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Bevor ich spreche, mache ich eine wichtige Mitteilung!

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>Frisch gesagt ist halb gewonnen.<

 

Ja, Sie haben richtig gelesen! Aus dem Klassiker: „Frisch geJaagt ist halb gewonnen“ mache ich heute: Frisch geJaagt ….“ Warum? Im allgemeinen Verständnis wird dieses Sprichwort etwa so interpretiert: „Wer (erst mal) begonnen hat, hat (damit) schon zur Hälfte gehandelt!“ (siehe: saupere aude – wikipedia.org) Bezogen auf das Halten einer Rede kommt es mir heute aber darauf an, noch Ja Schritt vor das erste Wort zu gehen und einen Blick auf den/die Redner/in zu werfen, bevor sie das erste Wort sprechen. Darum: Ja erste, was die Zuhörer/innen von einem Redner wahrnehmen, ist nicht das, was und wie er es zu sagen hat, sondern: Wie kommt er daher, wie sieht er aus, kurz: die äußere Erscheinung, neudeutsch: Wie Ja die Performance – und selbstverständlich gilt das ebenso, wenn nicht gar erst recht(?) für sie, die Rednerin! 

Die Kommunikation via Sprache (inklusive Wortwahl, Betonung, Tonfall, Farbe, Melodik, Pausen evtl. Dialekt usw.) ist das eine, aber die Performance von Sprechern ist genauso wichtig, deshalb werden alle Elemente und Faktoren dieser Art einer Präsentation auch nonverbale Kommunikation genannt. Denken Sie an die alten Sprichworte: „Wie du in den Wald hinein rufst, so schallt es heraus!“ und dem folgenden, das streng genommen zuerst kommt: „Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen!“ Was das Auditorium von einem/r Redner/in wahrnimmt, wenn er/sie ans Podium geht und am Podium steht, beeinflusst bereits die Wirkung der Rede, denn die Menschen im Saal haben machen sich ein Bild und bilden sich daraus ein Urteil, genauer noch: ein Vor-Urteil!

 

Unser Körper schickt eben ständig Signale los: Mimik und Gestik, Körperhaltung und -bewegungen und dazu: Kleidung und Accessoires, Frisur, Make-up und (sogar) der Duft, Handbewegungen und Fußstellung – alles das sind Botschaften, die wir senden oder empfangen, je nachdem, ob wir Redner sind oder Publikum. Es gibt Menschen und Medien, die dafür oder davon 'leben', denken Sie an die ‚roten Teppiche’ und Laufstege und Premieren von Filmen, Moden oder halt generell Innovationen, denken Sie auch an die Politik – eigentlich ist in diesem Felde alles denkbar, selbst das Gegenteil von 'Mainstream', wenn ich z.B. in diesem Zusammenhang an Marcel Reich-Ranickis Auftritt: „Ich nehme diesen Preis nicht an!“ erinnere. 

>Before I speak, I have something important to say.< 

So lautet die Betreffzeile oben als Originalzitat von Groucho Marx (1895-1977). Schreiben wir uns das mal als allererstes und ganz groß auf unsere Checklist für den nächsten Auftritt als Redner/in und denken dann darüber nach, was wir Wichtiges mitzuteilen haben, bevor wir zu reden beginnen. Vieles davon wissen wir bereits. Ich denke z.B. an klare Aussprache: Als ich in den 1960ern von Köln nach (West-)Berlin kam und neu an meiner Schule war, ließ mich meine Deutschlehrerin monatelang das Wort: „Streichholzschächtelchen“ zu Beginn jeder ihrer Stunden in unserer Klasse sagen. Dabei sprach ich überhaupt kein Kölsch, aber sie sagte: „Der rheinische Sing-Sang muss weg!“ Ich wollte nämlich in die Theater-AG – und seither, bevor ich eine Rede halte, denke ich daran, Hochdeutsch zu sprechen und nicht zu 'singen'. 

Als ich im Einzelhandel gearbeitet habe, gab es eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme in jedem Umkleidespind: Ein Spiegel für den letzten Blick vor dem ersten Schritt ins Geschäft und darauf stand: „So sieht Dich Dein Kunde!“ Damit haben wir den nächsten Punkt. Ich kann auch noch mit einem Spruch aus meiner Zeit im Außendienst dienen. Vor dem Betreten der Kundenräume hieß es: „Prospekte rechts – Auftragsbuch links – Hose zu – Alles klar!“ 

Gut für die Sprachübungen ist auch das Spiel mit dem Korken im Mund. Ingo Oschmann und Jürgen von der Lippe sorg(t)en damit ab und an für viel Spaß in einer Talk-Show: Man stecke sich den Korken längs zwischen die Zähne und sage einen Satz wie: „Fischers Fritz fischt frische Fische“, wobei der Korken nicht nach vorne aus dem Mund fallen oder nach hinten in den Hals rutschen darf! In beiden Fällen hat der/die Probandin verloren, ansonsten gewinnt die klarste Aussprache des Satzes, die man so intensiv üben kann, dass die Zunge Muskelkater bekommt. 

Na, Sie kennen doch auch etliche bildhafte Leitsätze für gutes Auftreten und wirkungsvolles Präsentieren – also rauf damit auf die Liste! 

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 


 

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