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Gute Umgangsformen als Erfolgsfaktor für Führungskräfte

 
Urheber: kasto | Fotolia,de

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Für die älteren Generationen von Führungskräften sind korrekte Umgangsformen eine Selbstverständlichkeit. Bei jüngeren Mitarbeitern ist dies leider nicht immer der Fall. Kommunikation ist allerdings enorm wichtig, weil sie sich auf das gesamte Unternehmen auswirkt. Dos und Don’ts bezüglich Umgangsformen für Führungskräfte nennen wir Ihnen hier.

Gute Umgangsformen für Führungskräfte 

So steigern Sie Mitarbeitermotivation und Unternehmenserfolg

Eine Führungskraft trägt in einem Unternehmen extrem viel Verantwortung und ist fast immer das offizielle Gesicht einer Abteilung, einer Niederlassung oder gar des gesamten Unternehmens.

Dies gilt nach außen und auch nach innen. Mitarbeiter schauen meist zu einer Führungskraft auf, denn sie ist durch ihren Erfolg nicht selten ein Vorbild. So manch junger Mitarbeiter möchte sich von solch einer Person etwas abschauen.

Schlechte Manieren können dem Unternehmen schaden

Hat eine Führungskraft nur mangelhafte oder gar keine Umgangsstrategien von zuhause mitbekommen, wird das schnell zum Problem, sowohl für sie selbst, als auch für die ihr unterstellten Mitarbeiter.

Denn: Ein allzu rabiater und unfreundlicher Umgang führt nicht selten zu einer schlechten Arbeitsatmosphäre, zu Beschwerden oder gar zu Kündigungen von Mitarbeitern aufgrund von Frustration.

Bedenken Sie: All dies fügt einem Unternehmen Schaden zu.

Unhöflichkeit zeugt von wenig Respekt und Wertschätzung

Bestimmte Umgangsstrategien für Führungskräfte sind im beruflichen Umfeld ein absolutes Muss. Wenn Sie als Führungskraft tätig sind, achten Sie darauf, dass Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber immer freundlich sind.

Denn: Nichts schreckt Untergebene mehr ab und sorgt für schlechte Motivation als ein allzu rauer Umgangston des Vorgesetzten. Unterlassen Sie es tunlichst, regelmäßig mit schlechter Laune ins Büro zu kommen und diese an Ihren Mitarbeitern auszulassen. Sicher, jeder hat mal Tage, an denen er frustriert oder einfach schlecht gelaunt ist. Ihre Mitarbeiter sollten Sie allerdings nie als Ventil benutzen.

Bleiben Sie also auch in für Sie schwierigen oder stressigen Situationen locker und lassen Sie sich nicht anmerken, wie Sie sich fühlen.

Die Kunst des Smalltalk

Hört man einmal in öffentlichen Verkehrsmitteln Jugendlichen bei ihren Unterhaltungen zu, wird einem sehr schnell klar, woher die Schwächen bei den Umgangsformen für Führungskräfte herrühren.

Kaum ein Satz wird vollständig gesprochen, oft fehlen Wörter und die deutsche Grammatik scheint eine unbekannte Größe im Leben dieser jungen Menschen zu sein. Da ist es nur verständlich, dass viele jüngere Führungskräfte sich selbst beim Smalltalk mit Mitarbeitern schwertun und deshalb ein Coaching in Anspruch nehmen.

Gerade dieser Smalltalk ist es aber, der in einem Unternehmen notwendig und auch wichtig ist. Sie als Führungskraft begegnen immer wieder irgendwelchen Mitarbeitern und diese erwarten fast immer, dass Sie sie ansprechen oder zumindest grüßen.

Ein freundlicher Gruß als Minimum an Kommunikation

Sie haben als Führungskraft selbstverständlich enorm viel zu tun, laufen von einem Meeting zum nächsten und müssen ständig mit anderen Menschen kommunizieren. Das kann auf Dauer sehr anstrengend sein und ermüden. In solchen Momenten möchten Sie vielleicht einfach ein paar Augenblicke in Ruhe gelassen werden und trotzdem begegnen Ihnen auf dem Gang, in Ihrem Sekretariat oder in der Werkshalle unzählige Mitarbeiter. Auch diese möchten beachtet werden und es wäre ein Zeichen mangelnder Wertschätzung oder fehlendem Respekt, wenn Sie als Führungskraft einfach an ihnen vorbeigingen. Zumindest ein kurzer Blick und ein freundliches Nicken zur Begrüßung sollten Ihnen die Mitarbeiter wert sein. Es ist nicht notwendig, dass Sie mit jedem einzelnen ein endlos langes Gespräch führen. Die Mitarbeiter sind sich der Fülle Ihrer Aufgaben durchaus bewusst.

Trotzdem sollten Sie die wichtigen Umgangsformen beherrschen und den Menschen, die Ihnen begegnen, ein Mindestmaß an Kommunikation zuteil werden lassen. Schon durch kleine Aufmerksamkeiten wie einen Blick oder ein Kopfnicken verdeutlichen Sie, dass Sie Ihre Untergebenen wahr- und auch ernst nehmen.

Grundlegende Umgangsformen für Führungskräfte

Obwohl es eigentlich nicht notwendig sein sollte, kann es sinnvoll sein, wenn Sie Ihre Kenntnisse im Umgang mit anderen Menschen von Zeit zu Zeit auffrischen. Versuchen Sie sich zu erinnern, was Ihnen Ihre Eltern beigebracht haben, etwa:

  • wen man zuerst begrüßt (erst die Dame, dann den Herren)
  • welche Anrede die richtige ist (Du oder Sie)
  • in welcher Lautstärke man sich unterhält (mit Rücksicht auf die Umgebung)
  • welche Themen man nicht anspricht (Religion, Politik, Sexualität)

Zu diesen Grundkenntnissen gehören selbstverständlich auch die Regeln für das Verhalten gegenüber weiblichen Mitarbeiterinnen oder in Teams. Außerdem ist es hilfreich, wenn Sie sich hin und wieder die Grundregeln für Gespräche vergegenwärtigen. Gerade in Ihrer Rolle als Führungskraft müssen Sie ja eine Vielzahl verschiedener Gespräche mit Mitarbeitern führen.

Zum guten Umgang gehören die Gesprächsregeln

Fast täglich sind Sie als Führungskraft dazu gezwungen mehr oder weniger ernste Gespräche mit Mitarbeitern zu führen. Aus diesem Grund sollten Ihnen die Grundregeln für Gespräche bewusst sein. Diese regeln besagen beispielsweise:

  • dass man sein Gegenüber aussprechen lässt
  • dass man ruhig spricht und nicht schreit
  • dass man den Gesprächspartner nicht beleidigt
  • dass die Meinung des Anderen zu respektieren ist

Diese und weitere Regeln sorgen dafür, dass Ihre Gespräche mit Mitarbeitern in einem adäquaten Rahmen ablaufen und sachlich ruhig vonstatten gehen. Wenn Sie hingegen Ihre Stellung als Führungskraft ausnutzen und im Gespräch in überheblicher Weise mit Ihrem gegenüber sprechen, dann wird dies einen nachhaltig negativen Eindruck bei Ihrem Gesprächspartner hinterlassen. Im Idealfall führen Sie, auch als Führungskraft, solche Gespräche auf „Augenhöhe“.

Positive Wirkung auf das Unternehmen

Kann eine Führungskraft mit guten Umgangsformen aufwarten, hat dies nachgewiesenermaßen sehr positive Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen.

Er fördert mit seinem angenehmen Verhalten die Entstehung oder Aufrechterhaltung eines guten Betriebsklimas, was wiederum zu einer Steigerung der Produktivität führt. Zudem nimmt er durch seinen freundlichen Umgang mit den ihm unterstellten Mitarbeitern direkten Einfluss auf ihre Motivation. Sie sind, im Gegensatz zu einem Produkt, nicht so leicht austauschbar und sorgen mit ihrer Arbeitskraft dafür, dass die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens ihren Weg zu den Kunden finden.

Außerdem ist es erwiesen, dass Kunden spüren, wie die Atmosphäre in einem Unternehmen ist. Vor allem im Bereich Einzelhandel ist deshalb von Bedeutung, welche Stimmung die Umgangsformen für Führungskräfte erzeugen. Sind die Mitarbeiter durch den guten Umgang der Führungskraft mit ihnen gut drauf, merken dies die Kunden und sind ihrerseits stärker motiviert, etwas zu kaufen. Aus einem Geschäft mit lauter missmutigen Verkäufern hingegen flüchten sie relativ schnell.

Knigge Ticker

Wenn es um das Thema Umgangsformen geht, gibt es viel Verwirrung, viele Lügen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. In dem Newsletter "Knigge-Ticker" wird endlich mit Halbwissen und Unwahrheiten aufgeräumt.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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