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Händedruck – ja oder nein?

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Von Karin Intveen,

Jedes Begrüßen schließt – im Gegensatz zum reinen Grüßen – den Händedruck mit ein. Doch ist Händedruck nicht gleich Händedruck. Und ein Handschlag ist keineswegs immer und überall angebracht. Denn es gibt – auch im Geschäftsleben – Situationen, in denen ein körperlicher Kontakt weniger ratsam ist. Zum Beispiel, wenn Sie erkältet sind oder Sie zu einer Gruppe stoßen, die bereits ins Gespräch vertieft ist.

Vor ein paar Tagen bin ich in so eine Situation geraten. Ich hatte mich mit einem potenziellen neuen Kunden zum Mittagsessen verabredet. Und als ich gerade dabei war, aus meinem Mantel zu krabbeln, hielt er mir bereits die ausgestreckte Hand zur Begrüßung hin. Er hatte gehört, als ich nach dem reservierten Tisch fragte, und war sofort zur Garderobe geeilt. Und da standen wir nun: ich noch halb im Mantel, seine Hand frei schwebend vor mir und irgendwo dazwischen ein grinsender Ober mit Bügel in der Hand. Klasse Einstieg. Okay, ich freu mich ja, wenn neue Kunden ein Zusammentreffen kaum erwarten können, und wir hatten dann auch gleich ein nettes Small–Talk-Thema, aber wirklich prickelnd fand ich das Ganze nicht. Wenigstens war der Händedruck dann angenehm. 

So machen Sie beim Händedruck nichts falsch

Bei der Begrüßung wird in der Regel ein Handschlag von Ihnen erwartet. Drücken Sie die Hand Ihres Gegenübers, sollten Sie diese Punkte beachten:

  1. Ihr Druck darf nicht zu lasch, die entbotene Hand nicht zu schlaff sein: Auf das Gefühl, einen toten Fisch überreicht zu bekommen, kann Ihr Gegenüber gewiss verzichten.
  2. Auch der Schraubstock-Händedruck ist tabu: Einen solchen interpretiert Ihr Gegenüber als Dominanzgehabe oder gar als persönlichen Übergriff.
  3. Lassen Sie den Handschlag nicht in eine Schüttelorgie ausarten. Ein drei- bis viermaliges Auf und Ab ist das Maximum!
  4. Blicken Sie Ihrem Gegenüber bei der Begrüßung kurz in die Augen. Starren Sie jedoch nicht, sondern wenden Sie Ihren Blick nach höchstens einer Sekunde wieder ab. Hier hilft ein kleiner Trick: Finden Sie beim Vorstellen die Augenfarbe Ihres Gegenübers heraus. Das führt zu einem kurzen, intensiven Blickkontakt, den andere als sehr positiv empfinden. Es dauert auch nicht so lange, als dass Ihr Gegenüber sich unangenehm berührt oder gar fixiert fühlen könnte.
  5. Treten Sie nicht zu nahe an die andere Person heran. Halten Sie mindestens einen halben Meter Abstand.
  6. Zu einem Handschlag gehört immer auch ein Lächeln – je wärmer, desto besser. Damit es nicht abgebrüht oder unehrlich wirkt, sollten Ihre Augen „mitlachen“.
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