Gratis-Download

Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

Jetzt downloaden

Existenzgründung: Machen Sie gleich mal den Scheinselbstständigkeits-Check

0 Beurteilungen

Von Midia Nuri,

Wenn Sie als Scheinselbstständiger eingestuft werden und Ihrem Auftraggeber Umsatzsteuer in Rechnung gestellt haben, die Ihr Auftraggeber als Vorsteuer geltend gemacht hat, müssen Sie die Beträge zurückerstatten. Und bei längerer Zusammenarbeit kommen dabei durchaus leicht Beträge im 4- oder gar 5-stelligen Bereich zusammen.

 

Tipp: Allerdings ist das letztlich ein Scheinproblem, wendet Dr. Martin Hensche, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht von der Kanzlei Hensche Rechtsanwälte, in seinem Handbuch Arbeitsrecht ein. „Denn würde der Scheinselbständige seinem Arbeitgeber die zu Unrecht vereinnahmte Umsatzsteuer erstatten, müsste er sie postwendend an das Finanzamt weiterleiten, da er sie ja zu Unrecht als Vorsteuer geltend gemacht hat. Letztlich müsste dann aber auch das Finanzamt die Umsatzsteuer dem Scheinselbständigen wohl wieder erstatten, da es ja zuviel Steuern erhalten hat.“

Kein großes Problem also. Das lauert woanders.

Das blüht Ihnen im Fall der Scheinselbstständigkeit

Dennoch sollten Sie als Existenzgründer mit nur einem regelmäßigen Kunden Ihre Tätigkeit einmal genau unter die Lupe nehmen. Und auch wenn Sie in Ihrem Unternehmen mit freien Mitarbeitern zusammenarbeiten, sollten Sie besser prüfen, ob diese tatsächlich selbstständig tätig sind.

Stuft nämlich die dafür zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Hauptzollämter eine Tätigkeit als Scheinselbstständigkeit ein, drohen sowohl dem Auftraggeber wie auch dem Scheinselbstständigen selbst Nachzahlungen in die Sozialversicherung.

So gehen Sie beim Scheinselbstständigkeits-Check vor

Eine Reihe von Anhaltspunkten sprechen dafür, dass ein freier Mitarbeiter als Scheinselbstständiger eingeordnet werden muss.

 

Schnell-Check: Drohen Zahlungen wegen Scheinselbstständigkeit?

  1. Sie können Ihre Arbeitszeit frei bestimmen.
  2. Sie sind nicht in Dienstpläne des Auftraggebers einbezogen.
  3. Sie sind nicht zur Zeiterfassung verpflichtet.
  4. Sie haben beim Finanzamt einen eigenen Betrieb angemeldet.
  5. Bei gewerblicher Tätigkeit: Sie betreiben ein eigenes, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder auch der Handwerkskammer (HWK) registriertes Unternehmen.
  6. Sie dürfen auch für andere Auftraggeber tätig werden.
  7. Mit Ihrem Businessplan streben Sie die Zusammenarbeit mit mehreren Auftraggebern an.
  8. Ihnen bleiben genügend freie Kapazitäten, um auch für andere Auftraggeber tätig zu werden.
  9. Sie können Aufträge ablehnen.
  10. Sie werben für Ihre Tätigkeit (Zeitungen, Internetseite, Klingelschild, Branchenverzeichnis, Visitenkarte).
  11. Sie treten in eigenem Namen auf, nicht in dem des Auftraggebers.
  12. Sie haben keinen eigenen Arbeitsplatz in der Firma des Auftraggebers.
  13. Sie können Ihre Leistung im Wesentlichen unabhängig von Arbeitnehmern des Auftraggebers erbringen.
  14. Sie schulden dem Auftraggeber den Arbeitserfolg, nicht Ihre Arbeitskraft.
  15. Sie erhalten keine detaillierten Hinweise zur Durchführung Ihrer Arbeit.
  16. Nur das Arbeitsergebnis wird kontrolliert.
  17. Sie benutzen eigenes Arbeitsmaterial und eigene Maschinen.
  18. Sie beschäftigen eigene Arbeitnehmer zu mehr als 400 € pro Monat.
  19. Sie erhalten eine tätigkeits-/projektbezogene Vergütung.
  20. Die Vergütung wird unregelmäßig und in unterschiedlicher Höhe gezahlt.
  21. Sie erhalten keine Vergütung bei Krankheit und Urlaub.
  22. Sie können Ihren Urlaub frei bestimmen.

So werten Sie den Schnellcheck aus:

Jedes „Ja“ spricht für Ihre Selbstständigkeit, jedes „Nein“ spricht dagegen.
Sie sollten deutlich mehr als die Hälfte der Punkte klar mit „Ja“ beantworten können.

Tipp: Ist das nicht der Fall, sollten Sie Ihre Tätigkeit und Ihre Vereinbarung mit dem Kunden entsprechend anpassen.

So gehen Sie auf Nummer sicher

Beantragen Sie, eine Statusfeststellung bei der Deutschen Rentenversicherung in Berlin. Die Rentenversicherung bescheinigt dann, ob es sich tatsächlich um eine selbstständige oder um eine scheinselbstständige Tätigkeit handelt. Und auf diese Auskunft können Sie sich verlassen.

Kleinunternehmer und Selbstständige aktuell

Erfolgserprobte Praxis-Tipps für Menschen wie Sie: Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler. Für Menschen, die hart arbeiten und schnelle, sofort anwendbare Tipps brauchen, um jeden Monat bares Geld zu sparen – um den Lohn für die eigene Arbeit zu sichern.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
26 Beurteilungen
58 Beurteilungen
8 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Mehr Geld – mehr Kunden – mehr Sicherheit für Ihr Unternehmen

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Schutz und Sicherheit für Sie als Geschäftsführer und Ihre GmbH

Mehr Fokus. Mehr Zeit. Mehr Ich.

Mit einfachen Maßnahmen zu nachhaltigem Unternehmenserfolg