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Antritts- und Begrüßungsreden halten

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Urheber: drubig-photo | Fotolia

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Wie Sie als Chef die Neuen begrüßen – und wie Sie als Neue/r schwungvoll antreten.

Ein kapitaler Chef-Fehler …

So bitte nicht: „Hallo, hier bin ich! Sie haben mich sicher schon erwartet!“ Stellt sich ein Neuling im Unternehmen oder Verein mit selbstgefälliger „Hoppla hier komm ich“-Mentalität vor, hat er in Zukunft schlechte Karten.

Doch liegt es nicht an Ihnen allein, einen solchen Fehlstart zu vermeiden. Eine wichtige Rolle spielt auch die Person, die Sie in den Kollegenkreis einführt.

Antritts- und Begrüßungsreden: Die richtige Redner-Reihenfolge

Eine Selbstvorstellung im Kollegenkreis wäre die denkbar schlechteste Einführung. Am besten, der Chef, ein direkter Vorgesetzter oder ein langjähriger Mitarbeiter übernimmt die Aufgabe, bei der es Fingerspitzengefühl braucht.

Antritts- und Begrüßungsreden: Die Situation entkrampfen

Wenn der/die Neue einen unsicheren oder nervösen Eindruck macht, übergehen Sie das am besten. Flößen Sie ihm/ihr lieber ein wenig Selbstvertrauen ein.

Wenn Sie den Neuling häufig mit Namen ansprechen, verringern Sie die anfänglich vorhandene Distanz weiter. Das Anreden mit dem Namen schafft Sympathie. So fühlt sich der oder die Neue gleich respektiert und einbezogen.

Antritts- und Begrüßungsreden: Lockere Athmosphäre erzeugen

Machen Sie gleich zu Anfang eine witzige Bemerkung, um die Situation zu entkrampfen oder Gemeinsamkeiten zwischen den Anwesenden herzustellen:

„Frau/Herr … [Name] hat ja bereits eine große Hürde überwunden: Sie/er hat hierher gefunden, woran ja, wenn ich in diese Runde blicke, in der Vergangenheit so manche gescheitert sind.“

So bringen Sie gleich am Anfang alle Beteiligten zum Lachen und lassen alle potenziell existierenden Befangenheiten umgehend verschwinden.

Antritts- und Begrüßungsreden: Die Inhalte Ihrer Begrüßung

Im weiteren Verlauf Ihrer Einführung kommen Sie kurz (!) – pro Frage reicht ein Satz – auf die Veränderungen im Betrieb oder Verein zu sprechen:

  • Was erwartet die Belegschaft, das Team, die Mitglieder? Wer ist der Neuling? Welche Aufgaben wird er übernehmen?

Auch ein Neuer hat eine Vergangenheit. Gehen Sie in der gebotenen Kürze darauf ein! Denken Sie daran, dass Sie dem Neuling nicht zu viel vorwegnehmen sollten: Er muss ja noch seine Antrittsrede halten. Sagen Sie also nur in jeweils einem Satz,

  • woher die neue Kraft kommt, was sie bislang gemacht hat und vielleicht noch tut,
  • warum sie Ihrer Meinung nach besonders gut ins Unternehmen beziehungsweise in den Verein passt.

Werfen Sie in Ihrer Vorstellungsrede zu guter Letzt einen Blick in die Zukunft. Das ist das, was alle Anwesenden am meisten interessiert.

Antritts- und Begrüßungsreden: Ängste und Hürden überwinden

Falls Sie Ängste unter den Alt-Mitarbeitern vermuten oder spüren, geben Sie eine erste Entwarnung. Niemand soll sich durch die Ankunft des Neulings auf den Schlips getreten fühlen.

Wenn beispielsweise der Abteilungsleiter die neue Teamsekretärin behutsam einführt, beugt er gleichzeitig eventuellen Eifersüchteleien wirksam vor. Ein Team, das personell aufgestockt wird, sollten Sie wissen lassen, dass eine Verstärkung gekommen ist und Bedenken unnötig sind, dass etwa in naher Zukunft ein anderer deswegen seinen Hut nehmen muss.

Antritts- und Begrüßungsreden: Der angemessene Zeitrahmen

Überschlagen Sie kurz, wie viel Zeit Ihre Begrüßungsrede in Anspruch nimmt: Es sind nicht mehr als 15 Sätze, für die Sie keinesfalls länger als fünf Minuten brauchen werden. Jede Minute mehr wäre ein Affront gegenüber dem Neuling.

Vergessen Sie bitte nicht: Es ist heute nicht Ihre Bühne. Sie dürfen dem/der Neuen nicht die Show stehlen! Nicht auf den Begrüßungsredner richtet sich die Aufmerksamkeit, sondern auf den Neuzugang!

Antritts- und Begrüßungsreden: Vorsicht Fettnäpfchen!

Wenn ein/e Neue/r kommt, geht häufig ein Alter. Auch dies sollten Sie erwähnen – aber nur kurz. Sagen Sie grundsätzlich nur Positives über die Person, die nun nicht mehr da ist. Das geht auch in einem Satz!
Hat es Probleme gegeben, verschweigen Sie diese. Es ist stillos, schlecht über Abwesende zu reden. Außerdem gibt das dem/der Neuen direkt ein komisches Gefühl.

Hat der oder die Vorgänger/in große Leistungen vollbracht, gehen Sie nicht allzu ausführlich darauf ein. Das Schlimmste für einen Neuling ist, gleich in zu große Fußstapfen treten zu müssen.

Antritts- und Begrüßungsreden: Das Wort an den Neuen/die Neue übergeben

Mit Ihrem allerletzten Satz leiten Sie zur Antrittsrede des Neuen über:

„Jetzt habe ich aber genug geredet. Erzählen Sie uns etwas über sich, liebe Frau/lieber Herr … [Name]!“  

Antritts- und Begrüßungsreden: Schwungvoller Antritt - Wie sich der/die Neue präsentieren sollte

Jetzt ist es an der Reihe des Neuankömmlings, sich zu präsentieren. Gleich im ersten Satz sollten Sie – als Neuankömmling – sich für die warmen Worte erkenntlich zeigen:

Nach dieser herzlichen Einführung kann eigentlich kaum noch etwas schiefgehen.“

Wenden Sie sich danach an die übrigen Anwesenden.

Ihre nächsten Worte sollten den positiven Eindruck, den Ihr Eingangssatz erweckt, verstärken. Zu Beginn Ihres Auftritts suchen die Versammelten nach Anhaltspunkten, um auf Ihren Charakter zu schließen.
In diesen rund 60 Sekunden entscheidet sich, ob Sie wirklich die Sympathie Ihres Publikums gewinnen – oder wieder verspielen:

  • Lassen Sie sämtliche Anwesenden gleich wissen, wie froh Sie sind, im neuen Unternehmen oder Verein zu sein. Sagen Sie ihnen: „Ich habe mich schon lange auf diesen Moment gefreut.“
  • Zeigen Sie von Anfang an Begeisterung für Ihre neue Aufgabe.
  • Achten Sie ebenfalls auf die Zwischentöne in Ihrer Rede! Vermitteln Sie allen, die mit Ihnen zu tun haben werden, dass die Zusammenarbeit auch ihnen Nutzen bringt.

Doch Vorsicht! Versuchen Sie nicht schon in Ihrer Antrittsrede, gleich alles zu verändern. Kündigen Sie also keine Revolution an, sondern demonstrieren Sie Ihren guten Willen, sich in die Gemeinschaft zu integrieren.
Beachten Sie darüber hinaus, dass Antrittsreden kurz und prägnant sein müssen. Zeitrahmen: drei bis fünf Minuten. Sonst kommen Sie gleich zu Beginn im neuen Job oder neuen Amt in den Ruf, ein Schwätzer zu sein.

Antritts- und Begrüßungsreden: Was außer Worten wichtig ist - Tipps zu Mimik und Auftreten

Eine Rede beginnt nicht erst, wenn Sie vor Ihrem Publikum stehen und den Mund aufmachen. Neben Gedanken zum Inhalt Ihrer kleinen Ansprache sollten Sie sich im Vorfeld auch Gedanken über Ihre äußere Erscheinung machen.

Alles zusammen rundet sich zu dem Bild ab, das andere bei der ersten Begegnung von Ihnen bekommen.
Auch wenn Sie bei Ihrem ersten Auftreten möglichst wenig Angriffsfläche bieten wollen: Verzichten Sie auf ein Pokerface! Meist wird es Ihnen als Arroganz ausgelegt oder als Unsicherheit – beides ist tödlich in Ihrer Situation.

  • Setzen Sie stattdessen auf den Gesichtsausdruck, der mit geringstem Aufwand das Maximum erreicht: ein Lächeln. Es weckt sofort Sympathie bei allen, denen Sie es schenken.
  • Suchen Sie sich ein Gesicht in der Gruppe heraus, das Sie besonders sympathisch finden. Nehmen Sie gleich zu Beginn der Rede Blickkontakt auf. Lassen Sie Ihren Blick einige Male zurückwandern.
    Dann suchen Sie sich das zweitnetteste Gesicht für den nächsten Blickkontakt. Beziehen Sie im weiteren Verlauf Ihrer Rede immer mehr Gesichter in den Blickkontakt ein.

Antritts- und Begrüßungsreden: Die richtige Kleidung

Die Faustregel lautet: Tragen Sie nichts, was vom Inhalt Ihrer Antrittsrede ablenken könnte. Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Verkleiden Sie sich nicht! Denn tun Sie das, geht Ihre Sicherheit verloren, und Sie selbst sind abgelenkt.

Profi-Tipp: Tragen Sie Ihre Kleidung vorher Probe. Dann fühlen Sie sich beim Antrittstermin auch nicht verkleidet.

  • Halten Sie sich an den Dresscode Ihrer Branche. Seien Sie nie schlechter gekleidet als die übrigen Anwesenden.
  • Und wenn Sie einen Hauch besser gekleidet sind, schadet das beim Debüt auch nicht: So zollen Sie den Alteingesessenen Respekt! Doch bitte Vorsicht: Berücksichtigen Sie den Neidfaktor!
  • Nichts ist peinlicher, als hoffnungslos over- oder underdressed zu sein. Falls Sie neu im Beruf, unsicher in der Kleiderfrage oder ohne Anhaltspunkt sind:
    Fotos des zukünftigen Teams finden Sie oft auf der Homepage oder in einer Image-Broschüre Ihres neuen Unternehmens.
  • Achten Sie auf die Farben Ihrer Kleidung: Schwarz wirkt – so wie Grau und Marineblau – kompetent, seriös, geradlinig. In kreativen Branchen kann es Ihnen aber auch als konservativ, streng oder langweilig ausgelegt werden.
  • Was gar nicht geht: bunte Schuhe, Turnschuhe! Die Schuhe bilden immer den dunkelsten Teil der Kleidung, die Socken sollten nie zu kurz, stets uni und farblich zu Schuh oder Hose passend sein.
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