem darauf liegen festzustellen, ob die Geschäftsidee wirklich tragfähig ist und Aussicht darauf hat, am Markt zu bestehen.

Schritt für Schritt zum Erfolg

1. Schritt: Sammeln Sie Ideen

Ideen kommen einem meist dann, wenn man gar nicht damit rechnet: Beim Spazierengehen, beim Essen oder in Bus oder Bahn. Stellen Sie sicher, dass Ihre Geistesblitze nicht in Vergessenheit geraten. Führen Sie ein kleines Büchlein mit, in dem Sie Ihre Ideen notieren. Oder diktieren Sie sie auf Ihr Handy.

Wichtig: Sammeln Sie alle Ideen, die Ihnen in den Sinn kommen. Filtern können Sie später noch.

Setzten Sie sich einen festen Termin, an dem Sie Ihre Ideensammlung auswerten. Überlegen Sie nun, welcher Einfall Sie am meisten anspricht. Erstellen Sie dann eine Hitliste Ihrer Ideen. In dieser Phase geht es noch nicht um kaufmännische Faktoren, sondern nur darum, welches Projekt Sie am meisten interessiert.

2. Schritt: Erstellen Sie ein Qualifikationsprofil

Listen Sie auf, was Sie alles können. Sie werden sich wundern, wie viele verschiedene Kompetenzen Sie im Laufe der Jahre entwickelt haben. Stellen Sie nicht nur die Qualifikationen aus dem Berufsleben zusammen, sondern berücksichtigen Sie auch Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie in Ihrer Freizeit erworben haben.

Wichtig: Notieren Sie sich nicht die offizielle (Berufs-)Bezeichnung, sondern erstellen Sie eine Liste von Tätigkeiten. Also nicht "Sekretärin", sondern: "Ich kann gut organisieren, bleibe auch unter Zeitdruck freundlich" etc.

3. Schritt: Erstellen Sie ein Stärken- Schwächen-Profil

Das Persönlichkeitsprofil des Gründers ist ein zentraler Erfolgsfaktor bei jeder Gründung. Sie müssen nicht perfekt sein, doch Sie sollten möglichst genau wissen, wo Sie stehen. Haben Sie Freude am Umgang mit anderen Menschen? Oder arbeiten Sie am liebsten im "stillen Kämmerlein" vor sich hin?

Fragen Sie sich ganz gezielt: Was kann ich besonders gut? Wo liegen meine Begabungen? Besprechen Sie diese Frage auch mit Freunden und natürlich mit Ihrem Partner.

4. Schritt: Analysieren Sie Ihre Lebenssituation

Eine Gründung erfordert hundertprozentigen Einsatz. Von einer 40-Stunden-Woche werden Sie in der Anfangsphase oft nur träumen können. Zieht Ihre Familie bei Ihrem Gründungsvorhaben mit? Ist Ihnen ein freizeitorientierter Lifestyle wichtig? Brauchen Sie feste Wochenarbeitszeiten? Dann sollten Sie Ihr Gründungsvorhaben noch einmal überdenken.

Wer die Gründung nur als "Notnagel" betrachtet und daher nur halbherzig startet, insgeheim auf ein Jobangebot wartet, bringt oft nicht genügend Energie und Durchhaltevermögen auf, die für den Erfolg nun einmal notwendig sind.

5. Schritt: Selbstkritik

Manche Ideen sind zwar toll, aber körperlich zu anstrengend, weil man beispielsweise den ganzen Tag stehen oder schwere Lasten schleppen muss. Seien Sie selbstkritisch: Wenn Sie beispielsweise unter chronischen Rückenschmerzen leiden, aber in Ihrem eigenen Restaurant den Kochlöffel schwingen und bedienen wollen, könnten Sie schnell an Ihre Grenzen stoßen.

6. Schritt: Parallelen suchen

Nun führen Sie die ersten vier Schritte zusammen: Prüfen Sie, ob es Parallelen zwischen Ihren Ideen und Ihren Qualifikationen gibt. Passt Ihre Lieblingsidee (Position 1 Ihrer Rangliste) bereits recht gut zu Ihren Fertigkeiten, oder fehlen Ihnen noch grundlegende Qualifikationen? Falls nein: Wie lassen sich diese Qualifikationen erwerben? Wie aufwändig ist dies? Lohnt es sich überhaupt? All dies gilt es im Einzelfall sorgfältig abzuwägen.

7. Schritt: Idee weiterentwickeln

Sie haben nun eine Idee gefunden, die Sie reizt, wissen, welche Anforderungen diese an Sie stellt und ob Sie diese erfüllen oder Aufholbedarf haben. Jetzt geht es ans Eingemachte. Werden Sie konkret: Wer zum Beispiel "irgendwie in die Gastronomie" will, kann je nach Qualifikation und Persönlichkeit ganz unterschiedliche Konzepte entwickeln.

Ein überzeugter Vegetarier wird wohl kaum ein Steakhaus eröffnen, eine "Nachteule" kein Frühstückslokal. Seien Sie realistisch und halsen Sie sich nicht zu viel auf.  Quereinsteiger ohne Gastronomieerfahrung dürften beispielsweise mit einem großen Lokal mit 100 Sitzplätzen und gehobener Küche schnell überfordert sein. Erst mal vorsichtig antesten - beispielsweise mit einem kleinen Bistro oder einem Imbisswagen - könnte hier sinnvoll sein.

Bewerten Sie nicht, bleiben Sie offen. Tauschen Sie sich mit Freunden und Familie aus und verfeinern Sie Ihr Konzept.

8. Schritt: Kundennutzen bestimmen

Der Chef ist Ihr Kunde - denn ohne Kunden läuft der Laden nicht. Überlegen Sie deshalb genau, welchen Nutzen potenzielle Kunden von Ihrer inzwischen ausgearbeiteten Idee hätten: Welche besonderen Vorteile bietet Ihr Angebot? Welche Pluspunkte hat Ihr Unternehmen? Was bieten Sie, was andere nicht haben? Und wer ist überhaupt Ihr Kunde? Wie "tickt" er und was will er?

Vorsicht, wenn Ihr einziger Pluspunkt der Preis ist: Einen Preiskrieg mit der Konkurrenz werden Sie als Existenzgründer nur in den seltensten Fällen gewinnen.

9. Schritt: Kalkulation erstellen

Ohne Moos - nix los. Und wer Umsatz mit Gewinn verwechselt, erlebt schnell eine böse Überraschung. Checken Sie genau, wie viel Ihre Kunden für Ihr Angebot bezahlen können und wollen. Sowohl die üblichen Marktpreise als auch Ihre persönliche Kalkulation (wie viel müssen Sie jeden Monat verdienen, um nicht noch "draufzulegen", sondern auch etwas zu verdienen?)Wie viele Kunden können Sie realistischerweise betreuen? Und wie hoch sind Ihre Kosten?

Diese Kalkulation hängt in hohem Maße von Ihren persönlichen Lebensumständen ab. Eine Studentin kann hier anders rechnen als ein Familienvater mit halbabbezahltem Eigenheim. Geht bereits die überschlägige Kalkulation nicht auf Anhieb auf, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Fast immer braucht man mehrere Anläufe, bevor man aus einer Ursprungsidee ein solides Gründungskonzept entwickelt hat.

10. Schritt: Beratung einholen

Ihr Businessplan steht, sie haben Ihre Idee auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft und sind nun davon überzeugt, dass Ihr Gründungsvorhaben Aussicht auf Erfolg hat? An diesem Punkt sollten Sie die Meinung eines externen Beraters einholen (beispielsweise bei den Kammern oder in Gründerzentren). Diese können Ihnen dabei helfen, Schwachstellen in Ihrem Konzept aufzudecken und auszumerzen.

Gründer-Wissen

Sie haben eine Geschäftsidee? Sie suchen ein zweites Standbein? Sie wollen frischen Wind in Ihr Leben bringen? Aber Sie wissen nicht, wie Sie „es“ anfangen sollen? Was Sie als erstes tun müssen, damit Ihre Idee auch ein Erfolg wird? Lesen Sie „Gründer-Wissen“!

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