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Absicherung für Selbständige - welche Möglichkeiten existieren

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Quelle: peter-facebook (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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2015 haben in Deutschland circa 763.000 Personen den Schritt in die eigene Selbständigkeit gewagt. Diese Zahl geht zumindest aus dem KfW-Gründungsmonitor 2016 hervor. Davon ist nur ein Bruchteil – nämlich 284.000 Existenzgründer – in Vollzeit tätig gewesen. Knapp 480.000 Gründer haben die Sicherheit ihres Berufs nicht aufgegeben, sondern ein Unternehmen im Nebenerwerb gegründet.

Die Zahlen zeigen, dass in den letzten Jahren das Gründungsgeschehen abnimmt. Der Grund ist die konjunkturelle Lage. Trotzdem träumen immer noch Zehntausende davon, ihr eigener Chef zu sein. Und lassen diesen Wunsch am Ende Wirklichkeit werden.

Mit der Selbständigkeit bietet sich nicht nur die Chance, endlich eine Geschäftsidee umzusetzen. Damit geht auch ein deutlicher Zuwachs bei der Verantwortung einher. Unternehmer müssen nicht nur die eigene Person im Fokus behalten, sondern tragen auch Verantwortung für die Beschäftigten. Fallen Unternehmer aus, hat dies wirtschaftliche Folgen für alle Beteiligten. Wie können sich Selbständige schützen? Leider wird dieses Thema immer noch gern hintenangestellt. Sehen sich Betroffene dann einer schweren Krankheit oder Ähnlichem gegenüber, ist es allerdings zu spät.

Krankenversicherung: In Deutschland inzwischen ein Muss

Selbständige befinden sich – im Vergleich zum Angestellten – in einer komfortablen Situation. Sie dürfen sich für die gesetzliche Krankenkasse oder eine PKV entscheiden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Die private Krankenversicherung:

  • bietet vertraglich fixierte Leistungen
  • deckt auf Wunsch Komfortbehandlungen ab
  • ermöglicht kurze Wartezeiten
  • erlaubt ein Mitgestalten des Beitrags.

Auf der anderen Seite ist das Kostenerstattungsprinzip – also die Vorleistung der Versicherten – und die Gefahr von Beitragsanpassung ein Nachteil. Kassenversicherte müssen auf der anderen Seite damit leben, dass die Leistungen zentral festgelegt werden und sich auf das medizinisch Notwendige beschränken. Im Gegenzug gibt´s eine beitragsfreie Familienversicherung.

Absicherung der Berufsunfähigkeit

Neben Krankheitskosten ist der Verlust der Erwerbsfähigkeit ein wichtiger Bereich, in dem Vorsorge sein muss. Versicherer bieten hierfür zwei unterschiedliche Lösungen an:

  • Berufsunfähigkeits-Policen
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung – kurz BU-Versicherung – verfolgt im Kern das Ziel, einen privaten Entgeltersatz zu realisieren. Hintergrund: Wer in Deutschland berufsunfähig wird, etwa im Rahmen einer Krankheit oder eines Unfalls, steht sehr schnell vor finanziellen Problemen.

Sofern die Einschränkungen nicht auf einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen sind, gibt es kaum Möglichkeiten staatlicher Unterstützung. Damit die BU-Versicherung ihrer Aufgabe gerecht werden kann, müssen Selbständige verschiedene Aspekte im Hinterkopf behalten. Dazu gehört beispielsweise, dass sich ein Verweisungsrecht des Versicherers im Ernstfall oft negativ auswirken kann. Ein weiterer Punkt betrifft die Frage, wie der Versicherer den Begriff Beruf im Detail definiert.

Sofern der Abschluss einer BU-Versicherung nicht in Frage kommt, bleibt nur eine Möglichkeit: Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Hier sind die Hürden für den Leistungsfall allerdings deutlich höher – was jedem Versicherten klar sein muss. Trotzdem kann sie bei Bedarf eine gute Grundabsicherung bieten.

Betriebshaftpflicht: Risiken erkennen & handeln

Selbständige müssen auf der einen Seite sich selbst schützen – und die eigene Arbeitskraft. Auf der anderen Seite sollte aber klar sein, dass auch das Unternehmen einen gewissen Schutz verdient. Wie der Schutzschirm im Detail aussieht, lässt sich in aller Regel nur anhand des Einzelfalls entscheiden.

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist aber in sehr vielen Fällen anzuraten. Letztere schützt das Unternehmen für den Fall, dass Personen- oder Sachschäden entstehen. Beispiel: Ein Kunde stürzt im Büro und macht Schadenersatz geltend. Hier greift die Betriebshaftpflichtversicherung ein. Tipp: Je nach Branche kommen Sondertarife in Frage – wie etwa die Vermögenshaftpflicht im Zusammenhang mit dem Steuerberater oder Anwalt.

In jedem Fall ist eingehend zu prüfen, welche Leistungen die Police umfasst – und wo Ausschlüsse für Überraschungen sorgen. Besonders im Rahmen mit Verstößen gegen:

  • Markenrecht
  • Urheberrecht
  • Namensrecht

kann es problematisch werden. Aber auch das Thema Datenverlust sollte an dieser Stelle nicht ausgeblendet werden.

Selbständigen ist generell zu empfehlen, sich im Hinblick auf die Absicherung der Unternehmung mit dem Risikoprofil auseinanderzusetzen. Nur so wird es möglich sein, ein Start-Up oder den Betrieb angemessen zu versichern – ohne Lücken offen zu lassen bzw. zu viel Geld auszugeben.

Hinterbliebene richtig absichern

Dieser Themenkomplex betrifft eigentlich nicht nur den Personenkreis der Selbständigen und Gründer. In jeder Familie gehört die Frage auf den Tisch, wie sich plötzliche Todesfälle finanziell auswirken.

Mit der Hinterbliebenen-/Waisenrente sorgt die Deutsche Rentenversicherung zwar für etwas Entspannung. Diese ist allerdings an Bedingungen gebunden. Gerade dort, wo Hinterbliebene finanziell abhängig sind oder Verbindlichkeiten – etwa aus dem Erwerb einer Immobilie – bestehen, ist zusätzlicher Schutz anzuraten.

Über die Risikolebensversicherung können Selbständige Lücken in diesem Zusammenhang schließen. Zu achten ist dabei auf eine optimale Gestaltung der Versicherungsleistung. Ein zu starkes Pauschalisieren kann hier schnell in Sackgassen führen. Eine fixe Versicherungssumme ist beispielsweise nicht immer optimal. Tipp: Selbständige können mit der Risikolebensversicherung nicht nur die Familie, sondern auch Geschäftspartner absichern.

Die Kapitallebensversicherung ist an dieser Stelle übrigens nicht der passende Tarif. Hier werden der Risikoschutz und ein Sparvertrag miteinander kombiniert, was heute sehr oft – auch wegen der Zinssituation – kritisch gesehen wird.

Fazit: Als Selbständiger an die Risikovorsorge denken

Selbständige lassen das Thema Versicherung und Vorsorge gern unter den Tisch fallen. Und riskieren damit am Ende, vor erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu stehen. Gerade wenn es um hohe Behandlungskosten aufgrund einer Krankheit oder gar die Berufsunfähigkeit geht, haben Versäumnisse erhebliche Auswirkungen. Wer als Unternehmer in der Vergangenheit die Prioritäten falsch gesetzt hat, bekommt dies jetzt zu spüren. Im schlimmsten Fall müssen sich Betroffene mit der Grundsicherung zufriedengeben. Selbständige sollten aber auch an ihre Hinterbliebenen denken – und wie sich diese im Fall der Fälle finanziell absichern lassen. Die Risikolebensversicherung spielt hier eine große Rolle und kann an ganz unterschiedliche Situationen angepasst werden. Wer diese Punkte beachtet, kann auch als Selbstständiger ein Leben in Sicherheit führen.

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