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Horizonterweiterung 2014 mit Finanzamtshilfe: Dieser Fall zeigt, worauf es ankommt

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Von Gerhard Schneider,

Ein angehender Selbstständiger hatte die Kosten für ein Seminar „Meditativer Tanz“ steuerlich geltend gemacht. Sein Argument: Er wollte sich mit einem ähnlichen Angebot selbstständig machen. Die Seminarkosten seien deshalb vorweggenommene Betriebsausgaben. Doch sein Finanzamt und die Finanzrichter machten ihm einen Strich durch die Rechnung: Das Seminar sei Privatsache. Der Mann hätte nicht glaubhaft machen können, dass er mit dem geplanten Seminarangebot selbst hätte jemals Gewinne erzielen können (Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26.8.2013, Az. 1 K 2278/12).

 

Kosten der betrieblichen Fortbildung sind nach § 4 Abs. 4 Einkommensteuergesetz (EStG) in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig. Das gilt unabhängig von der Art und Weise der Fortbildung. Dabei kann es sich z. B. um den Besuch ei­ner Messe, eines Kongresses, eines Seminars oder eines Lehrgangs handeln. Beispiele für solche unbeschränkt absetzbaren Fortbildungen sind:

  • Ein Unternehmensberater besucht ein Seminar zum Unternehmensrecht.
  • Ein IT-Trainer lernt Business-Englisch.

Betrifft eine betriebliche Fortbildung nicht Ihre jetzigen, sondern künftigen Tätigkeiten, mit denen Sie Einkünfte erzielen wollen, können Sie Ihre Aufwendungen hierfür als vorweggenommene betriebliche Fortbildungskosten absetzen. Das muss jedoch glaubhaft sein. Wie das aktuelle Eingangsbeispiel zeigt, schauen die Beamten hier genau hin. Bessere Chancen auf Anerkennung des Seminars hätte der Mann aus dem Fall beispielsweise dann gehabt, wenn er einen nachvollziehbaren Business-Plan zur eigenen Veranstaltung von Tanzseminaren hätte vorlegen können.

Teilweise absetzbar: Berufsausbildung und Studium

Ihre Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium außerhalb eines Dienst­verhältnisses sind keine Betriebsausgaben oder Werbungskosten (§ 12 Nr. 5 EStG). Sie können nur bis zur Höhe von 4.000 € pro Kalenderjahr als Sonderausgaben abgesetzt werden (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG). Beispiel:

  • Ein Webdesigner hat sich nach dem Abitur ohne eine Ausbildung selbstständig gemacht. Er beginnt nebenbei ein Fernstudium. Die Kosten dafür kann er bis zur Höhe von 4.000 € pro Jahr als Sonderausgaben absetzen.

 

 

Nicht absetzbar: private Fortbildung

An den Kosten einer privat veranlassten Fortbildung können Sie den Fiskus nicht beteiligen. Maßnahmen, die keinen engen Bezug zu Ihrer jetzigen oder späteren beruflichen oder betrieblichen Betätigung haben, sind also Ihr Privatvergnügen und nicht als Betriebsausga­ben absetzbar. Das betrifft alle Fortbildungen, die Ihrer Allgemeinbildung oder Persönlichkeitsentwicklung dienen (z. B. kulturelle Veranstaltungen, Bildungsreisen, Sprachkurse ohne berufliche Nutzung der Sprache etc.).
Ob eine Fortbildung privat oder betrieblich veranlasst ist, prüft das Finanzamt zunächst anhand der Bezeichnung. Wollen Sie Ihre Kosten absetzen, sollte der Titel so formuliert sein, dass ein klarer Zusammenhang mit Ihrer betrieblichen Tätigkeit erkennbar ist. Verlangen Sie, dass der Anbieter das in der Rechnung deutlich zum Ausdruck bringt.
Beispiel:

  • „Rhetorik-Kurs“ = gefährlich, möglicherweise nicht absetzbar
  • „Rhetorik für geschäftliche Verhandlungen in der IT-Branche“ = leichter absetzbar, da Bezug zur Selbstständigkeit und zur Branche existiert.

 

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