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Geld leihen 2.0: Die Zahl der Kreditoptionen ist merklich gestiegen

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pixabay.com © StartUpStockPhotos (CC0 Public Domain)

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Einst noch verpönt, ist das Leihen von Geld heute Gang und Gäbe – und zwar besonders in Unternehmen. Auf die immer größer werdende Nachfrage wurde entsprechend mit einer immer breiteren Angebotspalette reagiert, die längst nicht mehr vorsieht, dass nur Banken um einen Kredit gebeten werden.

Welche Kreditoptionen es am Markt gibt und für wen sich eben diese eigenen, verrät dieser Ratgeber.

Der Privatkredit ist heute auch für die Geschäftswelt adaptierbar

Der Privatkredit ist sicherlich die einfachste Kreditform, die auch jedem einleuchtend erscheint, doch: Es gibt mittlerweile zahlreiche Unterformen. Ein Privatkredit wird von einer Privatperson (oder einem Gründer) beantragt. Diese Sonderformen werden mittlerweile angeboten:

  • Der Privatkredit von privat für privat. In der Wirtschaftswelt gibt es eben diesen „P2P“ (Peer-to-Peer)-Kredit vor allem online. Auf einer Plattform erklärt ein Privatmann (evtl. auch ein StartUp-Gründer), dass er Geld für ein Projekt braucht. Auf der anderen Seite tummeln sich Investoren im Portal, die in Menschen, Ideen und Projekte investieren. Aufgenommen wird dieser Kredit häufig für einen Umzug, einen Autokauf, eine Umschuldung oder einen zweckgebundenen Einsatz. Da – je nach Summe – viele Investoren zusammenkommen müssen, kann das Kreditgesuch recht lange dauern.
  • Der Konsumentenkredit, der etwas spitz auch als „Wunschkredit“ bezeichnet wird, soll in erster Linie eins: Wünsche erfüllen oder wird eben dann aufgenommen, wenn plötzlich eine Investition ansteht, die so nicht eingeplant war. Ein defekter Drucker oder Server könnte beispielsweise ein Grund sein, um einen Konsumentenkredit aufzunehmen. Für weitere Eventualitäten wie zum Beispiel den Autokauf gibt es wiederum spezielle Kreditformen wie etwa den Autokredit. Auch gibt es mittlerweile Kredite für neue Laptops, Smartphones etc. Der sogenannte Anschaffungskredit zielt auf dieselben Investitionsgüter ab.
  • Wenn’s schnell gehen muss, dann wird heute zum Sofortkredit, Blitzkredit oder Eilkredit gegriffen. Hier kommt dem Kreditwesen die Online-Welt mächtig zugute, denn im Kreditportal kann vergleichsweise einfach der gewünschte Beitrag ausgewählt werden. Anschließend werden die Angebote mit Blick auf Zinssatz und Laufzeit verglichen. Tendenziell wird dazu geraten, den Turbo-Kredit nur anzufragen, wenn es wirklich nötig ist. Die schnelle Bereitstellung des Geldes wird nämlich häufig in Form von höheren Zinsen aufgeschlagen. Achtung: Die Turbo-Variante muss nicht zwingend dasselbe sein wie ein Kurzkredit. Der Blitzkredit wird schnell gewährt, der Kurzkredit muss indes binnen kürzester Zeit (meist nur 30 oder 60 Tage) zurückbezahlt werden.

Spezialformen im Kreditmarkt

Während die eingangs erwähnten Privatkredite noch vergleichsweise bekannt sind, reihen sich mittlerweile auch Sonderformen in die Riege der Kreditvarianten ein, die zugeschnitten sind für spezielle Zielgruppen.

Der Kredit ohne Schufa, der oft als unseriös abgestempelt wird, bedeutet nicht etwa, dass die Anbieter den Kredit auch bei negativer Schufa-Auskunft gewähren. Stattdessen wird der Kredit nicht bei der Schufa eingetragen. Da die Anbieter hier ein größeres Risiko eingehen, müssen die Kreditnehmer hierbei meist mit höheren Zinsen rechnen.

Verbraucherschützer warnen allerdings vor vielen schwarzen Schafen in diesem Bereich. Unseriöse Anbieter zeichnen sich dadurch aus:

  • Geworben wird in allen Online- und Offline-Kanälen. Die Werbeversprechen sind durchzogen von einer sympathisch anmutenden Soforthilfe, doch in der Praxis zeigt sich: „Kredite werden praktisch nie ohne entsprechende Bonität vergeben.“
  • Leider kann man unseriöse Anbieter heute längst nicht mehr mit Blick auf Kontaktnummern wie etwa 0190-Nummern überführen, denn: Gerade die schwarzen Schafe pflegen heute professionelle Online-Auftritte, verweisen auf die Mitgliedschaft in Verbänden oder blenden Interessenten mit einer behördlichen Zulassung mit nur wenig Aussagekraft.
  • Vorauszahlungen und die Bezahlung von Nachnahme-Porto sollten auf jeden Fall stutzig machen, denn das ist nicht das Verhalten von professionellen Kreditgebern.

Kritisch beäugt werden im Übrigen auch Kredite für Geringverdiener. Wer ein Gehalt hat, das unterhalb des Pfändungsbetrags von 1079,99 Euro liegt, der ist ein Risikofaktor für Banken. Doch gerade wer wenig verdient, kann auch wenig Geld ansparen – und braucht deswegen auch einen Kredit, wenn teure Konsumgüter des täglichen Lebens unerwartet kaputt gehen. Doch auch hier gilt: Kreditgeber möchten Sicherheiten. Wer also Geringverdiener ist, muss entweder den Unsicherheitsfaktor Einkommen mit höheren Zinsen ausgleichen oder er stellt eine Sicherheit. Mittlerweile immer häufiger in Betracht gezogen wird die Idee, einen Bürgen zu benennen.

Allerdings ist es in der Praxis vergleichsweise schwierig, einen Bürgen zu finden, der per Definition in diese Rolle schlüpft: „Eine Bürgschaft ist gemäß § 765 Abs. 1 BGB ein einseitiger Vertrag, durch den sich ein Bürge gegenüber einem Gläubiger verpflichtet, für die Schulden eines Dritten, nämlich des eigentlichen Hauptschuldners, einzustehen. Sie dient zur Absicherung des Gläubigers, dass gewährleistet ist, dass bei Zahlungsunfähigkeit seines eigentlichen Schuldners jemand für dessen Verbindlichkeiten eintritt.“ Eine Bürgschaft ist übrigens nicht nur für Privatpersonen eine Option, sondern auch in Unternehmen gängige Praxis.

Hinter den sogenannten Krediten für Selbstständige verbergen sich meist klassische Ratenkredite, die – je nach Risikobereitschaft des Geldgebers – seltener oder häufiger angeboten werden. Freiberufler und Existenzgründer profitieren vom breiten Kreditmarkt, denn gerade mit Banken hatten sie ein schweres Los. Zu innovativ war die Idee für die oftmals biederen Geldgeber, in einen Gründer zu investieren, der nur wenig Erfahrung und noch weniger Sicherheiten zu bieten hat. Gerade StartUps können mit dem Antrag auf einen Peer-to-Peer-Kredit Erfolg haben, denn dabei suchen sie im Grunde aktiv nach einem privaten Investor, der nicht etwa Anteile möchte, sondern normale Kreditzinsen erhebt.

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