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Umgangsformen in der Erkältungszeit

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Alles schnieft: Wie gehen Sie damit um?

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

sind in Ihrem Umfeld zurzeit auch so viele Menschen erkältet oder sogar von einem Grippevirus total außer Gefecht gesetzt?

 

Mich hat es zum Glück nicht erwischt. Ich war gestern Morgen nur routinemäßig beim Arzt, um mir wie jedes Jahr bestätigen zu lassen, dass ich so gesund bin, wie ich mich fühle.

 

 

Und was musste ich dort lesen, liebe Leserin, lieber Leser? Auf einem Zettel, der in Klarsichtfolie gehüllt auf die Empfangstheke geklebt war? "Liebe Patienten, aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle unter unseren Praxismitarbeitern können wir den Praxisbetrieb derzeit nur eingeschränkt aufrecht erhalten. Wir bitten um Ihr Verständnis."

Natürlich hatte ich dafür Verständnis. Und ich hatte Mitleid: mit jedem Einzelnen dieser Krankheitsfälle. Denn während ich kerngesund in der Praxis stand, lagen diese nun wohl völlig gebeutelt zu Hause im Bett.

"Alle schwer erkältet", informierte mich eine der wenigen noch übrig gebliebenen Praxismitarbeiterinnen. "Manche hat sogar richtig die Grippe erwischt."

Die Armen! Aber wen wundert's, wenn man bedenkt, wie viele Viren und Bakterien Tag für Tag in so eine Arztpraxis geschleppt werden?

Jedenfalls hat mich dieses Erlebnis auf das Thema des heutigen Knigge Tickers gebracht, und zwar:

 

 
 

Die Umgangsformen in der Erkältungszeit

Wie sollen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sich verhalten, wenn alle um Sie herum husten, schnupfen und schniefen oder Sie sich selbst eine Erkältung geholt haben?

  • Hand nehmen

Die Etikette-Regel lautet: Eine ausgestreckte Hand darf man nicht zurückweisen. Deshalb die Empfehlung: Nehmen Sie die Hand an, auch wenn die Person erkennbar erkältet ist. Waschen Sie sich Ihre Hände jetzt noch öfter als sonst und halten Sie diese von Ihrem Gesicht fern. Das Ansteckungsrisiko steigt, wenn Sie sich häufig durch die Haare fahren, an die Nase fassen oder das Kinn auf Ihre Hände stützen.

  • Vorbeugen

Halten Sie während der Erkältungszeit immer ein Desinfektionsgel bereit: zum Beispiel in Ihrer Hand- oder Aktentasche. So können Sie Ihre Hände auch zwischendurch schnell reinigen und Bakterien und Viren bekämpfen. Benutzen Sie selbst beim Niesen (am besten in ein Taschentuch) und zum Naseputzen nur die linke Hand. So bleibt Ihre rechte Hand, die Sie zum Gruß reichen, keimfrei.

  • Zurückhaltung

Sind Sie selbst erkältet, so ist es durchaus höflich, wenn Sie auf den Händedruck verzichten, um die Gefahr zu vermindern, andere anzustecken. Damit der andere Ihr Verhalten nicht missversteht, erklären Sie dieses:

"Guten Tag, Herr Müller. Ich gebe Ihnen heute einmal nicht die Hand. Ich bin erkältet und möchte Sie nicht anstecken."

"Hallo Pia! Fühl dich gedrückt und geküsst. Verzichten wir heute besser auf das Begrüßungsküsschen. Ich habe mir eine Erkältung geholt und könnte dich vielleicht anstecken."

 

Mit diesen Empfehlungen sind Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zumindest im Hinblick auf stilvolles Verhalten für die Erkältungszeit bestens gerüstet.

Und hier noch ein Tipp, falls Sie trotz Schnupfen beispielsweise an einem Geschäftsessen teilnehmen müssen oder privat zu einem Essen eingeladen sind:

Im Unterschied zu vielen asiatischen Ländern, wo das Naseputzen am Tisch verpönt ist, dürfen Sie in Deutschland an der Tafel bleiben - sofern Sie sich die Nase diskret und geräuscharm putzen.

Wenn das nicht möglich ist, entschuldigen Sie sich kurz und suchen Sie den Waschraum auf oder einen anderen Platz, an dem Sie ungestört sind - und auch niemand Ihr Schnäuzen als störend empfinden kann.

 

 
 

Das ist out!

Auch wenn viele Menschen meinen, es würde von Einsatzbereitschaft und Identifikation mit dem Unternehmen zeugen: Es ist out,

  • krank arbeiten zu gehen.

Bleiben Sie zu Hause, liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie eine ernste Grippe haben. Es ist niemandem damit geholfen, wenn nach Ihnen das gesamte Team krank wird. Falscher Ehrgeiz ist in solchen Situationen unangebracht.

 

Mit herzlichen Grüßen<br/>

Ihre

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

Knigge Ticker

Wenn es um das Thema Umgangsformen geht, gibt es viel Verwirrung, viele Lügen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. In dem Newsletter "Knigge-Ticker" wird endlich mit Halbwissen und Unwahrheiten aufgeräumt.

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