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Wie Sie jetzt bei der Kilometerpauschale sparen

 

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Bisher konnten Sie bei der Entfernungspauschale fast immer nur den kürzesten Weg Steuer mindernd ansetzen – und zwar: 0,30 € für jeden vollen Kilometer der einfachen Entfernung pro Tag, an dem Sie in den Betrieb gefahren sind.

 

Haben Sie einen anderen als den kürzesten Weg gewählt, z.B. um Staus während der Hauptverkehrszeiten zu umfahren, und dann folgerichtig auch die höhere Kilometerzahl bei der Entfernungspauschale angesetzt, mussten Sie mit dem Widerstand des Finanzamts rechnen. Eine längere Alternativstrecke wurde bisher nur dann anerkannt, wenn sie mindestens 20 Minuten Zeitersparnis gebracht hat – in seltenen Ausnahmefällen also. Und Sie konnten sich darauf verlassen, dass die Beamten Ihre Angaben mithilfe eines Routenplaners überprüfen.
Nach 2 jetzt veröffentlichten Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) müssen die Finanzämter mit der kleinlichen Minutenzählerei aufhören und auch längere Strecken bei der Entfernungspauschale anerkennen, wenn sie verkehrsgünstiger sind (BFH, Urteile vom 16.11.2011, Az. VI R 19/11 und Az. VI R 46/10).

Das ist jetzt möglich

Beispiel: Ihr Büro liegt auf der kürzesten Strecke 15 km von Ihrer Wohnung entfernt. Diese Strecke führt jedoch durch ein Wohngebiet mit Fußgänger-Ampeln und Tempo-30-Zonen. Deshalb wählen Sie lieber eine Route über die Umgehungsstraße, die zwar 5 km länger ist, dafür aber ein flüssiges Durchkommen ermöglicht und schneller ans Ziel führt.

 

Bisher konnten Sie lediglich die 15 km bei der Entfernungspauschale ansetzen. Nach den BFH-Urteilen ist es jetzt möglich, die längere Strecke anzusetzen, weil sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist. Die Zeitersparnis muss dabei nicht 20 Minuten betragen. Wie viel Ersparnis Ihnen das bringen kann, zeigt die Beispielrechnung unten.

So funktioniert die Entfernungspauschale

Die steuerliche Auswirkung der Pendlerpauschale zu berechnen ist – wie im deutschen Steuerrecht beinahe üblich – etwas kompliziert. Sie gehen dabei in 2 Schritten vor:
1. Schritt: Sie rechnen in Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung den Kostenanteil aus, der auf die Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte entfällt. Das tun Sie, weil Sie diesen Anteil nicht als Betriebsausgabe ansetzen dürfen, wenn Sie die Pendlerpauschale geltend machen.
2. Schritt: Sie machen die Entfernungspauschale wie eine Betriebsausgabe geltend.
Beispiel: Ihr Betrieb ist 20 km von Ihrer Wohnung entfernt. Sie haben ihn an 230 Tagen pro Jahr aufgesucht.

  • Variante 1: Sie berechnen Ihre Privatnutzung nach der 1-%-Methode. Dann kürzen Sie Ihren Betriebsausgabenabzug nach folgender Formel: Brutto-Listenneupreis Ihres Geschäftswagens × 0,03 % × 12 Monate × Entfernungskilometer. Dann setzen Sie Ihre Pendlerpauschale als Ausgabe an.
  • Variante 2: Berechnen Sie Ihren auch privat genutzten Firmenwagen per Fahrtenbuch oder vereinfachten Nachweis, errechnen Sie den Anteil der Kilometer, die auf die Strecke Wohnung?–?Betrieb entfallen, an den Gesamtkilometern. Ihren Betriebsausgabenabzug kürzem Sie dann um diesen Anteil an Ihren Jahreskosten für den Geschäftswagen (Abschreibung, Benzin, Öl, Reparaturen etc.). Dann setzen Sie Ihre Pendlerpauschale als Ausgabe an.

 

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