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So entkommen Sie der Perfektionismus-Falle

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Die Lösung liegt in der 80-zu-20-Regel!

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

gehören Sie auch zu den Menschen, denen ein gutes Ergebnis meist nicht reicht? Die erst dann mit sich zufrieden sind, wenn das Resultat rundum perfekt ist?

 

Erst gestern wieder habe ich mich dabei erwischt, mitten in die Perfektionismusfalle geraten zu sein.

 

 

Die Vorgeschichte dazu:

Vor zwei Wochen habe ich meinen Anrufbeantworter neu besprochen. Das mag für viele Menschen eine Angelegenheit von wenigen Minuten sein. Doch bei mir entpuppte sich diese Aufgabe als wahres Langzeitprojekt. -  Und warum?

Wahrscheinlich denken Sie, liebe Leserin, lieber Leser, als Redakteurin hätte ich die meiste Zeit dafür eingesetzt, am Text der Ansage zu feilen. Das wäre ja auch naheliegend. Aber trotzdem ist es nicht zutreffend.

Gut, ein wenig pedantisch war ich auch bei der Wortwahl. Doch so richtig dem Perfektionismus hingegeben habe ich mich dann bei der Aufnahme. Ich kann Ihnen gar nicht mehr sagen, liebe Leserin, lieber Leser, wie oft ich den Text gesprochen habe – und gleich danach wieder gelöscht.

Mal war ich mit einer Betonung nicht glücklich, dann wieder fand ich eine Passage zu undeutlich, zu monoton, zu schnell, zu piepsig, zu gehaucht, zu hektisch etc. Irgendetwas hat mich immer gestört. Und so hat es eben gedauert und gedauert, bis ich endlich der Ansicht war, dass ich die Ansage so lassen konnte.

Und wissen Sie was, liebe Leserin, lieber Leser: Gestern habe ich eine Bekannte, die mir auf den Anrufbeantworter gesprochen hatte, gefragt, wie ihr denn meine neue Ansage gefallen würde. Und was glauben Sie, was sie geantwortet hat?

„Ach, du hast eine neue Ansage? Ist mir gar nicht aufgefallen.“ - Und damit war sie schon die Dritte, die nichts bemerkt hatte.

Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, liebe Leserin, lieber Leser: Wozu habe ich so viel Zeit in meine Präzisionsarbeit investiert? Wenn schon ein komplett neuer Text nicht wahrgenommen wird, wären dann meine kleinen Ansage-Schwachstellen überhaupt aufgefallen?

Offensichtlich hatte ich in der Situation, in der ich meinen Anrufbeantworter besprochen habe, alles verdrängt, was ich je über Perfektionismus gehört und gelesen habe. Darunter auch diese Warnung:

„Versuchen Sie immer alles perfekt zu machen und Fehler um jeden Preis zu vermeiden? Dieser Anspruch an sich selbst und andere ist riskant: Ein falsch verstandener Perfektionismus kostet Sie überdurchschnittlich viel Zeit und Energie und führt zu ineffizientem Arbeiten. Schnell überfordern Sie zum Beispiel Ihre Kinder, Ihre Mitarbeiter oder sich selbst, wenn Sie jederzeit Perfektion erwarten.“

Was meinen Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Da kann man doch nur nickend zustimmen, oder?

Aber was tun, um nicht immer wieder in die Perfektionismus-Falle zu tappen?

 

 
 

Nutzen Sie die Erkenntnisse der 80-zu-20-Regel!

Die 80-zu-20-Regel (Pareto-Prinzip) besagt, dass 80 Prozent der Ergebnisse eines Projekts in 20 Prozent der Gesamtzeit erreicht werden. Die verbleibenden 80 Prozent der Zeit sind nötig, um die restlichen 20 Prozent der Ergebnisse zu erzielen. Daraus abgeleitet kommt das Pareto-Prinzip zu dem Schluss, dass sich viele Aufgaben mit einem Mitteleinsatz von rund 20 Prozent so erledigen lassen, dass 80 Prozent aller Probleme gelöst werden.
Um der Perfektionismusfalle zu entkommen, ist es sinnvoll, Ihren Perfektionsanspruch nach dem Pareto-Prinzip bzw. der 80-zu-20-Regel zu variieren:
Streben Sie in den bedeutenden 20 Prozent dessen, was Sie tun, nach Perfektion. Und geben Sie sich in den verbleibenden 80 Prozent mit soliden, guten Leistungen zufrieden. Die Zeit, die Sie auf diese Weise einsparen, können Sie wiederum in die wirklich bedeutenden und wichtigen Aufgaben stecken.

 

 

Seien Sie also nur dann Perfektionist, liebe Leserin, lieber Leser, wenn es wirklich darauf ankommt. Auf diese Weise wird Ihr Handeln effektiver – und Sie werden auch viel öfter mit sich selbst zufrieden sein.<br/><br/>

Vor allem, liebe Leserin, lieber Leser, setzen Sie sich durch die Angst vor Fehlern nicht selbst unter Druck. Versuchen Sie erst gar nicht, immer und überall fehlerfrei zu sein. Wenn Sie aus Angst vor Fehlern lieber gar nicht handeln, um sich ja nicht zu blamieren, kann es gut sein, dass Sie so manche Chance verpassen.

  • Sie sprechen zwar Englisch, aber nicht so gut wie ein Muttersprachler? Deshalb achten Sie darauf, nur mit deutschsprachigen Geschäftspartnern zu verhandeln? – Schade um die ungenutzten Kontakte!
  • Sie haben jahrelang nicht mehr getanzt und scheuen deshalb jede Veranstaltung, bei der Sie jemand aufs Parkett bitten könnte? – Schade um die schönen Abende, die Ihnen so entgehen!
  • Sie verhaspeln sich hin und wieder, wenn Sie sich für ein Thema stark engagieren, und halten sich deshalb bei Diskussionen vorsorglich zurück? – Schade, denn Ihre Meinung wäre gewiss ein wertvoller Beitrag!
 
 

Das sollten Sie wissen:

Zahlreiche Studien belegen,

  • dass die Angst vor Fehlern die Kreativität lähmt und Innovationen verhindert.

Wer jeden Fehler meiden und sich gegen jeden Fehltritt absichern will, riskiert Stillstand und Abstieg.

Also nur Mut, liebe Leserin, lieber Leser, und packen Sie bisher ungenutzte Chancen beim Schopf!

 

Mit herzlichen Grüßen<br/>

Ihre

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

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