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Siezt du noch, oder duzt du schon?

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Siezt du noch, oder duzt du schon?

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Standardanrede unter Erwachsenen ist nach wie vor das Sie. Doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. In der Freizeit, ob beim Sport oder in der Szenekneipe, ist es oft üblich, sich ohne Umschweife zu duzen. Und wer sich dieser Gepflogenheit nicht anschließt, wird sehr schnell für steif gehalten. Dasselbe gilt innerhalb bestimmter Berufsgruppen. In vielen Unternehmen gibt sogar die Firmenphilosophie klare Vorgaben an die Mitarbeiter. Das beste Beispiel ist IKEA. Denn hier ist das Duzen Teil der Image-Kampagne. IKEA kommt schließlich aus Schweden, und die Schweden duzen sich untereinander alle. Also wird auch der deutsche Kunde geduzt.

Aber auch für uns Nicht-Schweden gilt: Heute ist es längst nicht mehr so, dass man sich im Berufsleben nur noch dann duzt, wenn man sich schon länger kennt oder einander sympathisch ist. Nur hat diese „aufgeweichte“ Regel halt auch so ihre Tücken. Daher lautet das Top-Thema des Großen Knigge in der aktuellen Ausgabe: „Duzen oder Siezen? So verhalten Sie sich in diesen 10 verzwickten Praxisfällen richtig“. Denn gerade im Berufsleben lauern hier unzählige Fettnäpfchen, die sogar schädlich für Ihre Karriere sein können. Oder wussten Sie, dass in der Behauptung „Wenn sich alle Kollegen duzen, ist es nicht nötig, der/dem Neuen das Du extra anzubieten“ kein Fünkchen Wahrheit steckt? 

 
 

Grundsätzlich gilt aber: Ob Sie jemandem das Du anbieten oder ein Du-Angebot annehmen, ist Ihre Entscheidung. Zeit für das Du ist es aber, wenn es Ihnen und Ihrem Gesprächspartner schon häufig passiert ist, dass Ihnen das Du einfach so herausgerutscht ist. Oder wenn Sie sich mit einer gleichrangigen Kollegin oder einem Kollegen schon des Öfteren zum Beispiel auf einen Kaffee oder ein Glas Wein nach der Arbeit privat getroffen haben.

Trotzdem sollten Sie immer bedenken: Ein Du ist schnell angeboten, und im Normalfall können Sie dieses Du kaum mehr rückgängig machen. (Kleiner Tipp am Rande: In welchen Fällen Sie ein Du wieder zurücknehmen können, ohne dabei Ihr Gesicht zu verlieren, lesen Sie hier ...) Überlegen Sie sich diesen Schritt daher gut, und fragen Sie sich:

  • Warum möchte ich diesen Menschen duzen?
  • Hat mein Gegenüber eine ähnliche Einstellung zum Duzen wie ich? Muss ich unter Umständen mit unangenehmen „Nebenwirkungen“ wie plumpen Vertraulichkeiten rechnen?
  • Ist es auch denkbar, sich per Sie beim Vornamen zu nennen?
Fragen Sie im Berufsleben zusätzlich:
  • Wird sich das Arbeitsklima durch das Du voraussichtlich verbessern oder im Fall einer Ablehnung verschlechtern?
  • Wie werden andere, zum Beispiel Kollegen, Mitarbeiter und Vorgesetzte, über das neue Du-Verhältnis denken?

Nur dann, wenn Sie sich wirklich sicher sind, dass Sie das Du auch wirklich wollen, sollten Sie zu dieser vertraulichen Anrede übergehen.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

Knigge Ticker

Wenn es um das Thema Umgangsformen geht, gibt es viel Verwirrung, viele Lügen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. In dem Newsletter "Knigge-Ticker" wird endlich mit Halbwissen und Unwahrheiten aufgeräumt.

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