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3 wichtige Schritte zum begeisternden Prosa-Vortrag

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Urheber: bibi | Fotolia

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Auch wenn es manchmal nicht so aussieht: Die meisten mitreißenden Reden oder beeindruckenden Vorträge entstehen nicht aus dem Stehgreif, sondern sind das Ergebnis intensiver Vorarbeiten.

Prosa-Vortrag - Schritt 1: Bereiten Sie sich vor

Auch wenn es sich banal anhört: Überlegen Sie sich zunächst einmal, was Sie überhaupt sagen wollen. Denn einige Vorträge misslingen allein deshalb, weil der Redner selbst nicht so recht weiß, was er transportieren will. Eine grobe Vorstellung allein reicht nicht aus. Sie müssen genau wissen, was Sie sagen wollen. Legen Sie dann fest, welches Ziel Sie haben:

  • Wollen Sie Ihre Zuhörer vor allem informieren?
  • Oder müssen Sie Überzeugungsarbeit leisten?
  • Oder geht es vor allem um die Würdigung einer Person – zum Beispiel bei einem Jubiläum?

Danach analysieren Sie Ihre Zielgruppe. Dabei helfen Ihnen die folgenden Fragen:

  • Wie viele Zuhörer kommen?
  • Wer sind diese Zuhörer?
  • Kommen besonders wichtige Personen?
  • Was für Einstellungen haben die Zuhörer wahrscheinlich zu dem Thema?
  • Was wissen die Zuhörer schon zu dem Thema? Was wollen sie noch zusätzlich wissen?
  • Welche Einwände oder Vorbehalte könnten die Zuhörer haben?

Ausgehend von den Inhalten, Ihren Zielen und der Zielgruppe können Sie dann nach Argumenten suchen. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf die Bedürfnisse der Zielgruppe. Denken Sie daran: Sie müssen nicht sich selbst überzeugen, sondern Ihre Zuhörer.

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Prosa-Vortrag - Praxis-Tipp:
Achten Sie immer auf eine maßgeschneiderte Darstellung. Es gibt keine perfekte Rede zu einem Thema, die Sie immer wieder verwenden können.

Denn Sie müssen sich ja immer wieder mit einem anderen Publikum und einer anderen Zielgruppe auseinandersetzen. Und das erfordert immer wieder Anpassungen bei den Inhalten – selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind.

Prosa-Vortrag - Schritt 2: Strukturieren Sie Ihre Gedanken

Bauen Sie Ihre Gedanken als Argumentationslinien auf. An den Anfang und an das Ende gehören dabei die stärksten Argumente. Die schwächeren Argumente können Sie in der Mitte „verstecken“.

Prosa-Vortrag - Praxis-Tipp:
Fangen Sie stark an. Lassen Sie sich nicht in Versuchung führen, schwache Argumente schnell „loszuwerden“. Denn schwache Argumente zu Beginn können schnell zum Eigentor werden. Der Zuhörer ist nicht überzeugt und schaltet ab. Damit laufen dann Ihre starken Argumente, die noch kommen, ins Leere.

Bei langen Argumentationslinien sollten Sie am Ende die wichtigsten Argumente noch einmal kurz zusammenfassen. Damit rufen Sie sie dem Zuhörer wieder ins Gedächtnis. Versuchen Sie aber nicht, Ihre Zuhörer mit Argumenten zu „erschlagen“.

Bereits nach zehn Minuten lässt bei den Menschen die Aufmerksamkeit rapide nach. Nach spätestens 20 Minuten hören viele Menschen schon nicht mehr richtig hin, und Sie müssten eigentlich eine Pause machen. Kürzen Sie daher Ihre Argumentationslinien auf das Wesentliche. Lassen Sie alles weg,

  • was nicht zwingend zum Thema gehört,
  • was die Zuhörer bereits wissen,
  • was die Zuhörer nicht interessiert,
  • was nicht zu den Zielen Ihres Vortrags passt und
  • was Sie selbst nicht überzeugt.

Achten Sie aber nicht nur auf Ihre Argumentationslinien, sondern sorgen Sie auch für einen guten Einstieg und ein eindrucksvolles Ende. Mit dem Einstieg stimmen Sie die Teilnehmer und sich selbst erst einmal mit einigen Worten auf das Thema ein. Suchen Sie einen positiven Einstieg und nehmen Sie einen bekannten Aufhänger – zum Beispiel die Räumlichkeiten oder ein historisches Datum.

Prosa-Vortrag - Praxis-Tipp:
Beginnen Sie nicht mit Floskeln oder einer Entschuldigung. Verzichten Sie auf Floskeln wie „Ich freue mich, dass Sie sich alle für das Thema begeistern können“ oder langatmige Begrüßungen.

Auch eine Entschuldigung ist kein gelungener Einstieg. Damit sorgen Sie sofort zu Beginn für einen negativen Eindruck – denn es muss ja einen Grund haben, dass Sie sich entschuldigen.

Der Schluss eines Vortrags ist der wichtigste Teil. Denn hier sind Ihre Zuhörer am aufmerksamsten – vorausgesetzt, Sie kündigen das Ende an. Fassen Sie daher zum Schluss noch einmal kurz Ihre wichtigsten Argumente zusammen und formulieren Sie Ihre Hauptbotschaft als Schlusssatz.

Prosa-Vortrag - Praxis-Tipp:
Wiederholen Sie nicht die halbe Rede. Wenn Sie das Ende ankündigen, kommen Sie bitte auch zum Ende. Fassen Sie Ihre Argumente kurz und knapp zusammen. Details haben Sie bereits vorher vorgestellt. Sie müssen sie am Ende nicht noch einmal erläutern.

Prosa-Vortrag - Schritt 3: Feilen Sie an Ihrem Werk

Der dritte Schritt ist die Ausgestaltung – das sprachliche Verpacken des Inhalts. Hierfür gibt es drei ganz einfache Regeln.

Regel 1: Sprechen Sie einfach, aber angemessen

Reden Sie nicht so, wie Sie schreiben würden. Das klingt häufig gestelzt und gekünstelt. Sprechen Sie einfach und verständlich. Sprechen Sie nicht in langen, verschachtelten Satzungeheuern, sondern halten Sie die Sätze kurz. Auch Passivsätze und Konjunktiv-Konstruktionen verringern die Verständlichkeit.

Fremdwörter und Fachausdrücke sollten Sie nur dann verwenden, wenn Sie absolut sicher sind, dass Ihre Zuhörer damit etwas anfangen können – und zwar alle Zuhörer.

Doch Vorsicht: Sie können Ihre Zuhörer nicht nur über-, sondern auch unterfordern! Und das sorgt ebenfalls für Langeweile und Desinteresse. Passen Sie Ihren Vortrag daher an Ihre Zielgruppe an. Er darf weder zu schwierig noch zu einfach sein. Bei einem Publikum, das ausschließlich aus Fachexperten besteht, dürfen Ihre Erklärungen ruhig ein wenig anspruchsvoller ausfallen. Bei Laien dagegen sollten sie möglichst einfach sein.

Regel 2: Lassen Sie Bilder in den Köpfen entstehen

Arbeiten Sie, wann immer möglich, mit Vergleichen und Beispielen. Das erleichtert das Verständnis ungemein. Doch auch hier heißt es Vorsicht: Beispiele und Vergleiche müssen passen und nachvollziehbar sein.

Der Vergleich „Unser Unternehmen wird von dem aktuellen Projekt noch deutlich mehr profitieren als von dem Projekt Alpha“ sagt einem Zuhörer herzlich wenig, wenn er das Projekt Alpha nicht kennt.

Regel 3: Aktivieren Sie die Zuhörer

Sprechen Sie die Zuhörer so oft wie möglich direkt an. Stellen Sie auch rhetorische Fragen. Die sorgen in vielen Fällen dafür, dass sich die Zuhörer selbst aktiv mit dem Thema auseinandersetzen.

Prosa-Vortrag - Praxis-Tipp:
Blicken Sie bei rhetorischen Fragen über die Zuhörer hinweg. Sonst könnten Zuhörer sich angesprochen fühlen und die Frage tatsächlich beantworten.

Auch wenn die Versuchung groß ist: Stützen Sie sich beim Vortrag nicht auf eine fertig ausformulierte Rede. Während Sie das Manuskript schreiben, können Sie die Rede fix und fertig ausformulieren. Doch beim Vortrag selbst nehmen Sie am besten kleine Karten, auf denen Sie Stichworte notieren. Dann kommen Sie nämlich erst gar nicht in die Verlegenheit, einen auswendig gelernten Vortrag abzuspulen.

Prosa-Vortrag - Praxis-Tipp:
Halten Sie Kernaussagen, Zitate und wichtige Sätze wörtlich fest. Wenn Sie vergesslich sind, sollten Sie besonders prägnante Aussagen wie den Schlusssatz, vielleicht die Einleitung und auch Zitate wortwörtlich aufschreiben. Denn hierbei muss jedes Wort sitzen.

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