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Eine eigene Existenz aufbauen und dabei Geld sparen

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Von Redaktion BWRmedia,

Wer sich selbstständig machen möchte, ob als Freiberufler oder in Form eines Kleinunternehmens, hat vor allem mit der Finanzierung zu kämpfen. Zum einen ist ein ausreichendes Startkapital notwendig, um sich überhaupt selbstständig machen zu können und zum anderen sollte die Liquidität gerade in der Startphase bestehen bleiben, um Investitionen tätigen zu können und um das Unternehmen innerhalb der ersten zwei Jahre über Wasser zu halten. Investieren und Sparen gehen nicht immer Hand in Hand, doch wer es geschickt anstellt, kann bei der Neugründung eines Unternehmens einige Kosten umgehen und senken.

Sparpotential bei den Rechtsformen

Die Unternehmergesellschaft (UG) benötigt theoretisch nur einen Euro Kapital. Der Gründer haftet in diesem Fall nicht mit seinem Privatvermögen, allerdings haftet die UG mit ihrem Gesellschaftsvermögen, also Stammkapital plus weiteres Vermögen. Die UG ist verpflichtet Rücklagen zu bilden, 25 Prozent des Jahresgewinns zurückzulegen, bis 25.000 Euro Kapital für die GmbH vorliegen. Allerdings sind auch für die Gründung einer UG Kosten für das Gründungsverfahren notwendig:

  • Gründungsbeschluss mit Gesellschaftsvertrag, notariell beurkundigt
  • Gesellschafter-Beschluss zur Bestellung des Geschäftsführers
  • Gesellschafterliste
  • Handelsregister-Anmeldung

Ein Musterprotokoll und weitere Tipps gibt gruenderszene.de.

Wer also erst einmal klein anfangen will und noch nicht über das notwendige Startkapital verfügt, kann mit einer Einpersonengesellschaft beginnen und sich langsam aber stetig der GmbH zuwenden.

Spartipps:

  • Den eigenen Pkw als Dienstwagen einsetzen: Vermögensumschichtungen entlasten die Konten
  • Bildung stiller Reserven: Sind nicht aus der Bilanz ersichtlich

Die UG ermöglicht es in ihrem Namen ein Konto bei der Bank zu eröffnen. Doch viele Konten kosten hohe Kontoführungsgebühren und werfen keine Guthabenverzinsung ab, so dass sich das Girokonto kaum noch zu lohnen scheint. Eine Option ist es, Direktbanken und Onlinebanken zu verwenden, die häufig kostenlose Girokonten und Kreditkarten anbieten. Auf der anderen Seite lassen sich laut dem Vergleichsportal verivox.de Kontoführungsgebühren absetzen, beispielsweise für betrieblich bedingte Überweisungen, die als Werbungskosten abgegolten sein können. Bei Girokonten wird ein Pauschalbetrag von 16 Euro angegeben.

Betriebsausgaben senken und absetzen

Viele technische Geräte, Möbel und der Pkw lassen sich als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Allerdings gibt es Fristen, in denen die Abschreibung je nach Höhe der Einkaufsumme überhaupt möglich ist:

 

  • 3 Jahre: Drucker, Computer, Notebook, Scanner, Bildschirm
  • 6 Jahre: Registrierkasse, PKW
  • 7 Jahre: Fernseher, Verstärker, CD-Player, Kamera
  • 8 Jahre: Teppich, EC-/Kreditkartenleser
  • 13 Jahre: Büromöbel
  • 23 Jahre: Tresor

Arbeitsmittel absetzen

Alle Wirtschaftsgüter, welche der Selbstständige und Kleinunternehmer für die Arbeit verwendet, können letztendlich abgesetzt werden. Allerdings müssen diese Gegenstände mindestens zu 90 Prozent betrieblich genutzt werden. Verbrauchsmaterialien wie Papier oder Tinte können sofort abgesetzt werden. Güter bis zu 150 Euro Wert können sofort abgesetzt werden, bis 1000 Euro netto über fünf Jahre oder über die Jahre der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Beratung

Wer für sein Unternehmen diverse Beratungen erhält, kann die pauschale Honorare in der Steuererklärung angeben, wie Beratungen zu Steuerbelangen oder Rechtsanwälten. Bei Notarterminen, die einen Kaufvertrag für ein Objekt beinhalten, müssen die Kosten zum Kaufpreis gerechnet und über die Arbeitsmittel abgesetzt werden.

Büromöbel und Zusätze

Neue Anschaffungen sind besonders am Anfang mit hohen Investitionskosten verbunden. Doch als Selbstständiger sind zahlreiche Ausstattungen von der Steuer absetzbar. So können auch häusliche Arbeitszimmer dazu zählen, deren Einrichtung vollständig von den Betriebsausgaben abgesetzt werden können. Dazu zählen auch Tapeten, Teppiche und Schreibtische.

Ein Computer ist ebenso abzusetzen, denn ohne ihn können die meisten Selbstständigen nicht arbeiten. Computer und Hardware sind über drei Jahre abzuschreiben. Kommt es zu einem Defekt eines Teils der gesamten Computeranlage, kann der Restwert sofort gewinnmindernd abgebucht werden. Allerdings müssen die Kleinunternehmer und Selbstständigen nachweisen, dass sie den Computer zu 90 Prozent betrieblich nutzen. Besonders im Homeoffice kann es zu Schwierigkeiten mit dem Finanzamt kommen, da bei einem einzigen PC eine 50-prozentige private Nutzung vorausgesetzt wird. Tipps für das erfolgreiche Arbeiten im Homeoffice gibt wiwo.de.

Als Nachweis gilt oft bereits die Art der Tätigkeit (Journalist, Musiker, etc) oder die Bestätigung, dass kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dies ist beispielsweise auch mit einem Regal möglich, das aus dem privaten Zimmer stammt und nun als Regal für Fachliteratur genutzt wird. Die Fachliteratur kann ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie einen direkten Bezug zu der Tätigkeit besitzen. Tageszeitungen und Magazine sind hingegen keine Fachliteratur.

Wer seinen Laptop unter erschwerten Bedingungen nutzt, beispielsweise im Außendienst und mindestens alle zwei Jahre ein neues Gerät benötigt, kann in der Steuererklärung auf eine kürzere Abschreibungsdauer bestehen, um finanziell nicht in Notlagen zu geraten.

Das Arbeitszimmer absetzen

Im Homeoffice gibt es nicht immer eindeutige Regelungen, wann das Arbeitszimmer als solches gilt. Im Idealfall besteht ein getrennter Raum zum Wohn-, Ess- und Schlafzimmer, so dass eine eindeutige Zuordnung erfolgen kann. Abgeschrieben werden anteilig an der Fläche des Arbeitszimmers zur gesamten Wohnfläche, beispielsweise 20 Prozent bei einer Gesamtfläche von 100 Quadratmetern und 20 Quadratmetern Fläche des Arbeitszimmers. Bis zu 1250 Euro können geltend gemacht werden, wenn die betriebliche Nutzung mehr als 50 Prozent beträgt und kein anderer Arbeitsplatz vorliegt. Dies gilt auch, wenn es keinen separaten Raum gibt, allerdings sind viele Fälle individuell zu betrachten. Kosten, die anteilig geltend gemacht werden können:

  • Miete
  • Schuldzinsen für Kredite zur Anschaffung oder Instandhaltung
  • Wasser- und Energiekosten
  • Renovierung
  • Reinigung
  • Grundbesitzabgaben wie Grundsteuer, Müllabfuhrgebühren, etc.

Eine Möglichkeit ist es ebenfalls, ein Shared Office einzurichten, in welchem Freiberufler und Selbstständige die Kosten für die Miete und den Unterhalt des Büros miteinander teilen. Je nach Auftragslage sind einige Mitarbeiter für ein bis drei Tage im Büro, andere benötigen oftmals nur einen separaten Besprechungsraum. Viele solcher Büros sind bereits klimaneutral eingerichtet und die entstehenden Kosten minimieren sich durch effektives Klimamanagement. Coworking.de zeigt, in welchen Städten es Möglichkeiten gibt, ein Büro zu teilen oder anteilig zu nutzen.

Spartipps für Büro, Haus und Wohnung

Da viele Abgaben steuerlich absetzbar sind, kümmern sich einige Kleinunternehmer selten um die Reduzierung der Kosten, obwohl einiges an Einsparpotential vorhanden ist. So ist ein Wechsel des Stromanbieters in vielen Fällen sinnvoll, denn die Anbieter locken mit günstigen Tarifen für Neukunden. Dazu sollten gerade im Homeoffice und im Büro die Stromfresser von Anfang an ausgemerzt werden. Wer sich moderne Geräte besorgt, kann diese nicht nur von der Steuer absetzen, sie verbrauchen in der Regel deutlich weniger Strom und verursachen so geringere Kosten.

Computer

Viele Computer besitzen ähnliche Energieverbrauchsanzeigen wie Wasch- oder Spülmaschinen und Kühlschränke. Hilfreich ist die Aufrüstung auf zwei Prozessoren und einer separaten Grafikkarte, die deutlich weniger Strom verbrauchen, als Onboardlösungen oder nur ein Prozessor. Bei Kauf einer neuen Grafikkarte ist auf die Thermal Design Power TDP zu achten, denn diese zeigt an, wie viel Energie in Form von Wärme verloren geht. Der Stromverbrauch der Netzteile ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, deshalb hilft das Prüfsiegel der Initiative 80 Plus dabei, gute Netzteile zu entdecken. Je nachdem ob ein Netzteil bei 20, 50 oder 100 Prozent Last einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent erhält, ist die Auszeichnung in Bronze, Silber, Gold oder Platinum zu erreichen. Details zu dem Verfahren und genauen Berechnungen erläutert pcgameshardware.de.

Heizungs und Beleuchtungsenergie einsparen

Ein großer Teil der Energie geht über die Wärmekontrolle verloren. Wer sich programmierbare Thermostate besorgt, kann unterschiedliche Rhythmen einstellen, um beispielsweise auch nachts angenehme Temperaturen zu erhalten, wenn ein dringender Auftrag ansteht oder sich spontan in der Belegung etwas ändert. Energiesparlampen sind heutzutage sinnvoll, um den Stromverbrauch zu reduzieren und wer seinen Arbeitsplatz effektiv ausleuchtet, ist darüber hinaus noch deutlich produktiver.

Social Startups

Wer nicht nur Geld sparen, sondern zusätzlich etwas Gutes tun will, kann sein Büro effektiv und nachhaltig einrichten. Viele Social Startups verwenden gebrauchte Büroeinrichtungen, die ebenfalls von der Steuer abzusetzen sind, aber keine hohen Anschaffungskosten darstellen. Es sind oft Kleinigkeiten, die sich jedoch über die Monate summieren können, wie das Abschalten elektrischer Geräte bei Nichtbenutzung, anstatt den Standby-Modus auszuwählen oder ein Verzicht auf künstliches Licht, indem das Büro mit großen Fenstern versehen wird. Ein papierloses Büro ist immer mehr möglich, schließlich müssen nur wichtige Dokumente in Schriftform vorliegen. Notizen, Abstracts, erste Entwürfe von Ideen können beispielsweise auf Whiteboards oder Tablets entstehen und untereinander ausgetauscht werden.

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