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Reise-Knigge: Unterwegs per Flugzeug, Bus und Bahn

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Urheber: Visions-AD | Fotolia

Von Alexandra Sievers,

Ob per Flugzeug, Bus oder Bahn: Ihre Dienstreise oder die Anreise zu Ihrem Urlaubsort sollte so entspannt wie möglich verlaufen – und natürlich in Harmonie mit Ihren Mitreisenden. Dafür können Sie selbst einiges tun. Und sollte es ein anderer einmal an gutem Benehmen mangeln lassen, erfahren Sie auch, wie Sie sich taktvoll wehren können.

Hereinspaziert! Zeit für einen Gruß

Steigen Sie in ein Flugzeug, werden Sie vom Bordpersonal mit einem Gruß empfangen, den Sie erwidern. Ebenso schickt es sich, beim Einsteigen in den Reisebus den Fahrer zu begrüßen, wenn er bereits am Steuer sitzt. Hat der Bus einen Reiseleiter, wird der Sie üblicherweise schon vor dem Einsteigen persönlich willkommen heißen. Beim Betreten eines Zugabteils richten Sie Ihren Tagesgruß an alle Anwesenden. Im Großraumwagen hingegen ist es nicht üblich, beim Eintreffen zu grüßen. Dort grüßen Sie nur die Mitreisenden, in deren unmittelbarer Nähe Sie Platz nehmen. Außer bei Ihrem unmittelbaren Sitznachbarn genügt dazu ein Kopfnicken. Auch im Flugzeug brauchen Sie nur die Passagiere zu begrüßen, die direkt neben Ihnen sitzen.

Wohin mit dem Gepäck?

Ihre(n) Koffer geben Sie bei einer Flugreise spätestens beim Check-in auf und nehmen nur noch Ihr Handgepäck mit ins Flugzeug. Ähnlich ist es bei einer Busreise, bei der erst Ihr(e) Koffer in den Bus geladen wird/werden, bevor Sie mit Ihrem Handgepäck einsteigen. Achten Sie bei einer mehrtägigen Busreise aber bitte jedes Mal erneut darauf, dass Ihr(e) Koffer nach einer Übernachtung wieder mit an Bord ist/sind. Im Trubel des Einladens und Einsteigens kann schnell mal ein Koffer versehentlich zurückgelassen werden.

Praxis-Tipp: Sie reisen mit Handgepäck und das obere Fach im Flugzeug ist bereits voll? Nutzen Sie für Taschen und Rucksäcke auch den Stauraum unter Ihrem Sitz. So bleibt Ihnen und anderen Passagieren im oberen Fach genug Platz zum Ablegen von Jacken und Mänteln.

Gehen Sie anderen zur Hand

Ob bei großen oder kleinen Koffern, in der Bahn, bei Busreisen und beim Verstauen des Handgepäcks im Flugzeug: Unter Reisenden sollte es selbstverständlich sein, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand Schwierigkeiten hat. Als Mann einer Frau beim Gepäckunterbringen Hilfe anzubieten, wird nach wie vor als höfliche Geste geschätzt. Ihre Hilfe ist übrigens auch gefragt, wenn zum Beispiel ein älterer Mensch wegen der hohen Stufen Probleme beim Einsteigen in den Bus oder Zug hat.

Bauen Sie keine Hindernisse auf

Achten Sie beim Verstauen Ihres Gepäcks darauf, Ihre Mitreisenden nicht mehr als unvermeidlich zu behindern. Kaum jemand wird sich dafür begeistern, wenn Sie ihn durch Ihr Gepäck zu artistischen Verrenkungen zwingen.

Wann ist Small Talk gefragt?

Ob Sie mit Ihren Mitreisenden ein Gespräch beginnen sollen, hängt von Ihrer eigenen Beurteilung ab. Folgen Sie Ihrem Gefühl, das Ihnen mit ziemlicher Sicherheit sagen wird, wie Sie die körpersprachlichen Signale zu verstehen haben: also ob Ihre Mitreisenden sich über Ihre Kontaktaufnahme freuen würden oder lieber in Ruhe gelassen werden möchten. Handeln Sie danach, und Sie machen es richtig. Blickkontakt und ein Lächeln sind in der Regel eine Einladung zu einem Gespräch.

Wenn Ihnen Ihr Sitznachbar lästig wird

Auf Reisen können einem die Augen schon mal vor Müdigkeit zufallen. Und gegen ein kleines Nickerchen im Flugzeug, im Bus oder in der Bahn kann auch niemand etwas sagen – solange keiner gestört wird. Sollte Ihr Sitznachbar aber versehentlich seinen Kopf auf Ihre Schulter sinken lassen oder laut schnarchen, brauchen Sie das nicht hinzunehmen. Wecken Sie ihn, und sagen Sie freundlich, dass Sie lieber mit mehr Abstand oder ungestört reisen würden, also zum Beispiel: „Es tut mir leid, Sie wecken zu müssen, aber Ihr Schnarchen wird für mich mit der Zeit unerträglich.“

Achtung mit der Rückenlehne!

„Bitte stellen Sie Ihre Rückenlehnen senkrecht, und klappen Sie die Tische vor sich nach oben.“ – Diesen Satz kennen Sie sicher aus dem Flugzeug. Aber auch im Großraumwagen der Bahn sowie in komfortablen Reisebussen gibt es verstellbare Rückenlehnen und Tischchen. Und überall gelten dieselben Regeln:

Achten Sie darauf, die Rückenlehne Ihres Sitzes nicht abrupt nach hinten oder vorne zu stellen, ohne sich vorher zu vergewissern, was hinter Ihnen los ist. Neben Ihrer eigenen Bequemlichkeit zählt auch die Rücksicht auf die Person hinter Ihnen, deren Tischchen an Ihrer Rückenlehne angebracht ist. Ist es aufgeklappt, könnte das, was sich darauf befindet, umkippen oder herunterfallen, wenn Sie Ihre Sitzposition ohne Vorwarnung ändern.

Hilfe! Was tun bei Reiseübelkeit?

Eine lange Reise im Zug, Bus oder Flugzeug ohne frische Luft kann die Magennerven ganz schön strapazieren. Vor allem im Bus und Flugzeug ist das unangenehm, weil Sie Ihrer Übelkeit auf Ihrem Sitzplatz weitgehend ausgeliefert sind. Im Flieger gibt es für diesen Fall extra Spucktüten, die in einer Tasche vor jedem Sitz untergebracht sind.

Das Notfall-Programm

Vergewissern Sie sich, dass die Tüte für den Ernstfall griffbereit ist, denn diese Sicherheit übt bereits eine beruhigende Wirkung auf Ihre Magennerven aus. Falls Sie die Spucktüte während des Fluges benutzen müssen, verschließen Sie sie nach Gebrauch sorgfältig. Dann bitten Sie eine/n Flugbegleiter/in, die Tüte für Sie zu entsorgen und Ihnen eine neue zu geben. Haben Sie die Tüte erst kurz vor der Landung gebraucht und können Sie sie nicht mehr loswerden, stellen Sie sie verschlossen unter Ihren Sitz. Für eine Busreise empfiehlt es sich, selbst mit ein paar Tüten vorzusorgen. Eventuell kann der Busfahrer auch einen zusätzlichen kurzen Halt für Sie einlegen. Die Bus-Toilette sollten Sie generell nur im allergrößten Notfall benutzen.

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