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Private Absagen: Dürfen Sie lügen?

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Wenn das Sofa ruft ...

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

heute ist wieder so ein Tag, an dem ich das Gefühl habe, dass die Vorweihnachtszeit weniger die Zeit der Besinnlichkeit ist, sondern vielmehr eine Zeit, die mich - wenn es so weiter geht - um die Besinnung bringt.

 

 

Sie kennen das sicher, liebe Leserin, lieber Leser: In den letzten Tagen des Jahres drängen sich die Verpflichtungen!

Da geht es um Projektabschlüsse, Planungen für das nächste Jahr, wichtige Kundentermine, um sich persönlich für die Zusammenarbeit zu bedanken, Einladungen zu Weihnachtsfeierlichkeiten, Vorarbeiten, um sich unbesorgt ein paar Tage Weihnachtsurlaub gönnen zu können, und so weiter und so fort.

Und weil das alles noch nicht reicht, heißt es dann auch noch: Geschenke besorgen und verpacken, das Weihnachsfest im Kreis der Familie planen - und zwar so, dass alle zufrieden sind -, Plätzchen backen, weil das eben dazugehört, auch wenn gekaufte manchmal ebenso gut schmecken, und und und ...

Und an einem solchen Tag wie heute, da sehne ich mich dann nach dem Abend und nach meiner Couch. Eine herrliche Vorstellung! Einfach die Beine ausstrecken und versuchen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Ohne dass jemand etwas von mir will - und sei es nur mein Ohr.

Wenn wie zur Zeit alles drunter und drüber geht, dann schätze ich als ansonsten geselliger Mensch auch das Alleinsein sehr. Und - jetzt sage ich das einfach mal ganz offen und unverblümt - dann freue ich mich auch nicht unbedingt über eine Einladung. Selbst dann nicht, wenn sie von guten Freunden kommt. Was ich dann am Abend am meisten brauche, ist eine ruhige Stunde auf meinem Sofa.

Vielleicht geht es Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, ja genauso. Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie private Einladungen und Verpflichtungen taktvoll absagen.

 

 
 

5 Tipps für stilvolle private Absagen

1. Nennen Sie einen Grund

Wenn Sie jemandem absagen, setzen Sie damit immer auch eine Priorität - und zwar zu Ungunsten des Einladenden. Für den Betroffenen heißt Ihre Absage: Irgendetwas ist wichtiger als er.

Damit sich der Einladende nicht verletzt fühlt, brauchen Sie deshalb für Ihre Absage einen nachvollziehbaren Grund, der den Wert, den der andere für Sie hat, nicht in Frage stellt.

Je wichtiger das Ereignis ist, an dem Sie nicht teilnehmen wollen oder können, desto plausibler sollte Ihr Grund sein.

2. Sagen Sie die Wahrheit - es muss ja nicht die ganze sein

Lügen sind niemals stilvoll. Halten Sie sich besser an das Credo: Sie müssen nicht alles sagen, was wahr ist - aber das, was Sie sagen, sollte der Wahrheit entsprechen.

3. Bedanken Sie sich

Der Einladende hat Ihnen mit seiner Einladung seine Wertschätzung gezeigt. Zeigen Sie, dass Sie diese Auszeichnung zu schätzen wissen: Bedanken Sie sich für die Einladung, auch wenn Sie diese nicht annehmen.

4. Zeigen Sie Bedauern

Werben Sie mit Ihrer Absage für Verständnis für Ihr Fernbleiben. Das gelingt Ihnen, wenn der Einladende merkt, dass Ihnen die Absage nicht leicht fällt. Zeigen Sie ihm, dass er Ihnen nicht gleichgültig ist.

Belassen Sie es nicht beim klassischen "Es tut mir leid", das häufig als Floskel verwendet wird und nicht unbedingt wahres Gefühl vermuten lässt. Besser ist: "Ich wäre so gern gekommen ...", "Schade, es wäre so schön gewesen, dich wieder einmal zu sehen ...", "Ich bin richtig traurig, dass ich nicht kommen kann ..."

5. Bieten Sie Alternativen an

Dass es Ihnen mit Ihrem Bedauern tatsächlich ernst ist und Ihre Absage wirklich nichts mit Gleichgültigkeit oder persönlicher Abneigung zu tun hat, betonen Sie, wenn Sie dem Einladenden eine Alternative anbieten.

ABER VORSICHT: Bieten Sie nur an, was Sie auch wirklich ernst meinen. Denn wenn Sie wieder absagen, hält man Sie am Schluss noch für jemanden, auf den kein Verlass ist.

 

Wirklich gute Freunde werden Ihnen nicht böse sein, wenn Sie als Grund angeben, dass Sie für ein privates Treffen zu sehr unter Zeitdruck stehen, und Sie einen anderen Termin vorschlagen.

Aber auch unter guten Freunden ist es wichtig, zu zeigen, dass Sie sich über die Einladung freuen, diese als Wertschätzung betrachten und Sie die Absage bedauern.

 

 
 

Das ist mittlerweile okay!

Wenn Sie eine liebevoll gestaltete Einladung erhalten haben, ist eine

  • Absage per SMS

unpassend. Wenn Sie aber beispielsweise mit dem Auto im Stau stehen oder in einer Endlos-Besprechung festsitzen, können Sie per SMS ankündigen, dass Sie es nicht rechtzeitig schaffen werden.

Auch auf eine Einladung zu einem spontanen Treffen, die per SMS kommt, können Sie per SMS reagieren.

 

Mit herzlichen Grüßen<br/>

Ihre

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

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Wenn es um das Thema Umgangsformen geht, gibt es viel Verwirrung, viele Lügen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. In dem Newsletter "Knigge-Ticker" wird endlich mit Halbwissen und Unwahrheiten aufgeräumt.

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