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Achtung: Das Lampenfieber grassiert!

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Die beste Medizin ist, positiv damit umzugehen.

 

In der letzten Woche hat Ihnen die Kollegin Alexandra Sievers zahlreiche Hinweise und Tipps zu Aufbau und Inhalt gegeben, wie Sie mit Ihrer Weihnachtsrede festliche Stimmung verbreiten. Ich will ihnen heute Ihre Vorbereitung komplettieren und bereite Sie darauf vor, wie Sie Ihre Rede zum Fest vor Dritten präsentieren und vortragen. Denn eines ist klar: Derzeit steigt nicht nur die Grippewelle recht schnell an. Nein, mit der Vielzahl von Weihnachtsfeiern aller Art, also mit Mitarbeitern, Mitgliedern, Kollegen, Kunden und Freunden erreicht das Lampenfieber einen extrem hohen Stand. Und auch dagegen kann man etwas machen, zwar nicht mit einer Schutzimpfung, aber mit Coaching und Training, selbst so ganz für sich alleine.

Lampenfieber ist gewiss nicht angenehm, aber es lässt sich schnell kurieren, wie ich es dieser Tage gerade wieder gesehen habe. Ich verfolge täglich so nebenbei eine TV-Kochshow, in der je 2 männliche und weibliche Laien ein 3-Gänge-Menue gegeneinander kochen. Und genau diesen Kandidaten gilt mein Interesse, wie sie so vor der TV-Kamera agieren. Neulich hat nun der Moderator, selbst ein Spitzenkoch und ambitionierter Showmaster, einem der beiden Herren geraten, er wäre vom Publikum besser zu verstehen, wenn er einfach jeden Satz in der gleichen Lautstärke beendet, wie er ihn beginnt. Das war ganz freundlich gesagt und freundschaftlich gemeint, und – was soll ich sagen – die Botschaft kam an und zeigte Erfolg. Der Anlass für das Leiserwerden ist der kleine Schreck, den manche Menschen bekommen, sobald sie ihre eigene Stimme aus einem Lautsprecher vernehmen. Ähnliches gilt übrigens, wenn man vor laufender Kamera agiert und sich parallel auf dem Monitor sieht. Ich bekenne, dass ich spontan ebenso reagiere wie diese Leute: Am liebsten weglaufen, aber mindestens wegsehen – das ist natürlich total falsch, Lampenfieber eben!

 

Allgemein gesprochen befällt Lampenfieber ausnahmslos jeden Redner, Schauspieler, Musiker usw. kurz bevor ihrem Einsatz; ich nenne es: „Die Angst des Redners vor dem ersten gesprochenen Wort.“ Das sollte Sie gerade dann trösten, wenn Sie der Meinung sind, dass Lampenfieber nur Sie und immer wieder nur Sie heimsucht. Nein, so jemand Besonderer sind Sie dann auch nicht! Sehen Sie stattdessen Lampenfieber als etwas Gutes. Es macht Sie wach, puscht Sie hoch, aktiviert Ihre Kräfte, sensibilisiert Ihre Sinne, treibt Sie an zur Leistung. In den unzähligen Ratgebern zur ‚Bekämpfung’ von Lampenfieber steht übereinstimmend eine Wahrheit: Wer lethargisch das Wort ergreift, kommt auch lethargisch bei seinen Zuhörer/innen/n an, denn er kann nicht angreifen, aufrütteln, begeistern, mitreißen und motivieren!

Mit Lampenfieber ist es nicht schön, aber ohne ist es schlimmer!

Klar ist, dass Lampenfieber immer dann besonders stark empfunden wird, wenn Sie zum ersten Mal öffentlich auftreten, live vor Publikum oder einer Kamera, wie etwa der Laienkoch, von dem ich Ihnen berichtet habe. Klar ist auch, dass Lampenfieber mehr und mehr nachlässt, je mehr Praxis Sie als Redner/in haben – nur ganz weggehen wird und sollte es auch nicht. Und da auf den unendlich vielen Weihnachtsfeiern, die in den nächsten 4 bis 5 Wochen bis zu den Festtagen noch stattfinden werden, natürlich auch Persönlichkeiten das Wort ergreifen, die nicht so häufig eine Ansprache, eine Rede, einen Vortrag halten, gebe ich Ihnen gerne einige Tipps und Tricks mit:

  1. Üben – üben – üben! Nehmen Sie Ihr Manuskript zu Hand und sprechen Sie los. Ob Sie dabei in einen Spiegel schauen oder gegen einen Scheinwerfer, ist letztlich egal. Wichtig ist nur, dass Sie textsicher sind, einige Passagen fast auswendig gelernt haben und so vortragen, als kämen sie Ihnen soeben in den Sinn und als Worte über die Lippen.
  2. Üben Sie insbesondere den Anfang. Stehen Sie bequem und machen Sie sich mit einigen Unwägbarkeiten vertraut: Ein Mikrofon, das nicht eingeschaltet oder zu hoch aufgedreht ist. Oder eine Geräuschkulisse, weil Ihre Feier nicht in einem separaten Raum stattfindet. Versuchen Sie solche Situationen zu antizipieren, umso leichter finden Sie sich zurecht, wenn es ernst wird.
  3. Üben Sie den ruhigen Blick in die Runde, abwechselnd zu jedem Gast im kleinen Kreis oder imaginär in die Mitte des Raumes bei einem großen Auditorium.
  4. Bevor Sie lossprechen, atmen Sie noch ein-, zwei- oder besser noch dreimal tief durch und schauen dabei entspannt zu Ihren Zuhörer/innen/n. Sehen Sie, wie erwartungsfroh die Menschen zu Ihnen schauen. Ja, die Menschen möchten Sie hören, sie freuen sich auf Ihre Rede. Das machen Sie sich bewusst und dann:
  5. Sprechen Sie langsam, laut und deutlich. Haben Sie keine Angst vor Versprechern, versuchen Sie nur, keine Silbe zu verschlucken oder sich zu räuspern – aber dafür haben Sie ja vorher gut geübt.
  6. Wenn Sie den ersten Lacher oder ein Zeichen der Zustimmung registrieren, haben Sie Ihre Zuhörer/innen gewonnen und ihr Lampenfieber besiegt. Ab dann sind Sie der ‚King im Ring’ und reden frei und unbeschwert.

Übrigens wünsche ich Ihnen nur so viele vor-weihnachtliche Gansessen, damit Sie sich am Ende nicht so fühlen wie die berühmten Lausbuben von Wilhelm Busch in ihrem zweiten Streich: „Max und Moritz im Verstecke / schnarchen aber an der Hecke. / Und vom ganzen Hühnerschmaus / guckt nur noch ein Bein heraus.“

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 


 

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