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Redner-Etikette: Die Begrüßung

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Protokollgerechte Begrüßung mit Stil

Sie können grundsätzlich drei Arten von Begrüßungen unterscheiden: die Begrüßung …

  • einer Ihnen vollständig unbekannten Gruppe,
  • einer Gruppe von prominenten Gästen und
  • einer heterogenen Gruppe von prominenten (Ihnen bekannten) und unbekannten Personen.

Redner-Etikette: So begrüßen Sie eine Ihnen unbekannte Personen-Gruppe

Regel 1: Wählen Sie eine individuelle, dem Anlass angemessene Ansprache und vermeiden Sie unpersönliche, pauschalierende Anreden: Besser ist „Liebe Gäste unserer Firma ...“ als „Liebe Anwesende ...“.
Regel 2: Betonen Sie immer die Qualität statt der Quantität des Besuchs: Besser ist „Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung trotz des schlechten Wetters gefolgt sind“ als „... dass Sie so zahlreich erschienen sind“.
Regel 3: Vergessen Sie nicht sich selbst! Vermutlich werden die wenigsten der Anwesenden Ihren Namen kennen – nennen Sie ihn deshalb laut und deutlich. Ein Hinweis auf Ihre Funktion rundet Ihre persönliche Vorstellung ab: „Mein Name ist Manfred Engel. Ich bin Chefredakteur der Besten Reden von A bis Z.“
Regel 4: Setzen Sie einen Fokus. Konzentrieren Sie die Aufmerksamkeit Ihres Publikums auf die gemeinsame Aufgabe/Tätigkeit, etwa: „Ich gebe Ihnen zu Beginn einen knappen Überblick über die Produktpalette unserer Firma.“

Redner-Etikette: So begrüßen Sie eine Gruppe von Prominenten

Die folgenden Regeln bewahren Sie vor Fettnäpfchen, wenn Sie prominente Zeitgenossen begrüßen:

  • Achten Sie auf die richtige Reihenfolge bei der Begrüßung. Begrüßen Sie den wichtigsten Ehrengast immer zuerst (z. B. den Schirmherrn Ihrer Veranstaltung, den Künstler, zu dessen Vernissage Sie geladen haben, den Jubilar ...).
  • Achten Sie darauf, dass alle Gäste, die Sie namentlich erwähnen möchten, auch tatsächlich anwesend sind. Natürlich werden alle Gäste nach der Bundeskanzlerin suchen, wenn Sie diese als besonderen Ehrengast würdigen – peinlich für Sie, wenn sie dann (noch) nicht da ist! 3.
  • Verschonen Sie Ihr Publikum mit „Begrüßungsorgien“: 20 prominente Gäste im Publikum sind ein schöner Erfolg für Sie – aber ein Grauen für die anderen Gäste, wenn Sie sie alle namentlich begrüßen. Prüfen Sie deshalb mit Fingerspitzenge- fühl und Ihrer persönlichen Erfahrung, wessen Begrüßung unabdingbar ist und wer sein Nichterwähntwerden verschmerzen kann. Vielleicht lässt sich auch eine Gruppe von Gästen gemeinsam begrüßen, ohne dass Sie zu pauschal werden? So könnten Sie z. B. die Mitglieder der Presse, Ihre Belegschaft und/oder die Gruppe der interessierten Bürger pauschal „persönlich“ begrüßen: „Ich heiße die Damen und Herren der Presse herzlich willkommen.“
  • Alle Namen und Titel müssen korrekt sein und richtig ausgesprochen werden. Erkundigen Sie sich in Zweifelsfällen im Umfeld Ihres Gastes: Wie wird der Name korrekt ausgesprochen? Legt Ihr Gast mit dem Doppelnamen Wert auf die Erwähnung beider Namensteile?

Redner-Etikette: So begrüßen Sie eine Gruppe aus Prominenten und Unbekannten

Beim Umgang mit verschiedenen Amtsbezeichnungen oder Titeln helfen Ihnen die folgenden Fragen:

  • In welcher Funktion ist Ihr Gast bei Ihnen? Haben Sie Herrn Dr. Günter Mustermann als Bundestagsabgeordneten eingeladen? Oder als Präsidenten der Handelskammer? Danach richtet sich die Anrede, denn es ist üblich, Amt oder Titel als Anrede zu gebrauchen: „Herr Abgeordneter“ oder „Herr Präsident“.
  • Wie konservativ ist Ihr Gast? In diplomatischen Kreisen oder bei Religionsgemeinschaften gelten häufig noch althergebrachte Anreden, wie z.B. „Exzellenz“ (Botschafter, Nuntius oder katholische Bischöfe) oder „Eminenz“ (Metropolit der orthodoxen Kirche). Sie sollten im Einzelfall unbedingt vorher mit dem Sekretariat abklären, welche Anrede Ihr Gast bevorzugt!
  • Welchen akademischen Titel hat Ihr Gast? Nur der ranghöchste Titel wird zusammen mit dem Namen genannt. Sie sprechen Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Günter Meier also nur als „Herrn Professor Meier“ an. Ehrentitel (h. c.), Diplom- und Magistertitel können Sie in der Anrede ebenfalls weglassen.
  • Hat Ihr Gast „blaues Blut“? Dann müssen Sie seinen Titel nur dann berücksichtigen, wenn er aus Deutschland stammt. In Österreich ist die Führung von Adelstiteln seit 1919 verboten, in der Schweiz bereits seit rund 200 Jahren nur noch als Bestandteil des Namens üblich. Sollten Sie die Titel nennen müssen, so fällt die Bezeichnung „Herr“ oder „Frau“ bei hohem Adel (Fürst, Graf, Freiherr) weg.
  • Die Zusätze „von“ und „zu“ können Sie weglassen (Maria Fürstin zu Musterbrück = „Verehrte Fürstin Musterbrück“; Otto Graf von Musterdorf = „Lieber Graf Musterdorf“). Der Titel „Freiherr/Freifrau“ wird nicht genannt: Freiherr Holger von Musterstadt = „Sehr geehrter Herr von Musterstadt“.
Knigge Ticker

Wenn es um das Thema Umgangsformen geht, gibt es viel Verwirrung, viele Lügen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. In dem Newsletter "Knigge-Ticker" wird endlich mit Halbwissen und Unwahrheiten aufgeräumt.

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