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Welche Tischmanieren sind den Deutschen wichtig?

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Ist das nicht selbstverständlich?

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist es Ihnen auch schon einmal passiert, dass Sie in einem Restaurant gegessen haben und die Tischmanieren der Gäste am Nebentisch Ihnen nahezu den Appetit verschlagen haben?

Dabei ist es doch gar nicht schwer, sich bei Tisch angemessen zu benehmen. Die allgemeinen Erwartungen sind sehr viel niedriger, als Sie vielleicht denken, liebe Leserin, lieber Leser. Eine repräsentative Untersuchung, die der "Der große Knigge" vor einiger Zeit durchgeführt hat, hat diese Tatsache aufgedeckt. Hier das Ergebnis:

 

 

7 Regeln, die den Deutschen bei Tisch wichtig sind

1. Nicht schmatzen.

2. Nicht mit vollem Mund reden.

3. Erst mit dem Essen beginnen, wenn alle ihre Speisen haben.

4. In korrekter Körperhaltung am Tisch sitzen.

5. Wissen, was mit den Fingern gegessen werden darf.

6. Auf den richtigen Umgang mit dem Besteck achten.

7. Ellenbogen nicht auf dem Tisch abstützen.

 

 

Ob Pizzeria oder Feinschmeckerlokal, ob im privaten Rahmen oder bei einem Geschäftsessen: Diese 7 Regeln, die Sie, liebe Leserin, lieber Leser, gewiss für selbstverständlich halten, gelten immer. Wobei ein Punkt vielleicht doch die eine oder andere Frage aufwirft: der richtige Umgang mit dem Besteck.

1. Wohin sollte beim Essen die Wölbung der Gabel zeigen?

Die Wölbung der Gabel sollte beim Aufspießen des Essens grundsätzlich nach oben zeigen. Ob Sie die Gabel dann mit der Wölbung nach oben oder nach unten zum Mund führen, spielt mittlerweile in Deutschland keine Rolle mehr. Früher war das anders: Da wurde die Gabel vor jedem Bissen wieder mit der Wölbung nach unten gedreht.

2. In welcher Höhe wird das Besteck richtig angefasst?

Fassen Sie das Besteck am Ende an. Es wirkt eleganter, das Messer zu ziehen, als es mit Druck zu bewegen. Dabei werden Messer und Gabel von oben gefasst, die Zeigefinger liegen auf den Besteckteilen.

3. Was sind gravierende Besteck-Fehler?

  • Das Messer an der Gabel oder an einem Speisestück abwischen
  • Mit dem Besteck gestikulieren
  • Geräusche beziehungsweise metallene Klänge mit dem Besteck erzeugen
  • Das Besteck, sobald es einmal die Speisen berührt hat, auf das Tischtuch oder die Serviette legen
  • Erst kleine Häppchen schneiden, um diese dann nur mit der Gabel zu essen

4. Reicht auch die Gabel allein?

Generell wird in Deutschland mit Messer und Gabel eingedeckt. Ist kein Messer erforderlich, beispielsweise bei Hackfleischgerichten, Frikassee oder Gulasch, kann auch nur mit der Gabel gegessen werden. Die Gabel nehmen Sie dazu in die rechte Hand. Eleganter wirkt es allerdings, wenn Sie auch diese Gerichte mit Messer und Gabel essen. Gerade bei formellen Anlässen sollten Sie daher immer beide Besteckteile verwenden.

5. Wie wird das Besteck richtig abgelegt?

Machen Sie beim Essen eine kurze Pause, zum Beispiel um einen Schluck zu trinken, legen Sie das Besteck V-förmig auf der unteren Tellerhälfte mit der Spitze Richtung Tellermitte ab. Die Besteckgriffe zeigen dabei über den Teller hinaus. Ist das Essen beendet, legen Sie Messer und Gabel parallel zueinander so ab, dass die Besteckgriffe rechts unten über den Tellerrand hinausreichen und das andere Ende Richtung Tellermitte zeigt.

 

 

Das ist Geschmackssache

Ebenfalls in repräsentativen Untersuchungen des "Großen Knigge" hat sich herausgestellt, dass nicht alle unter guten Manieren im Restaurant dasselbe verstehen. So gehen beispielsweise die Ansichten bei folgenden Punkten auseinander:

  • Es gehört sich, dass der Mann der Frau den Stuhl zurechtschiebt.
  • Der Mann übernimmt automatisch die Rechnung.

Je jünger die Dame, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie nur wenig Freude daran hat, wenn ihr der Mann beim Hinsetzen behilflich ist. Von den über 60-jährigen Frauen, die befragt wurden, schätzen diese Geste 85 Prozent. Die 14- bis 29-Jährigen finden das nur zu 33 Prozent gut.

Auch wenn es um das Bezahlen geht, zeigt sich das Altersgefälle. Die über 60-jährigen Frauen empfinden es zu 72 Prozent als angenehm, wenn der Mann prinzipiell die Rechnung übernimmt. Bei den 14- bis 29-Jährigen stößt diese Regelung nur zu 41 Prozent auf Wertschätzung.

Die grundsätzliche Faustregel, wie Sie, liebe Leserin, lieber Leser, im Restaurant gute und moderne Umgangsformen beweisen, sobald es um die Rechnung geht, lautet: Wer einlädt, zahlt! Oder anders ausgedrückt: Unabhängig vom Geschlecht übernehmen Sie als Gastgeber/in die Rechnung.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

 

Alexandra Sievers

 

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