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Die Macht der amerikanischen Notenbank FED – Auswirkungen der bevorstehen Leitzinserhöhung

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Von Gerhard Schneider,

Wir wirkt sich die bevorstehende Leitzinserhöhung aus und welche Macht gewinnt die amerikanische Notenbank FED dadurch?

a. Definition Leitzins

Im Grunde ist der Leitzins jener Zinssatz, welcher von den großen Zentralbanken festgelegt wird. Die Geschäftsbanken können sich dann zu diesen Bedingungen Geld von den Nationalbanken leihen und haben im Gegenzug als Sicherheit Wertpapiere bereitzustellen. Wirtschaftslexikon.gabler.de beschreibt den Leitzins außerdem als Instrument, das die Zentralbanken nutzen, um die Stabilität innerhalb des Bankensystems zu gewährleisten. Gerade im Verlauf der Finanzkrise konnten die Notenbanken auf diese Weise neues Geld zur Verfügung stellen, was wiederum den Geschäftsbanken half, Kredite zu günstigeren Zinsen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise war es möglich, die Unternehmen trotz schwieriger Umstände zu unterstützen und die privaten Verbraucher zum Konsum zu bewegen. Die Kontrolle des Leitzinses hat demnach nicht nur Auswirkungen auf die großen, nationalen Banken, sondern ebenfalls auf das alltägliche Geschäftsleben.

b. Definition Notenbank

Diese Institutionen werden auch Zentralbanken genannt und sind jene Institute, die innerhalb ihres Landes ein staatliches Bankenmonopol besitzen. Meist sind sie aus diesem Grund gleichzeitig die Zentralbank des Staates. Dieser Link definiert die Rolle besagter Institute genauer. Demnach gehört nicht nur die Geldpolitik zu den Hauptaufgaben, sondern ebenfalls die Kontrolle über die Währungsreserven sowie die Ausgabe der Banknoten. Entsprechend ist die Preisstabilität das übergeordnete Ziel. Diese Zentralbanken sind wichtige internationale Akteure, da sie die finanzielle Kontrolle innehaben und maßgeblich Einfluss auf die Finanzwelt ausüben können. Ein wichtiger Verbund von Notenbanken ist das Federal Reserve System, das für die Vereinigten Staaten zuständig ist.

c. Deflation und Inflation – eine Erläuterung

Diese Begriffe hängen eng mit dem Wert des Geldes zusammen und werden von der Gesellschaft gefürchtet. Zu tief sitzt der Schock von strauchelnden Volkswirtschaften aufgrund massiven Geldverlustes, die zudem noch weitreichende gesellschaftliche und politische Folgen nach sich ziehen können. Doch worum handelt es sich bei den Schreckensszenarien genau?

Deflation bezeichnet den Zustand des zu sehr steigenden Geldwertes. Für Unternehmen bedeutet dies günstigere Dienstleistungen. Das führt dazu, dass in der Wirtschaft seitens der Firmen weniger Geld investiert wird, was wiederum eine rückläufige Produktion zur Folge hat. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer drastischen Abwärtsspirale, die nicht nur durch sinkende Nachfrage oder rückläufige Löhne gekennzeichnet ist, sondern ebenfalls Zahlungsprobleme sogar Insolvenzen nach sich ziehen kann.

In einem Interview mit der Deutschen Handwerkszeitung erläutert der Volkswirt Volker Hofmann die Auswirkungen der Deflation auf Kleinunternehmen:

Für kleine Betriebe hätte eine Deflation schädliche Aspekte, da die Last der Schulden weiter wächst. Betriebe müssen mehr Waren verkaufen, um ihren Schuldenberg abzuzahlen.“

Bei einer Inflation geschieht genau das Gegenteil. Das Preisniveau steigt kontinuierlich, was eine abnehmende Kaufkraft des Geldes zur Folge hat. Das kann, so auch die Hyperinflation von 1923, dazu führen, dass die Menschen Dinge nicht mehr mit Geld kaufen, sondern stattdessen ein Tauschhandel entsteht. Geldwerte spielen keine Rolle mehr, Verbraucher nutzen stattdessen Sachwerte und das Geldsystem kann zusammenbrechen. Unternehmen, die sehr kapitalintensiv sind und aus diesem Grund hohe Verbindlichkeiten haben, können im Verlauf einer Inflation Probleme bekommen, neue Kredite zu erhalten. Entsprechend sind besonders jene Betriebe gefährdet, die auf der einen Seite sehr kapitalintensiv sind andererseits jedoch über hohe Schulden klagen.

d. Fragestellung

Um diese Szenarien zu verhindern, können die großen Zentralbanken Leitzinsen senken oder erhöhen. Auf diese Weise ist einer wachsenden In- oder Deflationsrate entgegenzuwirken. Aktuell ist das Thema besonders aufgrund der Spekulationen steigender Leitzinsen seitens der FED interessant. Das hätte schließlich zur Folge, dass die Zinskonditionen bei der Kreditvergabe steigen, genauso wie jene Zinsen, die die Sparguthaben betreffen. So besteht für die FED die Möglichkeit, erheblich Einfluss auf die Sparer, die Finanzpolitik sowie die gesamte Wirtschaft auszuüben.

Um das Thema „Einfluss der FED und Auswirkungen einer Leitzinserhöhung“ ausführlich behandeln zu können, wird mit folgender Fragestellung gearbeitet:

„Welche Macht hat das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten auf die Europäische Union, die europäische Finanzwelt sowie die lokalen Unternehmen als wichtige Säule der europäischen Wirtschaftskraft?“

1. Die FED – amerikanische Machtzentrale

Eine dieser Institutionen ist die Federal Reserve (FED), die in den USA ansässig ist. Dort unterliegt sie einer Teilkontrolle durch den Kongress, der stichpunktartig deren Aktivitäten prüft. Heute steht die Bank um Präsidentin Janet Yellen besonders aufgrund der mangelnden Preisstabilität in der Kritik. Doch wie hat sich diese Bank entwickelt und welche Instrumente hat sie genau, um Inflation beziehungsweise Deflation wirkungsvoll zu kontrollieren?

Solche Fragen werden im folgenden Artikel näher dargelegt.

a. Entwicklung der amerikanischen Notenbank

Ungleich vieler anderer Nationen wurde in den USA erst vor rund 100 Jahren eine Zentralbank etabliert. Dies geht auf den Federal Reserve Act zurück, den Woodrow Wilson am 23. Dezember 1913 im Weißen Haus ratifizierte. Grund war die Finanzkrise von 1907, die durch den Zusammenbruch der Finanztrust Knickerbocker ausgelöst wurde. Initiator John Pierpont Morgan überzeugte die anderen Banken, durch das Bereitstellen von Geldern, den Markt und das System wieder zu normalisieren. Um ein erneutes, vergleichbares Szenario in Zukunft zu vermeiden, wurde schließlich die FED gegründet. Das Gesetz sah eine Teilung der USA in zwölf Bezirke vor, welchem jeweils unterschiedliche Banken zugewiesen wurden.

Gleich zu Beginn machte die neue Institution jedoch erhebliche Fehler, so etwa reagierte die Federal Reserve Bank of New York zu spät und unangemessen, als der Börsenboom der 1920er Jahre ausbrach. Grundsätzlich, so der Nobelpreisträger und Ökonom Milton Friedmann, war die FED einer der Hauptschuldigen der Weltwirtschaftskrise. Gleichzeitig prägten die Fehler jedoch nachhaltig, was etwa die umstrittene Politik des Geldmengenanstiegs seitens der FED erklärt.

b. Die Instrumente der FED

Das Federal Reserve System verfügt über einige Instrumente, um Schockmomente wie die bereits beschriebenen zukünftig zu vermeiden.

i. Kontrolle über den US-Leitzins

Das sicherlich effektivste und mächtigste Werkzeug ist die Kontrolle des Leitzinses. Die Verfügung über dieses Instrument obliegt dem Offenmarktausschuss, der sich aus sieben Board-Mitgliedern, unter anderem der FED-Bank Präsidentin, dem Chef der Zweigstelle New York sowie weiteren fünf FED-Präsidenten, die im Rotationsprinzip diesem Gremium angehören. Anhand dieses Leitzinses wird der Zinssatz festgelegt, den die restlichen Banken für die Kreditvergabe erheben können.

ii. Offenmarktgeschäfte

Dieser Handel ist sehr flexibel und wird seitens der FED auch rege genutzt. Im Grunde handelt es sich um den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an einem „offenen Markt“. Dadurch reguliert die Bank etwa das Angebot der Reserven der anderen nationalen Geldinstitute und kann somit großen Einfluss auf den Tagesgeldzinssatz der Banken nehmen. Diese werden täglich neu bestimmt. Die Bank hat hier zwei Varianten zur Auswahl. Zum einen die endgültigen Käufe und Verkäufe und zum anderen die Geschäfte, die mit einer Rückkaufsvereinbarung getätigt werden. Auf diese Weise hat die FED maßgeblich Anteil an dem Guthaben der Banken.

iii. Mindestreservebestimmungen

Dieses Instrument zwingt die Banken dazu, bei der FED eine gewisse Mindestreserve zu hinterlegen. Sie dient als geldpolitisches Instrument und soll eine Stabilisierung der Geldmarktsätze gewährleisten. Darüber hinaus geht es darum, die Liquiditätsknappheit der Banken zu vergrößern.

c. Der Unterschied zwischen FED und EZB

Abgesehen von der Geldpolitik haben beide Notenbanken unterschiedliche Aufgaben. So besteht die Kernaufgabe der Europäischen Zentralbank in der Kontrolle der Preissteigerungsrate. Diese sollte einen Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr nicht übertreffen. Deswegen hat die EZB die Möglichkeit, auf den Leitzins einzuwirken. Dies sind die Hauptaufgaben des europäischen Pendants, während die FED nicht nur für die Geldpolitik zuständig ist, sondern ebenso für die Gewährleistung einer Vollbeschäftigung. Ein Zustand, der in den Vereinigten Staaten bei einer Arbeitslosenrate zwischen 5,2 und 6,0 Prozent eintritt.

Gegenwärtig ist jedoch die Geldpolitik bezüglich des Leitzinses beider Institute unterschiedlich. Während Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, diesen ein ums andere Mal senkt, setzt Janet Yellen, so die Vermutungen Vieler, noch dieses Jahr auf eine Erhöhung. Beide Institute arbeiten folglich momentan in die entgegengesetzte Richtung. Wenn die Erhöhung seitens der FED durchgesetzt wird, dann dürften unruhige Zeiten auf die Anleger zukommen. Dies geht auf einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zurück. Eine Anhebung seitens der Amerikaner hätte zur Folge, dass viele internationale Investoren aufgrund der Unsicherheit ihre Gelder zurückziehen würden. Darüber hinaus müssten auch Schwellenländer mit erheblichen Schwankungen ihre Währungen rechnen.

2. Die US-Leitzinsentwicklung – Auswirkungen auf die Volkswirtschaft

a. Allgemeine Auswirkungen

i. Immobilien

Für die Immobilienfinanzierung könnte eine Anhebung des Leitzinses ebenfalls Auswirkungen haben. So rechnen Experten, sofern die EZB bei einer Erhöhung nachzieht, mit einem uneinheitlichen Zinstrend und einem größeren Wettbewerb unter den Banken. Verbraucher, die einen Kredit über eine bestimmte Laufzeit verhandelt haben, danach jedoch noch über eine Restschuld verfügen, sollten aus diesem Grund vermehrt das Recht der Sondertilgungen in Anspruch nehmen.

Denn während der aktuellen Niedrigzinsphase sind die Sondertilgungen besonders beliebt. Das hat zur Folge, dass der Kredit nicht nur sehr schnell abbezahlt, sondern überschüssige Gelder auf diese Weise sinnvoll investiert werden können. Diese Situation wird auch Doppeleffekt genannt. Aktuelle-bauzinsen.info geht darauf näher ein und erläutert es anhand eines Beispiels. So wirken sich die Sondertilgungen bei einem Darlehen von 100.000 Euro (bei einem Zinssatz von 2,5 % p.a. sowie einer vereinbarten Anfangstilgung von 2,00 % p.a.) durchaus positiv aus. Die Gesamtlaufzeit beläuft sich bei diesen Bedingungen auf 32,5 Jahre. Sondertilgungen in Höhe von 5% jährlich können diese jedoch erheblich verkürzen, sodass die Gesamtzinslast bereits in den ersten zehn Jahren von 22.304,68 Euro auf 16.213,56 Euro sinkt und der Kredit schneller abbezahlt ist.

Verbraucher versuchen aus diesem Grund ihre Kredite möglichst schnell zu tilgen, um bei der Anschlussfinanzierung weiterhin auf die aktuell günstigen Zinssätze zurückgreifen zu können.

ii. Kredite

Sobald sich der Leitzins der USA wieder nach oben bewegt, werden sich folglich auch die Kreditkonditionen ändern. Während die Menschen bei einem niedrigen Zinssatz dazu verleitet werden, mehr Geld zu investieren, sorgt eine Erhöhung dessen dafür, dass es wieder attraktiver wird, das Geld anzulegen. Hebt die Institution den Leitzins an, so wird auch der Zins der Kredite steigen. Geld wird also wieder teurer, die Nachfrage nach Darlehen lässt nach. So werden weniger Kredite aufgenommen, was dazu führt, dass Konjunktur sowie Preissteigerung erneut gedämpft werden.

iii. Aktien

Der sensible Aktienmarkt ist unmittelbar von einer Anhebung des Zinssatzes betroffen. So sank der Dow Jones kürzlich, nachdem die ersten Gerüchte über eine Anhebung des Leitzinses seit nunmehr sechs Jahren laut wurden. Erhöht sich der Leitzins, steigen auch die Zinsen der Sparanlagen, was die Investition in Aktien uninteressant macht. Darüber hinaus sinken gleichzeitig auch die Hoffnungen der Unternehmen, dass Geld seitens der Verbraucher investiert wird. Aus diesen Gründen sinkt die Nachfrage nach Aktien, sobald die Zentralbanken den Leitzins wieder anheben.

iv. Staatsanleihen

Anleihen, egal ob auf Staaten oder Unternehmen bezogen, sind verzinste Wertpapiere, die eine Fremdfinanzierung entweder des Staates oder des Unternehmens zur Folge haben.

Anleihenkurse verlaufen genau gegensätzlich zu den Leitzinsänderungen. So fallen deren Kurse, sobald das Niveau des Leitzinses wieder steigt. Entsprechend steigen auch für Staaten die Kosten für Kredite.

v. Unternehmensanleihen

Diese Anlageform ist bei Verbrauchern sehr beliebt, da sie mehr Rendite einbringen als Staatspapiere. Allerdings sind sie auch extrem konjunkturabhängig. So hat die Wirtschaftskrise von 2008 dafür gesorgt, dass ein Großteil der Unternehmen ihre Kreditwürdigkeit eingebüßt hat. Verbraucher sollten demnach Anleihen, die aufgrund einer veränderten Wirtschaftslage ihr Rating verlieren, skeptisch beurteilen.

vi. Währungen

Erhöhungen des Leitzinses wirkten sich auch beunruhigend auf die Währungen der Schwellenländer aus. Folglich haben die Gerüchte um die FED dazu geführt, dass Länder wie Südafrika oder Indien mit Währungsturbulenzen zu rechnen haben. Auch in der Türkei gab es dadurch Währungsschwankungen. Grund für die Unruhe ist die Entscheidung vieler Investoren, ihre Gelder aus den betroffenen Schwellenländern zurückzuziehen, da die Hoffnung auf steigende Rendite in den USA vermehrt aufkam.

vii. Goldpreis

Die jüngsten Ankündigungen Yellens über eine Erhöhung des Leitzinses haben den Goldkurs kaum beeinflusst. Nichtsdestotrotz war eine Schwankung erkennbar. Besonders bei den tatsächlichen Senkungen des europäischen Leitzinses durch die EZB waren Auswirkungen deutlich. Denn der Goldpreis stieg jedes Mal, wenn der Leitzins gesenkt wurde. Das liegt am sinkenden Realzins, der sich positiv auf den Wert des Goldes auswirkt.

3. Die US-Leitzinsentwicklung – Auswirkungen auf Europa

a. Verlauf seit der Weltwirtschaftskrise

Seit der Krise hat die FED den Leitzins kontinuierlich gesenkt. Zu Beginn lag dieser noch bei über fünf Prozent. Als Reaktion auf die Krise und um das Kaufverhalten der Verbraucher wieder zu erhöhen, senkte die Zentralbank den Zins jedoch binnen zwei Jahren radikal. Seit Ende 2008 befindet sich der US-Leitzins schließlich auf einem historischen Tief von 0,25 Prozent. Dies soll sich jedoch, so die Vermutungen einiger Beteiligter, noch im Jahre 2015 ändern. Zuvor hat die Bank über Jahre eine Politik des billigen Geldes verfolgt. Allerdings würde eine Anhebung schrittweise vonstattengehen. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) gehen daher vorsichtig von einem Zinsniveau von unter 0,875 Prozent im Jahre 2015 aus.

b. Auswirkungen auf die Europäische Union

i. Folgen für die griechische Staatsschuldenkrise

Ein Grund für die aktuellen Probleme Griechenlands liegt in der Bankenrettung, die im Laufe der Krise akut wurde. Denn auch Krisenländer haben Garantien für die Banken gegeben, was dazu führte, dass das Land selbst die Risiken der Kreditinstitute übernommen haben. Das geht aus einer Studie der Ökonomen Jakob Ejsing und Wolfgang Lemke hervor. Eine Anhebung des Leitzinses seitens der Europäischen Zentralbank würde zahlreiche Reformversuche für Griechenland unmöglich machen, denn das aktuell billige Geld dient vor allem einer Erholung der Wirtschaft in Europas Krisenländern. Entsprechend hoffen viele, dass die Europäische Zentralbank bei einer Erhöhung des US-Dollars weiterhin die günstigen Kredite anbietet.

ii. Reaktionen der EZB – der Eurokurs und die Zinsentwicklung

Während die Erhebung seitens der FED nur noch eine Frage der Zeit ist, handelt es sich bei der EZB lediglich um vage Spekulationen. Die EZB bleibt hingegen der bisherigen Linie treu und verfolgt weiterhin die Politik des niedrigen Leitzinses. Aktuell kauft die Bank immer mehr Staatsanleihen. Als Reaktion erhoffen sich die Verantwortlichen, dass die privaten Banken selbst weniger Wertpapiere kaufen und anstelle dessen das Geld in die Wirtschaft investieren. Ein Kurswechsel steht demnach vermutlich noch nicht vor der Tür.

4. Die Prognostizierbarkeit einer Leitzinsanhebung

Die Vorhersage von Leitzinsanhebungen ist jedoch meist nur bedingt möglich. Bisher haben die Experten die Zinserhöhungen der FED regelmäßig unterschätzt, sodass die Prognosen häufig nicht stimmten, beziehungsweise angepasst werden mussten. Ein Beispiel für die Fehlbarkeit der Analysten war die Anhebung im Jahre 1994, als sich diese sowohl bezüglich der eigentlichen Entwicklung als auch den damit verbundenen Auswirkungen erheblich täuschten. Reaktionen solcher unerwartet großer Veränderungen sind an den Börsenmärkten sofort spürbar. Außerdem sorgte die unerwartet deutliche Absenkung des Leitzinses im Jahre 2008 für einen abrupten Aufschwung des Euros. Es bleibt demnach abzuwarten, wie sich eine entsprechende Anhebung auf den Euro in Wirklichkeit auswirken würde. Fakt ist, dass die Anhebungen und Absenkungen der Währungen keinesfalls vorhersehbar sein können. Darüber hinaus sagen die Spekulationen meist nichts über die Höhe dieser aus.

5. Fazit

a. Beantwortung der Forschungsfrage

„Welche Macht hat das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten auf die Europäische Union, die europäische Finanzwelt sowie die lokalen Unternehmen als wichtige Säule der europäischen Wirtschaftskraft?“

Diese Frage galt es hier zu beantworten. Dies ist allerdings nicht so einfach. Falls die FED den Leitzins erhöht, so hat das durchaus Auswirkungen auf die Entwicklung. Besonders, wenn die Europäische Zentralbank nachziehen sollte. Dies kann jedoch nur schwer prognostiziert werden. Gegenwärtig hält die EZB an der Niedrigzinspolitik fest, während die FED bereits hat verkünden lassen, deren ähnliche Politik in Zukunft zu ändern. Dann ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis die Europäische Zentralbank tatsächlich nachzieht. Denn trotz aller Verlautbarungen Draghis an der Politik festzuhalten, zeigt ein Vergleich der Zinssätze, dass diese häufig zwar zeitlich versetzt, aber dennoch in gleichen Bahnen verlaufen. Eine Reaktion seitens der EZB ist also durchaus möglich. Spätestens das würde sich schließlich auf die Aktienkurse, das allgemeine Zinsniveau sowie die Wirtschaft auswirken.

b. Ausblick

Wie bereits erwähnt wurde, ist es jedoch schwierig, valide und zuverlässige Aussagen über den Verlauf zu treffen. Entsprechend ist es schwierig, die Entwicklung zu prognostizieren. Dennoch ist zumindest von einer Erhöhung seitens der FED auszugehen. Die Höhe dieser ist jedoch reinste Spekulation, weswegen hier keinerlei Aussagen getroffen werden können. Fakt ist allerdings, dass eine Anhebung durchaus Marktturbulenzen nach sich ziehen könnte. Dann stellt sich die Frage, wie schnell sich die Märkte davon erholen. Experten gehen von einer moderaten Anhebung aus, ob dies aber tatsächlich so eintreffen wird, ist keineswegs garantiert. Es gilt also abzuwarten.

 

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