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Neues zur Betriebsausflugs-Falle

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Steuern Betriebsausflug

Von Gerhard Schneider,

Wenn auch Sie jetzt im Sommer einen Betriebsausflug oder ein Fest für Ihre Mitarbeiter planen, dann können Sie schnell in eine ärgerliche Steuerfalle tappen, wenn Sie bei den Kosten nicht genau hinschauen.

Aber es gibt ein neues Urteil dazu, das Sie kennen sollten! Schauen Sie sich zunächst an, worum es geht:

Aufwendungen für den Betriebsausflug von max. 110 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei

Ihre Aufwendungen für den Betriebsausflug (oder jede andere Betriebsveranstaltung) dürfen insgesamt nicht mehr als 110 € brutto (also inkl. Umsatzsteuer) pro Mitarbeiter betragen. Nur dann bleiben die Leistungen lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei (R 72 Abs. 4 LStR). Das heißt, so lange Ihre Ausgaben für

  • Speisen und Getränke,
  • Fahrtkosten,
  • Übernachtungskosten bei mehrtägigen Veranstaltungen,
  • Eintrittskarten für Veranstaltungen,
  • kleinere Geschenke ohne bleibenden Wert,
  • Musik, Raummiete, künstlerische Darbietungen etc.

in ihrer Summe unter der Grenze von 110 € pro Mitarbeiter bleiben, ist alles gut. Rutschen die Ausgaben aber über 110 €, wird nicht allein der übersteigende Anteil abgabenpflichtig, sondern die gesamte Summe!

Bei Überschreiten wird der Betriebsausflug komplett steuerpflichtig

Überschreiten Sie diese Grenze um nur einen einzigen Euro, werden die gesamten Ausgaben plötzlich steuer- und abgabenpflichtig. Mit einem Schlag wird die Veranstaltung dann erheblich teurer.

Wichtig dabei: Die Grenze wird pro Mitarbeiter gerechnet. Beispiel: Sie veranstalten einen Betriebsausflug für Ihre 5 Mitarbeiter, die jeweils ihren Lebenspartner mitnehmen – also für insgesamt 10 Teilnehmer. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 700 € – macht pro Teilnehmer 70 €. Vorsicht! Trotzdem ist die Grenze überschritten! Denn die Gesamtkosten dürfen nur pro teilnehmenden Mitarbeiter gerechnet werden. Das ergibt bei 5 Mitarbeitern jeweils 140 € – Steuern und Sozialabgaben werden fällig!

Was tun, wenn am Betriebsausflug weniger Mitarbeiter teilnehmen?

Aber was passiert, wenn Sie brav die Grenze im Auge behalten haben, Sie sie aber trotzdem überschreiten, weil weniger Mitarbeiter teilnehmen als Sie kalkuliert haben?

Beispiel: Sie veranstalten wie schon im Beispiel oben einen Betriebsausflug für Ihre 5 Mitarbeiter mit Lebenspartner – also für insgesamt 10 Teilnehmer. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 500 € – macht pro Mitarbeiter 100 €. Nun wird aber plötzlich ein Mitarbeiter krank und kann nicht teilnehmen. Dann rutschen die Kosten plötzlich über die Grenze: 125 € pro Mitarbeiter. Müssen Sie nun auch noch Steuern und Sozialabgaben zahlen?

Die beruhigende Antwort hat das Finanzgericht Düsseldorf in einem jetzt veröffentlichten Urteil (vom 17.1.2011, Az. 11 K 908/10 L) gegeben: Sie können bei der Berechnung der Kosten pro Mitarbeiter die Gesamtkosten um den überzähligen Anteil kürzen, den Sie für die Mitarbeiter aufgewendet haben, die dann unerwarteterweise doch nicht teilgenommen haben. So bleiben Sie unter der Grenze!

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