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2 Sätze jeder Rede sind besonders wichtig, aber welcher ist der wichtigste?

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Der erste Satz erreicht Aufmerksamkeit, der letzte erzielt Aktion und Erinnerung!

 

Jede Rede, las ich eben, habe eine Botschaft – wenn es keine Botschaft gibt, solle es auch keine Rede geben*). Dem kann ich nur zustimmen wie jeder, der eine Rede halten soll oder will. Die Kunst bleibt immer nur als Frage: „Wie drücke ich die Botschaft klar und verständlich aus und so, dass sie bei den Leuten, die sie hören und begreifen sollen, auch ankommt, sie begeistert und zum Mitmachen animiert?“ Da stehen wir gleich mittendrin im großen weiten Feld der Rhetorik. Auf der Suche nach Antworten finden wir recht schnell eine Menge Hinweise und Tipps, wie eine Rede am Wirkungsvollsten zu beginnen sei, aber für den wirkungsvollen Schluss drücken sich doch viele Ratgeber um eben einen solchen. 

Richtig ist, dass ein/e Redner/in mit dem ersten Satz die Zuhörer/innen für sich und seine Sache gewinnen soll; richtig ist, dass die Rede einen Spannungsbogen aufbauen und halten, dass sie einen roten Faden haben soll, damit die Zuhörer/innen den Gedanken folgen und sie aufnehmen können. Nur die wichtigste Frage bleibt: „Was sollen die Menschen, zu denen ich spreche, am Ende behalten, für sich gewinnen und mitnehmen?“ Ich erinnere zum Beispiel an die ‚AIDA-Formel’ als das Akronym für ein Werbewirkungs-Prinzip mit den Phasen: 1. Attention (die Aufmerksamkeit erregen) – 2. Interest (das Interesse erreichen) – 3. Desire (den Wunsch erzeugen) – 4. Action (den Abschluss erzielen). Diese AIDA, 1898 von dem Amerikaner Elmo Lewis zur Strukturierung von Verkaufsgesprächen entwickelt, gilt doch fürs Redenschreiben und Reden vortragen genauso, nicht wahr?!

 

Einer meiner persönlichen Leitsätze lautet: „Vorne sauber denken – damit hinten nichts mehr schief geht.“ Das geht zwar auch nicht immer so einfach auf, aber es erinnert bei allen Projektanfängen bereits daran, dass es neben den Zielen und den Wegen dorthin tatsächlich auch ein Ende gibt. Und dabei geht es gewiss nicht nur um die Sache, nein, es geht auch um die Personen, die das Projekt betreiben und vertreten, um das Team – und genauso auch um mich als Teamleader oder auch um mich persönlich als den Allein-Verantwortlichen. Wenn Sie also eine Rede halten, denken Sie daran, was Ihre Botschaft und dass Sie der Botschafter sind, weil Ihre Zuhörer/innen genau das als Einheit, sozusagen im Paket wahrnehmen. Je intensiver Sie Ihre Botschaft verkörpern, desto höher ist Ihre Überzeugungskraft. 

Die Chance für den Schlussabsatz ist, dass der erste bereits ‚vergessen’ wurde! 

Fragen Sie Freunde und Kollegen, wie Ihre Rede begann, die Sie gestern gehalten haben, dann werden Sie selten hören, dass der Anfang das Beste war. Den größten bleibenden Eindruck macht, wie Sie Ihre Rede beenden, und zwar mit der Sprechsprache, der Sprachspreche und mit der Körpersprache. Die müdeste Pointe am Ende ist nachhaltiger als der tollste Gag am Anfang. Damit haben Sie es doch relativ einfach für den Einstieg zum Schlusspunkt: Sie fassen zusammen – Sie erinnern an den Anfang – Sie wiederholen die wichtigsten Gedankenschritte – Sie wagen einen Ausblick – Sie formulieren einen Wunsch – Sie fordern auf zum Handeln – Sie haben eine Vision. Noch besser ist, Sie holen das Auditorium ins Boot, denn ‚Sie und ich’ wurden doch längst zu einem ‚Wir’

Zum Ende für heute erinnere ich an einen Satz von meinem Favoriten aller Lehrmeister für die Kunst der Rhetorik, Kurt Tucholsky: „Kündige den Schluß deiner Rede lange vorher an, damit die Hörer vor Freude nicht einen Schlaganfall bekommen.“*) Was schätzen Sie, ist das ein Ratschlag für einen guten oder einen schlechten Redner? 

*) frei nach einem Artikel von Claudius Kroker, Sprecher des VRdS, 2011. Zitat aus Kurt Tucholsky: Ratschläge für einen schlechten Redner, 1930. 

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 


 

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