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Argumente & Co bei Loriot: Es ploppt, saugt und bläst bei Hoppenstedts.

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Heute geht's mit der Intervalltechnik weiter – mal ernst, mal heiter!

 

Unser Thema seit den letzten beiden Rhetorik-News ist die ‚Intervalltechnik’ als die Kunst in der Rede, die Argumente im 'richtigen' Rhythmus an die Zuhörer/innen zu bringen. Denn sie sollen ja verstanden, aufgenommen und behalten, verarbeitet und weiter gegeben werden. 

Zur Verdeutlichung dienten uns verschiedene Vergleiche, z.B. der Sportler, der seine Kräfte nicht sofort nach dem Start in einen einzigen Spurt hinein packt und so vergeudet und, wie Sie die Regeln daraus bereits in Ihrem Manuskript und dann erst recht in Ihrer Vortragstechnik erfolgreich berücksichtigen, das war Teil 1

In Teil 2 beleuchteten wir, wie Sie für Ihr Manuskript die Argumente sammeln und gewichten und sie dann wirkungsvoll verteilen. Zur Orientierung diente uns dabei ein Beispiel aus der Natur, nämlich die Wellen eines Meeres, die sich auf See aufbauen, sich beim Anlaufen auf das Ufer überschlagen und dann leicht und seicht auslaufen. Zwischen jeder Welle, das können wir sehen, gibt es eine kleine Pause, in der sich sogar das Wasser etwas zurückzieht, weil es von der nächsten ankommenden Welle angezogen wird und ihr so noch mehr Kraft gibt, am Ufer aufzuschlagen. 

Für die Intervalltechnik steht dahinter der Lehrsatz, so im heutigen 3. Teil, dass kein/e Zuhörer/in hochgeistige Erkenntnisse oder komplizierte Gedanken und vor allen Dingen deren Erklärungen in sich aufnehmen kann, wenn sie Schlag auf Schlag in einem Riesenpaket vorgetragen werden. Zur Verarbeitung des Gesagten braucht es immer wieder eine kleine Pause zur Erholung und damit sich das Gehörte setzen kann, damit es spontan bewertet werden kann: Stimme zu/nicht zu, kenne ich/ist neu, lehne ich ab/leuchtet mir ein usw. 

Das ist in der Schule nicht anders: Macht ein Lehrer für Fremdsprachen 1 Stunde lang nur Grammatik, schalten die Schüler ab und verstehen gar nichts mehr. Deshalb lockert ein guter Pädagoge den intensiven Grammatikstoff immer wieder auf und lässt leichte Texte lesen oder übersetzen. In einem Vortrag greift der/die Redner/in zur geistigen Erholung gerne zu vertrauten Wortbildern oder plastischen Vergleichen oder lässt persönliche Erfahrungen und Erlebnisse einfließen. 

Was darf’s denn sein: 6 Flaschen Wein von Pahlgruber & Söhne oder der einzigartige Heinzelmann-Staubsauger? 

Haben Sie je Loriot gesehen oder gelesen? Dann kennen Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Sketch vom Vertreterbesuch bei Frau Hoppenstedt. Die kommt nach Hause und wird vor ihrer Wohnungstür von Herrn Blühmel abgefangen, dem Vertreter für Qualitätsweine aus Deutschland und Frankreich von der Firma Pahlgruber und Schöne. Mit dem Argument, die Firma schenke Frau Hoppenstedt 6 Flaschen Wein nach ihrer Wahl, verschafft er sich Zutritt zum Wohnzimmer der Wohnung Hoppenstedt, baut dort sofort sein Weinsortiment auf, entkorkt die Flaschen und beginnt mit der Weinprobe, wobei er immer wieder das Argument: „Abgezapft und original verkorkt von Pahlgruber & Söhne,“ wiederholt und auch stets ‚launig auf die Flaschenöffnung schlägt.’ 

Als es plötzlich an der Tür klingelt und Frau Hoppenstedt öffnet, stürmt der Staubsauger-Vertreter Herr Jürgens in die Wohnung, nicht ohne Frau Hoppenstedt zu beglückwünschen: „Sie sind die erste Hausfrau, die sich von den sensationellen Eigenschaften unseres Einhand-Saugblasers Heinzelmann persönlich überzeugen kann.“ Der Einwand von Frau Hoppenstedt, Herr Jürgens käme allerdings sehr ungelegen, bleibt ungehört: Herr Jürgens schließt den Sauger an der Steckdose an, stülpt Frau Hoppenstedt die Trockenhaube über und fasst alle Argumente für den Besitz des kombinierten Staubsaugers und Haartrockners in der Formel zusammen: "Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann.“ 

So geht das munter den ganzen Nachmittag über fort, aber das lesen Sie am besten selbst nach oder schauen sich mal wieder die DVD an. Viel Spaß und gute Unterhaltung werden Sie haben beim lustigen Lernen, wie sich Argumente flüssig und staubtrocken an die Frau bringen lassen. Und wenn dann noch Herr Schober kommt und zum Schluss Herr Hoppenstedt: Eijeijeijeijei! (Alle Zitate aus: Loriot, Gesammelte Prosa.

 

 

Herzlich grüßt 

Jürgen M. Bergfried

 

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