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Wie Sie durch stilvolles Verhalten Zeit sparen

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Rund ums Handwerk: So sind beide Seiten zufrieden

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich habe ich eine Studie gelesen, laut der 73 Prozent der Deutschen mit den Handwerkern, die sie bislang beauftragt haben, zufrieden waren. Ein recht gutes Ergebnis, finde ich.

 

Aber wie sieht es umgekehrt aus? Ich meine: Sind auch die Handwerker mit ihren Auftraggebern zufrieden?

 

 

Einer meiner Bekannten hat ein gut laufendes Handwerksunternehmen mit einigen Mitarbeitern. Und jeden Tag erhält seine Firma etliche Anfragen. Da könnte man doch meinen, er hätte keinen Grund, sich zu beschweren. Hat er aber doch!

„Warum sagen die Leute nicht ab, wenn sie sich für eine andere Firma entscheiden“, stöhnte er letztens. „Wir könnten uns im Büro dadurch so viel Zeit sparen.“

„Warum Zeit sparen?“, stutzte ich.

„Na weil wir den Angeboten natürlich hinterhertelefonieren. Wir erkundigen uns, ob alles klar ist oder ob es vielleicht Fragen gibt. Und falls nötig, helfen wir weiter und erklären die Einzelheiten. Und natürlich wollen wir auch wissen, ob wir den Auftrag bekommen oder nicht.“

Klar, einen Teil dieser Anrufe könnte sich die Sekretärin meines Bekannten sparen, wenn ihr die potenziellen Kunden von sich aus mitteilen würden, dass sie sich bereits für ein anderes Handwerksunternehmen entschieden haben.

Aber ist das üblich? Was meinen Sie, liebe Leserin, lieber Leser?

Auch wenn es viele nicht machen: Ein Angebot, das Sie nicht annehmen wollen, sollten Sie nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Es mit einer kurzen Absage zu beantworten, zeugt von Ihrem guten Stil.

 

 
 

Kurz, freundlich und präzise

Sie können Ihre Absage telefonisch, per E-Mail oder per Fax übermitteln.

Wenn Sie eine E-Mail schreiben, dann senden Sie diese am besten direkt an den Ansprechpartner, mit dem Sie bisher Kontakt hatten.

Der Text könnte beispielsweise lauten:

Ihr Angebot Nr. 123456-78

Sehr geehrter Herr Mustermann,

besten Dank für Ihr Angebot, unser Badezimmer zu renovieren. Ihren Kostenvoranschlag haben wir geprüft und uns letztendlich aus Preisgründen für ein anderes Sanitärunternehmen entschieden. Wir wünschen Ihnen alles Gute und danken Ihnen für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

- Alexandra Sievers -

 

Nicht nur den Unternehmen, an die Sie Ihre Anfrage gerichtet hatten, ersparen Sie durch eine solche kurze, aussagekräftige Absage Arbeitszeit. Sie profitieren auch selbst davon, liebe Leserin, lieber Leser. Schließlich brauchen Sie dann nicht mehr damit zu rechnen, dass sich eine Firma nach der anderen bei Ihnen meldet, um nachzuhaken. Es kann manchmal ganz schön lästig sein, am Telefon immer wieder dieselbe Auskunft zu geben und die nachträglichen Überzeugungsversuche abzuwehren.

Und zum Schluss noch ein kleiner Auszug aus dem

 

 
 

„Knigge für Handwerker“:

Handwerker, die fachgerechte und gute Arbeit zum angemessenen Preis leisten, haben es mit Hilfe dieser Tipps leicht, die Anzahl ihrer zufriedenen Kunden auf 100 Prozent zu erhöhen.

Je freundlicher und kooperativer Sie sich als Handwerker verhalten, desto entspannter ist letztendlich auch Ihre Arbeit. Für den Gesamteindruck, den Ihre Kunden von Ihnen haben, ist gutes Benehmen ebenso wichtig wie gute Arbeit.

  • Wenn Sie zu Ihrem Kunden kommen: Stellen Sie sich mit Ihrem Vor- und Nachnamen vor und fügen Sie auch den Namen Ihrer Firma hinzu. Überreichen Sie Ihre Visitenkarte.
  • Auch wenn es sich um einen Notfall wie einen Wasserrohrbruch handelt: Stürmen Sie nicht ins Haus bzw. in die Wohnung, sondern bitte Sie den Kunden, Ihnen den Weg zu zeigen.
  • Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Kunden, wenn er Ihnen die Sachlage schildert, und bestätigen Sie seine Ausführungen immer wieder mit Äußerungen wie „Genau“ oder „Ich verstehe“. Der größte Fehler, den Sie machen können: Sie geben Ihrem Kunden das Gefühl, dumme Fragen zu stellen.
  • Vermeiden Sie auch Wörter wie „Problem“ und „schwierig“, schließlich sind Sie der Fachmann, auf dessen Hilfe Ihr Kunde baut. Versichern Sie ihm deshalb: „Ich kümmere mich darum“ und erläutern Sie ihm kurz Ihr geplantes Vorgehen.
  • Zur sauberen Arbeit gehört auch, dass Sie in sauberer Kleidung erscheinen (auch wenn das in manchen Handwerksberufen mit häufigerem Umziehen verbunden ist) und dass Sie Ihren Arbeitsplatz sauber hinterlassen – was für Sie sicherlich selbstverständlich ist.

 

Mit herzlichen Grüßen<br/>

Ihre

 

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

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