Gratis-Download

Müssen Sie auf dem WC Small Talk beginnen? Dürfen Sie Konzertkarten als Geschenk eines Kunden einfach annehmen? Wie lehnen Sie ein Duz-Angebot ab?...

Jetzt downloaden

Zugeknöpft ist wieder "in"

0 Beurteilungen

Erstellt:

Liebe Leserin, lieber Leser,

da blättere ich heute Morgen in der aktuellen Ausgabe des Großen Knigge und bei den Tipps & Trends fällt mir die folgende Leserfrage ins Auge: „Gibt es Studien, die den Zusammenhang zwischen Kleidung und Geschäftserfolg belegen?“ Mein erster Gedanke war: Braucht man hier als „Beweis“ wirklich eine Studie? Denn auch ohne Berge von Zahlen ist es kein Geheimnis, dass es da einen Zusammenhang gibt. Nicht umsonst legen Ausdrücke wie „Kleider machen Leute“, „gut betucht“, „offenherzig gekleidet“ oder „hemdsärmelig sein“ den sprachlichen Zusammenhang zwischen Kleidung und wirtschaftlichem Erfolg offen.

Wer einen schlecht sitzenden Anzug trägt, dem glaubt man nicht, wenn er „maßgeschneiderte Lösungen“ verkaufen will. Auch sollte man nicht am Stoff sparen, denn fehlende oder kurze Ärmel wirken „ärmlich“.

Neu ist jedoch, dass die legeren Zeiten im Büro vorbei sind, zumindest, wenn man Trendspotter David Wolfe glauben darf. Ein Indiz für diese Entwicklung ist z. B., dass jedes dritte US-Unternehmen den Casual Friday (Erlaubnis zu legerer Kleidung am Wochenende) wieder abgeschafft hat. Die meisten Firmen erwarten (wieder), dass sich die Mitarbeiter auch zum Wochenausklang förmlich und makellos kleiden.

Vorreiter für den legeren Trend waren zwar die USA. Und hier besonders die Banker an der New Yorker Wall Street, die die Eleganz als Erste zurückkehren ließen. Aber jetzt herrscht dort die Meinung: Wer bei seiner Kleidungswahl bereits auf Freizeit eingestellt ist, ist es (leider) auch bei der Arbeit.

Den Grund für diesen Kleidungstrend sieht David Wolfe in der Wirtschaft: Seitdem die fetten Jahre vorbei sind, ist es wieder wichtig, mit dezenter und konservativer Kleidung einen vertrauenswürdigen Eindruck zu erwecken.

 

Bereits vor mehr als 80 Jahren untersuchte der amerikanische Volkswirt George Taylor den Zusammenhang zwischen Mode und Konjunktur. Seine These: Je schlechter die Zeiten, desto länger die Röcke der Damen, desto seriöser also die Kleidung.

Damen empfiehlt Wolfe, bei Röcken eine knieumspielende Länge zu wählen, um weder unreif noch steif zu wirken. Dazu passen schlichte Seidenblusen und unauffällige Schuhe. Herren rät er zu  Nadelstreifenanzügen, schlichten weißen Hemden und dezenten Krawatten.

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Sorge, sich durch ein geschlossenes Sakko „zugeknöpft“ zu geben, wird allgemein überbewertet. Offen und zugänglich wirken wir durch die Körpersprache – und nicht durch legere Kleidung.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

PS: Aber manchmal ist trotz Top-Kleidung dennoch der „Wurm drin“, und man erhält als Sekretärin nicht die gebührende Behandlung: Chefs und Kollegen nutzen aus, dass Sie keinen Wunsch abschlagen können, weil es Ihnen schwerfällt, Nein zu sagen. Oder Sie müssen sich mit nörgelnden, schlecht gelaunten und gemeinen Kunden und Kollegen herumschlagen. Diese Menschen reden ohne Punkt und Komma, wissen alles besser, machen Sie „zur Schnecke“, finden überall ein Haar in der Suppe oder sind für nichts zu begeistern ...

Knigge Ticker

Wenn es um das Thema Umgangsformen geht, gibt es viel Verwirrung, viele Lügen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. In dem Newsletter "Knigge-Ticker" wird endlich mit Halbwissen und Unwahrheiten aufgeräumt.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Erfolgreiche internationale Geschäfte, Projekte und Meetings für Fach- und Führungskräfte

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Einfach. Besser. Präsentieren.

Zu jedem Anlass die perfekte Rede