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Rechtschutz für Geschäftsführer

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Urheber: pixabay.com © Jan-Mallander (CC0 Public Domain)

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Vermutlich tragen die Medien einen großen Teil der Verantwortung dafür, dass eine Rechtsschutzversicherung in erster Linie den Streitwütigen zugedacht wird. Im Privatbereich hat jedoch längst ein Gedankenwechsel stattgefunden.

Laut einer Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirschaft sollen finanzielle Gründe kein Ausschlusskriterium für einen adäquaten Versicherungsschutz im Streitfall sein. Und in der Wirtschaft? Für Gewerbetreibende, Freiberufler und Existenzgründer ist eine Rechtsschutzversicherung ein klares Must-have. Welche Optionen und Varianten es gibt, soll Thema dieses Beitrags sein.

Diese Rechtsschutzvarianten gibt es

Wer die Suche nach einer geeigneten Rechtsschutzversicherung aufnimmt, wird schnell zwei unterschiedliche Varianten finden:

  1. Den Firmenrechtsschutz. Diese Versicherung kommt bei allen juristischen Angelegenheiten auf, die in direktem Bezug zur Firma oder zur selbstständigen Tätigkeit stehen. Das heißt, die Versicherung springt ein bei Rechtsstreitigkeiten mit Behörden, Arbeitnehmern und dem Finanzamt. Sie wiegelt Schadenersatzforderungen ab, kümmert sich um Verstöße von Datenschutzrichtlinien, Vertragsbrüche und Missachtungen von Sicherheitsvorschriften. Beglichen werden Anwalts-, Verfahrens- und Prozesskosten, aber auch die Investitionen, die für Zeugen und Sachverständige anfallen. Besonders interessant bei dieser Versicherungsvariante ist: Der Firmenrechtsschutz kann für Freiberufler auch den Privatbereich abdecken, nicht aber umgekehrt die private Rechtschutzversicherung den geschäftlichen.
  2. Den Manager-/Geschäftsführer-Rechsschutz. Für welche Zielgruppe eben diese Sonderform gedacht ist, zeigt sich mit Blick auf den Titel: für Manager und Geschäftsführer. Damit sind all diejenigen gemeint, die weitreichende Entscheidungen treffen können – und diese auch in die falsche Richtung gehen könnten. Dieser Rechtsschutz tritt etwa ein, wenn wegen angeblicher Fehlentscheidungen prozessiert wird. Möglich ist auch, mit dieser personenbezogenen Versicherung einzelne Mitarbeiter abzusichern. In diesem Zusammenhang ist es nötig, die Versicherungspolice im Vorfeld genau zu prüfen. 

Leistungsportfolio vergleichen

Da jede Versicherung selbst die Konditionen und Leistungen für eine Rechtsschutzversicherung zusammenstrickt, ist es wichtig und nötig, die Details vor Vertragsabschluss zu vergleichen. Häufig wird auch das sogenannte Baukastenprinzip angeboten, das es ermöglicht – je nachdem welche Schadensfälle und Streitigkeiten anfallen könnten – einzelne Leistungsbausteine zu nutzen und andere wegzulassen. Die Auswahl ist dabei groß und kann unter anderem diese Bausteine umfassen:

  • Arbeitsrechtsschutz
  • Datenrechtsschutz
  • Disziplinarrechtsschutz
  • Ordnungswidrigenkeitenrechtsschutz
  • Schadenersatzrechtsschutz
  • Sozialgerichtsrechtsschutz
  • Steuerrechtsschutz
  • Strafrechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Vertragsrechtsschutz
  • Verwaltungsrechtsschutz 

Entscheidend für die Auswahl eines Versicherers sollten die Kosten, die Leistungsbausteine und etwaige Serviceleistungen sein. So bieten einige Versicherungen sogar das Forderungsmanagement als Dienstleistung mit an. Direkte Auswirkungen auf den Preis hat vor allem die Größe des Unternehmens (die Anzahl der Mitarbeiter) und ggf. eine vereinbarte Selbstbeteiligung.

Klassiker vs. Sonderfall

Es scheint auf den ersten Blick fast so, als wäre die Unterscheidung in Firmenrechtsschutz und Geschäftsführerrechtsschutz eine entweder-oder-Unterscheidung zwischen Klassiker und Sonderfall. Das muss allerdings nicht immer die sinnvollste Lösung sein. So gibt es beispielsweise auch die Option, beide Varianten zu kombinieren und die Leistungsbausteine so aufeinander abzustimmen, dass Geschäftsführer und Mitarbeiter bestmöglichst abgesichert sind.

Neben das Leistungsportfolio der bereits vorgestellten Firmenrechtsschutzversicherung reihen sich diese speziellen Inhalte aus der Manager/Geschäftsführer-Versicherung:

  • Spezial-Straf-Rechtsschutz. Dieser Versicherungsbaustein ist für Führungskräfte, Aufsichtsorgane und Betriebsangehörige möglich. Steht der Vorwurf des Vorsatzes im Raum, übernimmt die Versicherung die Kosten für die Verteidigung, einen spezialisierten Anwalt sowie die nötige Öffentlichkeitsarbeit zum Schutz bzw. zur Wiederherstellung der Reputation.
  • Vermögensschaden-Rechtsschutz. Dieser Versicherungsbaustein ist für Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats, des Beirats sowie für Prokuristen möglich. Um den Vorwurf von Fehlentscheidungen (und der damit verbundenen Haftung mit dem Privatvermögen) entkräften zu können, übernimmt die Versicherung die Vergütung des Anwalts, die Kosten für das Verfahren und das Gutachten für etwaige Sachverständige. 

Und auch wenn die Versicherung nach Geschäftsführern und Managern benannt wurde, zeigt doch die Auflistung, dass bereits Prokuristen sowie Vorstands- und Beiratsmitglieder gut daran tun, sich selbst, ihre Reputation und ihr Privatvermögen abzusichern.

Warum eben diese Sonderform der Versicherung für Geschäftsführer besonders wichtig ist und auch eine klare Abgrenzung zum Arbeits-Rechtsschutz in einer privaten Rechtsschutzversicherung darstellt, zeigt sich mit Blick auf diese Tatsache: Kommt es zur Auseinandersetzung über den Anstellungsvertrag, deckt der Arbeits-Rechtsschutz eben diese Auseinandersetzungen nicht ab.

Exkurs: Welche Rolle spielt die Betriebshaftpflichtversicherung?

Grundsätzlich haftet ein Unternehmen ebenso wie ein Freiberufler für die Schäden, die aufgrund seiner Tätigkeit Personen oder Sachen entstehen. Das Problem, das viele nicht kennen, ist die Tatsache, dass ein Unternehmer durchaus auch mit seinem Privatvermögen haften kann. So ist die Betriebshaftpflichtversicherung für all diejenigen sinnvoll, die Sach-, Vermögens- und Personenschaden verursachen können.

Unternehmer sollten sich nicht etwa zwischen der Rechtsschutz- und der Betriebshaftpflichtversicherung entscheiden, sondern sollten beide Optionen kombinieren. Das hat den Vorteil, nicht nur in der juristischen Auseinandersetzung abgesichert zu sein, sondern auch für den Fall, dass Schadensersatzansprüche beglichen werden müssen. Einen begrenzten Branchenschlüssel gibt es längst nicht mehr, denn sowohl die Kosmetikerin, als auch die Journalistin oder der Ofenbauer können gleichermaßen Schäden zufügen.

Welche weiteren Versicherungsoptionen es gibt, verrät eine kurze und übersichtliche Zusammenstellung.

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