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Jeder, der eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt, die steuerlich relevant ist, muss das dem zuständigen Finanzamt melden. Und Sie sollten sich...

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Welche Finanzierungsmittel können Mittelstandsunternehmen nutzen?

 
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Um gegen die Konkurrenz zu bestehen, müssen Firmen ihre angebotenen Produkte und Dienstleistungen fortwährend weiterentwickeln. Jedoch können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die damit verbundenen finanziellen Hürden manchmal nicht selbst überwinden. Sie sind deshalb häufiger auf Kredite angewiesen als beispielsweise Großkonzerne. Doch welche Möglichkeiten gibt es für Mittelstandsunternehmen, um an Fremdkapital zu kommen?

Wann besteht Kapitalbedarf?

Im Rahmen einer Expansion (zusätzlicher Standort usw.), bei Modernisierungsmaßnahmen (z.B. der IT-Ausstattung) oder bei starken Auftragsschwankungen sind Firmen häufig auf Fremdkapital angewiesen.

In der Buchführung unterscheidet man dabei zwischen dem Anlagevermögen (Grundstücke, langfristig genutzte Maschinen, Lager- oder Produktionshallen) und dem Umlaufvermögen (z.B. Betriebsmittel, Personalkosten, befristete Lizenzen). Ziel ist es dabei immer, die Produktion fortsetzen zu können oder langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

Hausbankkredite: der Standard

Die Bank vor Ort punktet mit einer persönlicher Beratung und einem individuell zugeschnittenen Angebot. Viele Unternehmer schätzen es, einen direkten Ansprechpartner zu haben, zu dem sie ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Meist pflegen Hausbanken den Kontakt zu ihren Kunden über Jahre hinweg und es entsteht eine langfristige Zusammenarbeit.

Allerdings sind die Kredite von Hausbanken vergleichsweise teuer. Bei kurzfristigen Überbrückungskrediten (sog. Kontokorrentkredite) sind Zinssätze von um die zehn Prozent üblich.

Die seit 2010 geltende Basel-III-Regelung zwingt Banken dazu, von Kreditnehmern deutlich strengere Sicherheiten zu verlangen. Daher kann es vorkommen, dass eine Hausbank keine ausreichend hohen Kredite bewilligt und eine Firma zusätzlich auf andere Geldgeber ausweichen muss.

Staatliche Förderungen: die besten Konditionen

Bund und Länger bieten zahlreiche Förderungen für Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen an. Dies können entweder einmalige Auszahlungen sein oder Kredite mit besonders niedrigen Zinssätzen. Bei manchen Angeboten wird kein Eigenkapital vorausgesetzt. Allerdings sind die gewährten Finanzmittel in der Regel zweckgebunden und ungenutzte Fördergelder müssen Betriebe zurückbezahlen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist die bedeutendste Förderbank der Bundesrepublik. Sie sollte die erste Anlaufstelle für Unternehmen sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt ebenfalls Finanzierungsförderangebote zur Verfügung, die für KMU interessant sein dürften. Auch Gemeinden und einzelne Bundesländer können zum Beispiel wirtschaftlich schwache Regionen oder zukunftsträchtige Industriezweige unterstützen.

Schuldscheindarlehen: die Alternative für Großprojekte

Nationale und internationale Anleger können mit einem sogenannten Schuldschein in vielversprechende Betriebe investieren. Die Konditionen sind ähnlich wie bei Bankkrediten frei mit den Finanzierungspartnern verhandelbar. Berichtspflichten wie bei Börsenunternehmen bestehen nicht, obwohl es sich um eine anleiheähnliche Kreditform handelt. Aufgrund der hohen üblichen Kreditvolumina ab 20 Millionen Euro und den davon abhängigen langen Vertragslaufzeiten von mehreren Jahren spielt die Bonität eine wichtige Rolle. Daher kommen für diese Finanzierungsform eher Unternehmen infrage, die lange und erfolgreich bestehen, sich in Familienbesitz befinden oder inhabergeführt sind.

IPO (Initial Public Offering): der Börsengang

Wegen des hohen erstmaligen Verwaltungsaufwands und der dauerhaften zusätzlichen Buchhaltungspflichten lohnt sich ein Gang an die Börse nur für Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe. Von Vorteil ist allerdings, dass ein Betrieb mit einer überzeugenden Businessstrategie über große Geldbeträge verfügen kann. Manche Firmen scheuen allerdings den damit verbundenen Fremdeinfluss von Aktionären im operativen Geschäft.

Ein Vergleich der Konditionen lohnt sich

Bei der Auswahl eines geeigneten Kreditgebers können Unternehmen viel Geld sparen. In diesem E-Book zur Mittelstandsfinanzierung wurden zahlreiche Akteure aus dem Mittelstand zu ihrer derzeitigen Finanzlage befragt. Im Rahmen dieser Studie wird aufgezeigt, welche Probleme typischerweise bei der Firmenfinanzierung auftreten und wie Lösungsätze aussehen können.

Um unnötig hohe Kosten zu vermeiden, sollten sich Betriebe viele Angebote einholen und deren Konditionen genau vergleichen. Häufig ist es sinnvoll, verschiedene Kreditformen miteinander zu kombinieren, um günstig an Fremdkapital zu kommen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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