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So ordnen Sie ab sofort Nutzungsausfallentschädigungen betriebsprüfungssicher zu

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Versicherung
Urheber: madgooch | Fotolia

Von Günter Stein,

Stellen Sie sich vor, Ihr Geschäftswagen wird bei einem von Ihnen nicht verschuldeten Auffahrunfall beschädigt und Sie können es 5 Tage nicht nutzen. Folge: In diesem Fall können Sie gegenüber der Versicherung des Unfallverursachers den Nutzungsausfall geltend machen. Doch wie wird diese Zahlung an Sie bzw. an Ihr Unternehmen steuerlich behandelt? Mit dieser Frage hat sich der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem jetzt veröffentlichten Urteil vom 27.1.2016 beschäftigt (Az. X R 2/14).

Das Urteil ist nur auf den 1. Blick eindeutig:

Nach Auffassung des BFH sind Nutzungsausfallentschädigungen für bewegliches Betriebsvermögen stets Betriebseinnahmen. Das gilt auch dann, wenn Sie das zum Betriebsvermögen gehörende Fahrzeug auch privat nutzen.

Im Urteilsfall hatte ein Einnahmen-Überschuss-Rechner den Privatanteil eines Kfz nach der 1-%-Regel ermittelt (siehe hierzu auch Seite 7). Aufgrund eines Unfalls bei einer Privatfahrt war es zu einem Nutzungsausfall gekommen. Der Selbstständige hatte kein Ersatzauto gemietet und vom Haftpflichtversicherer des Verursachers 1.210 € erhalten. Diese Entschädigung zählt nach Auffassung des BFH als Betriebseinnahme. Denn bewegliche Wirtschaftsgüter seien auch bei gemischter Nutzung entweder Betriebs- oder Privatvermögen.

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Die Konsequenzen aus diesem Urteil

Erhalten Sie für Schäden Ersatzleistungen, richtet sich die steuerliche Zuordnung allein nach der Frage, ob Sie den Gegenstand, also hier das Fahrzeug, dem Betriebsvermögen zugeordnet haben oder nicht.

  • Gehört es zum Betriebsvermögen, zählen die Nutzungsausfallentschädigung sowie eventuelle Entschädigungen für Wertminderung etc. als Betriebseinnahmen.
  • Handelt es sich dagegen um ein privates Wirtschaftsgut, das Sie auch geschäftlich nutzen, ohne es steuerlich dem Betriebsvermögen zugeordnet zu haben, gehört die Nutzungsentschädigung allein Ihnen.
  • Bei welcher Nutzungsart (ob privat oder geschäftlich) der Schaden entstanden ist, spielt dagegen keine Rolle!

WICHTIG: Im entschiedenen Fall handelt es sich um ein sogenanntes unteilbares Wirtschaftsgut. D. h.: Es wird entweder ganz dem Betrieb oder ganz Ihnen privat zugeordnet. Es gibt auch teilbare Güter:

Beispiel: Ihre Immobilien nutzen Sie teils geschäftlich, teils privat. Brennt nun das privat genutzte Geschoss ab, ist die Versicherungsleistung keine Betriebseinnahme. Wird jedoch das gesamte Gebäude zerstört, müssen Sie die Zahlung nach den Nutzungsverhältnissen aufteilen. Damit sind Sie steuerlich wieder auf der sicheren Seite.

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