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Ein weihnachtliches Knigge-Märchen

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Tischsitten und Knigge-Märchen

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

der Blick auf den Kalender lässt keinen Zweifel daran: Morgen ist Heiligabend. Und wie fast jedes Jahr ist mir die Zeit bis zu diesem Fest wieder einmal viel zu schnell vergangen. Bestimmt kennen Sie das ja, liebe Leserin, lieber Leser?

 

 

Wenn mir jemand die Möglichkeit gäbe, Weihnachten noch ein klein wenig nach hinten zu verschieben, dann würde ich diese gerne nutzen, um mit etwas weniger Hektik alles zu erledigen, was noch ansteht: wie vor den Feiertagen noch schnell zwei Aufträge abschließen, die Geschenke einpacken, den Baum schmücken, alles für den Punsch besorgen, mich ans Telefon setzen und noch einigen lieben Menschen "Frohe Weihnachten!" wünschen ...

Für morgen Vormittag steht zum Beispiel auf meiner Liste: die bestellte Gans abholen. Und am besten mache ich das gleich so früh wie möglich. Schließlich ist Gans nicht nur in unserer Familie ein traditionelles Weihnachtsgericht. Und da ist in dem Laden, in dem wir unser Geflügel bestellen, garantiert eine Menge los.

Aber die Gans gehört bei uns am ersten Weihnachtsfeiertag einfach dazu: mit Kartoffelknödeln und Rotkohl - oder wie wir in Bayern sagen: mit "Blaukraut"... hhmmm, einfach herrlich!

Und bei dieser leckeren Vorstellung ist mir auch das heutige Thema eingefallen: Tischsitten und Knigge-Märchen. Und insbesondere die Frage, ob diese Behauptung stimmt:

 

 
 

Alles, was fliegt, darf man mit den Fingern essen?

Bei dieser Behauptung handelt es sich um ein weit verbreitetes Knigge-Märchen, denn:

Das einzige klassische Geflügel-Fingergericht ist die Wachtel. Diesen kleinen Vogel mit Messer und Gabel zu essen, wäre ein sehr schwieriges Unterfangen. Stattdessen bekommen Sie im Restaurant dazu eine Fingerschale mit lauwarmem Wasser und einer Zitronenscheibe gereicht, mit der Sie sich nach dem Essen die Finger säubern können.

Weitere Gerichte, denen Sie im Restaurant mit den Fingern zu Leibe rücken dürfen, sind:

  • Gemüse: Artischocken
  • Fleisch: Spareribs
  • Meerestiere: Muscheln, Krabben, Garnelen, Austern (sofern nicht überbacken). Vorsicht bei Langusten und Hummer: Beine und Scheren werden mit den Fingern gelöst, der Schwanz wird nach Aufbrechen des Panzers mit normalem Besteck verzehrt.

Ausnahme: In Fastfood-Restaurants gehören auch Hähnchenflügel und Hähnchenschenkel zum Fingerfood.

 

Bei einer Gans, die gut zubereitet sehr schmackhaft, wenn auch sehr fett ist, würde wohl ohnehin niemand auf die Idee kommen, sie in einem Restaurant mit den Fingern zu essen.

Und in diesem Zusammenhang, liebe Leserin, lieber Leser, fällt mir gleich noch etwas ein: Ich muss ja auch noch unser Familien-Silber putzen! Dieses wunderschöne alte Besteck gehört bei uns an Weihnachten ebenfalls zur Tradition.

 

 
 

Welches Besteck für Fisch?

Ich kann mich noch erinnern, dass meine Mutter Fisch früher immer mit zwei Gabeln servierte, bevor das

  • Fischbesteck

bei uns Einzug hielt. Aber nicht jeder Fisch wird mit Fischbesteck gegessen. Marinierte Fische und Räucherfische wie Rollmöpse, Bismarckhering und Räucheraal, -forelle oder -makrele werden mit (Fleisch-)Messer und Gabel serviert und gegessen.

Gekochte und gebratene Fische werden in der Regel mit Fischmesser und Gabel serviert. Die Schneide des Fischmessers ist stumpf, es hat eher die Funktion eines Schiebers: Der Fisch kann leichter zerlegt werden.

Ein weiterer Helfer ist der Gourmetlöffel. Er wird in gehobenen Restaurants zusätzlich oder seltener als Ersatz für das Fischmesser eingedeckt. Mit diesem Löffel können Sie die Soße über das Filet gießen und den Fisch zerteilen.

 

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen nun - auch im Namen von Frau Agnes Anna Jarosch - ein wunderschönes Weihnachtsfest und angenehme Feiertage ganz nach Ihrem Geschmack.

Mit herzlichen Grüßen<br/>

Ihre

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

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