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Mitarbeitergespräch: Tabus

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Aus Unachtsamkeit hat sich schon manche Führungskraft durch unbedachte Äußerungen im Mitarbeitergespräch unnötig Probleme bereitet. Lesen Sie, was Sie niemals zu Ihren Mitarbeitern sagen sollten.

Ganz sicher wollen Sie mit Ihren Mitarbeitern konstruktiv so zusammenarbeiten, so dass die vereinbarten Ziele erreicht werden. Sie brauchen dafür Engagement, Motivation und gute Laune im Team.

Kommunikation ist einer der Grundpfeiler erfolgreicher Führungsarbeit

Ein entscheidender Faktor dafür ist Ihre Art der Kommunikation. Führungskräfte stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Was sie sagen, wird von den Mitarbeitern oft sehr viel intensiver aufgenommen, als die Führungskräfte selber ahnen. Manch spontane Äußerung, mancher gedankenlose Satz kann lange nachwirken und große Schäden für Motivation und Leistungsklima anrichten.

Damit Ihnen das nicht passiert, lesen Sie hier, was Sie besser nie zu Ihren Mitarbeitern sagen sollten

Erhalten und stärken Sie im Mitarbeitergespräch die Zuversicht Ihres Teams

Zuversichtliche Mitarbeiter trauen sich etwas zu. Sie  glauben an die Erfolgschance auch bei knappen Ressourcen, engen Terminen und hochgesteckten Zielen. Mit Äußerungen wie den folgenden nehmen Sie als Führungskraft Ihrem Team die Zuversicht, dass die Aufgaben zu meistern sind: 

So misslingt die Kommunikation: 

  • "Zu dem Termin ist das Projekt nie zu schaffen.“ 
  • "Uns fehlen die Leute und die Ressourcen. Das reicht einfach nicht.“ 
  • "Im Vergleich zum Wettbewerb sind wir zu schlecht aufgestellt.“ 

Ihre Mitarbeiter hören aus solchen Sätzen heraus, dass Sie nicht mehr an den gemeinsamen Erfolg glauben. Wozu sich noch anstrengen, wenn man dadurch nur noch graduell die Ausmaße des sicheren Scheiterns verändern kann? 

Falls Sie leider doch ähnliche Äußerungen im Mitarbeitergespräch gemacht haben, so revidieren Sie sie so schnell wie möglich und ersetzen Sie sie durch ermutigende Botschaften. 

Geben Sie zu, dass Sie wegen der knappen Ressourcen oder der engen Termine ein Tief hatten, dass Sie nun jedoch sehen, wie die Sache trotzdem zu schaffen ist. Machen Sie konkrete Vorschläge, geben Sie Anweisungen, wie ab sofort die Sache angepackt werden soll.

Achten Sie auch in der Kommunikation auf die Kollegialität im Team

Teamwork bedeutet, dass die Mitarbeiter zusammenarbeiten. Sie helfen sich gegenseitig, machen bereitwillig Vertretungen, sprechen sich ab und sorgen dafür, dass niemand zum Außenseiter wird. Sie als Führungskraft sollten Konflikte aus dem Weg räumen und stattdessen zum guten Klima beitragen.

Wenn Sie sich im Mitarbeitergespräch aber z. B. wie folgt äußern, stören Sie das kollegiale Klima in Ihrem Team:

  • "Nehmen Sie sich ein Beispiel an Herrn Möller."
  • "Wieso haben die anderen das verstanden und Sie immer noch nicht?"
  • "Ich kann Ihnen keine Gehaltserhöhung geben. Da wären erst einmal andere dran."
  • "Die Kollegen haben sich auch schon über Sie beschwert."

Ihre Mitarbeiter achten sehr genau darauf, ob Ihre Kommunikation etwas darüber verrät, dass Sie Favoriten im Team haben oder Leute, die Sie nicht mögen. Wer sich von Ihnen als Führungskraft im Vergleich zu den Kollegen weniger geschätzt oder sogar missachtet fühlt, verliert nicht nur die Motivation. Solche Mitarbeiter könnten aus Neid auf die höher angesehenen Kollegen subtil kontraproduktiv arbeiten! 

Falls Sie sich in Mitarbeitergesprächen leider doch gegenüber einzelnen Mitarbeitern unterschiedlich wertschätzend geäußert haben, achten Sie ab sofort strikt auf freundliche Neutralität. 

Sichern Sie in Mitarbeitergesprächen aktiv die bereichsübergreifende Zusammenarbeit

Aus psychologischer Sicht ist Abteilungsdenken die moderne Form des uralten "Clan-Denkens". In der abteilungsinternen Kommunikation klingt das dann manchmal so: "Wir sind ein eingeschworenes Team. Wir halten zusammen. Wir stehen füreinander ein." Unmerklich entwickelt sich daraus eine klare Trennung zwischen "Wir vom Team" und "Die anderen, die nicht zu uns gehören".

Wenn Sie sich im Mitarbeitergespräch z. B. wie folgt äußern, verstärken Sie bei Ihren Mitarbeitern die Wahrnehmung der Andersartigkeit der Kollegen anderer Bereiche:

So misslingt die Kommunikation

  • "Die von der Buchhaltung haben keine Ahnung, wie es draußen beim Kunden aussieht."
  • "Mit den Controllern kann man nicht reden. Das sind reine Zahlenmenschen."
  • "Typisch Vertrieb! Die versprechen den Kunden das Blaue vom Himmel und wir müssen das dann ausbaden."
  • "Die in der Zentrale haben gut reden. Das interessiert die gar nicht, wie es bei uns vor Ort läuft."

Wenn Sie sich so in Mitarbeitergesprächen äußern, geben Sie Ihren Mitarbeitern einen Freibrief, sich ebenfalls abfällig über andere Bereiche zu äußern. Die negative Stimmung wird unweigerlich zu Missstimmungen im Alltag führen und die Kommunikation zwischen einzelnen Bereich merklich erschweren.Was letztlich Sie als Führungskraft auszubaden haben, da Sie dann zwischen den einzelnen Abteilungen vermitteln müssen. Lassen Sie es also gar nicht erst so weit kommen.

Falls Sie leider doch ähnliche Äußerungen vor Ihren Mitarbeitern gemacht haben, empfiehlt es sich, einmal einen konsequenten Schlussstrich darunterzuziehen.

Vermeiden Sie es, im Mitarbeitergespräch "aus der Rolle zu fallen"

Sie haben Führungsverantwortung übernommen und müssen damit auch bewusst Ihre "Rolle" als Führungskraft "spielen", gerade was Ihre Kommunikation gegenüber Ihren Mitarbeitern betrifft. Auch wenn es Ihnen selbst einmal nicht so gut geht:  Ihre Mitarbeiter brauchen Sie als Motivierer und Vorbild. Es würde ihnen Sorgen machen, wenn sie den Eindruck hätten: "Unser Chef hat es nicht mehr im Griff."

Wenn Sie sich im Mitarbeitergespräch aber wie folgt äußern, fallen Sie vor den Mitarbeitern aus Ihrer Rolle als Führungskraft:

So läuft die Kommunikation fehl

  • "Ich habe keine blasse Ahnung, wie wir jetzt vorgehen sollen."
  • "Mir sagt hier ja keiner was."
  • "Ich habe keine Lust mehr. Wenn das hier so weitergeht, schmeiße ich alles hin."
  • "Ich schaffe das nicht mehr! Ich habe weder die Zeit noch die Nerven dafür."

Egal, wie knüppeldick es kommt, von ihrem Vorgesetzten erwarten die Mitarbeiter, dass ihm immer noch etwas einfällt, wie eine schwierige Situation gemeistert werden kann!

Falls Sie leider doch ähnliche Äußerungen in einem Mitarbeitergespräch gemacht haben, sollten Sie schnell wieder in Ihre "Kommunikations-Rolle" als fähige Führungskraft zurückfinden.

Empfinden Sie die Situation für sich persönlich als ausweglos, sollten Sie sich externe Unterstützung bei einem professionellen Coach holen. Mit einem neutralen Dritten können Sie offen über Ihre Probleme sprechen.

Nutzen Sie Mitarbeitergespräche zur Stärkung der Loyalität

Loyalität zum Unternehmen ist ein wichtiger Motivator. Persönliche Belohnungen wie Lob, Prämien und Beförderungen motivieren auf der Basis von Leistung und Gegenleistung. Die Mitarbeiter strengen sich für das an, was ihnen persönliche Belohnungen einbringt.

Schwieriger ist das Motivieren, wenn Sie den Mitarbeitern materiell nichts bieten können und gleichzeitig ungeliebte Aufgaben zu verteilen oder unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen haben. Dann wird Loyalität zum Unternehmen anspornen: "Wir tun es für die Firma. Es macht uns zwar keinen Spaß, aber für die Firma setzen wir uns ein."

Wenn Sie sich in Mitarbeitergesprächen aber wie folgt äußern, riskieren Sie eine innere Entfremdung der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen und seiner Führungsspitze:

So nicht

  • "Der Fisch stinkt vom Kopf her."
  • "Das haben die hohen Herren am grünen Tisch beschlossen."
  • "In diesem Laden funktioniert nur eines, der Bürokratismus."
  • "Hier haben doch schon längst die Berater das Ruder in der Hand."

Ihre Mitarbeiter hören aus solchen Sätzen heraus, dass Sie selbst nicht mehr loyal zum Unternehmen stehen. Wer Sie mag, wird sich Ihrer vermeintlichen Haltung anschließen und ebenfalls am Unternehmen und seiner Führungsspitze mäkeln. Wer zu Ihnen eine innere Distanz hat, denkt darüber nach, ob wohl Ihre Tage im Unternehmen gezählt sind

Falls Sie leider doch ähnlich im Mitarbeitergespräch geäußert haben, vertiefen Sie es möglichst nicht durch Zurücknahme. Ihre Mitarbeiter könnten vermuten, dass Sie einen Rüffel dafür bekommen haben und deshalb zurückrudern. Innerlich, so vermuten die Mitarbeiter, denken Sie weiterhin genau das, was Sie gesagt haben

Auch in der eigenen Kommunikation "nach unten" loyal bleiben

Haben Sie als Führungskraft Probleme damit, in der Kommunikation "nach unten" Entscheidungen der Unternehmensspitze mitzutragen, versuchen Sie, loyal zu bleiben, aber auch authentisch. Im Einzelfall kann es besser sein, ein Problem im Mitarbeitergespräch offen anzusprechen und sich damit das Vertrauen der eigenen Mitarbeiter zu sichern.

Erhalten Sie die Bereitschaft Ihrer Mitarbeiter, Neues zu lernen und an sich zu arbeiten

Sie brauchen ein kreatives Team, das sich in neue Techniken und veränderte Aufgaben einarbeitet. Sie wollen, dass Mitarbeiter aus Fehlern lernen und sich stetig zu verbessern suchen. Außerdem wollen Sie, dass Ihre Mitarbeiter Kritik nicht als persönlichen Angriff erleben, sondern als Ansporn, an sich zu arbeiten.

Wenn Sie sich in Mitarbeitergesprächen allerdings wie folgt äußern, riskieren Sie eine sture Verweigerungshaltung:

So misslingt die Kommunikation

  • "Wie oft soll ich Ihnen das noch erklären?"
  • "Sie können so etwas nicht."
  • "Sie haben ja schon das vorige Projekt in den Sand gesetzt."
  • "Ein wenig mitdenken sollten Sie schon!"
  • "Jetzt versuchen Sie das noch einmal, aber bitte mit eingeschaltetem Gehirn."

Ihre Mitarbeiter hören aus solchen Sätzen eine tiefe Missachtung heraus. Mitarbeiter mit wenig Selbstbewusstsein verlieren den Glauben an ihre eigenen Fähigkeiten. Sie trauen sich nichts mehr zu und geben auf.

Mitarbeiter mit hohem Selbstbewusstsein lassen sich durch diese Art der Kommunikation nicht in Selbstzweifel stürzen. Sie sind empört. Sie nehmen an, dass der Vorgesetzte etwas gegen sie hat. Wer kann, sucht nach Wegen, den Chef zu verlassen. Wer nicht wechseln kann, zieht sich in die innere Kündigung zurück

Falls Sie leider doch ähnliche Äußerungen in Mitarbeitergesprächen gemacht haben, müssen Sie sie so schnell wie möglich wieder revidieren und durch ermutigende Botschaften ersetzen.

Geben Sie zu, dass Sie genervt waren. Entschuldigen Sie sich beim Mitarbeiter. Machen Sie ganz deutlich, dass Ihnen nicht nur die Bemerkung leid tut, sondern dass Sie auch ganz bestimmt nicht wirklich so denken

Achten Sie auf Ihre Kommunikation!

Achten Sie in Zukunft mehr auf die Art Ihrer Kommunikation: Sagen Sie Ihrem Mitarbeiter etwas Ermutigendes. Bestätigen Sie ihn positiv in seinem Bemühen um gute Leistungen.

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