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Die entscheidenden Sekunden vor dem ersten Wort

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Der gelungene Rede-Einstieg

 

Was glauben Sie, woran Ihre Zuhörer denken, kurz bevor SIE mit Ihrem Vortrag beginnen?

Sie kennen das sicher: Sie sitzen gedankenversunken da und plötzlich holt Sie eine Stimme ins Hier und Jetzt zurück. „Was denkst du?“, fragt Sie diese Stimme. - Daraufhin brauchen Sie einen Moment, um sich zu sortieren, und dann antworten Sie:

„Nichts.“

In manchen Fällen mag das geschwindelt sein, da Sie Ihre Gedanken nicht preisgeben wollen. In anderen Situationen haben Sie vielleicht tatsächlich das Gefühl, an „Nichts“ gedacht zu haben. Möglicherweise schwirrte Ihnen gerade so vieles gleichzeitig durch den Kopf, dass es Ihnen nicht gelingt, einen einzelnen Gedanken zu nennen.

Tatsächlich an „Nichts“ zu denken, ist nahezu unmöglich. Unser Gehirn arbeitet immer, auch wenn wir nicht bewusst mitbekommen, was es gerade macht.

Und so arbeitet auch das Gehirn Ihrer Zuhörer, liebe Leserin, lieber Leser: wünschenswerter Weise während Ihres Vortrags, und zwar daran, die Inhalte Ihrer Worte zu erfassen. Aber Ihr Publikum denkt auch, bevor Sie zu sprechen beginnen - also kurz vor Ihrem Rede-, Präsentations- oder Vortragseinstieg. Aber an was, glauben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, denken Ihre Zuhörer? Womit befasst sich Ihr Publikum in diesem Augenblick?

Der eine denkt vielleicht daran, dass er morgen eine wichtige Besprechung hat. Dem anderen fällt möglicherweise gerade ein, dass er den Zahnarzttermin am Montag nicht vergessen darf. Und wieder ein anderer zählt unter Umständen die Tage, die ihn von seinem heißersehnten Urlaub noch trennen …

Was genau Ihr Publikum vor Ihrem Rede-Auftritt denkt, wird für Sie, liebe Leserin, lieber Leser, vermutlich ein Rätsel bleiben. Aber Sie können immer davon ausgehen, dass Ihr Publikum denkt - und zwar nicht unbedingt: „Was wird uns liebe Leserin, lieber Leser jetzt Spannendes berichten?“

 

 

Und so geht's:

So holen Sie Ihre Zuhörer aus den individuellen Gedankenwelten

Was tun, um Ihr Publikum aus seinen individuellen Gedanken zu holen? Mit einem Einstiegsknaller alle wachrütteln?

Sicher eine gute Idee. Doch bedenken Sie bitte, dass Menschen, die ihren Gedanken nachhängen, gerne ihr Umfeld um sich herum vergessen. Sprich: Ein Teil Ihres Publikums hört Ihnen bei den ersten Worten noch gar nicht zu. Und dann verpufft der schöne Knaller, was doch zu schade wäre. Deshalb:

  • Nehmen Sie als Allererstes mit Ihrem Publikum Blickkontakt auf. Diese Menschen sollen für die nächsten Minuten Ihre Zuhörer sein – noch sind sie es nicht!
  • Warten Sie einige Augenblicke, bevor Sie zu sprechen beginnen. Schauen Sie freundlich in die Runde. Lächeln Sie. Ein gewinnendes Lächeln ist in der „Weck- und Aufwärmphase“ fast immer die beste Empfehlung.
  • Und: Haben Sie Geduld mit Ihren Zuhörern. Gönnen Sie ihnen ein wenig Zeit, um den aktuellen Gedanken an die Besprechung, den Zahnarzttermin, den Urlaub abzuschließen.
  • Warten Sie, bis es im Raum ruhig wird. Sprechen Sie nicht in vorhandene Unruhe hinein. Auch wenn es Ihnen schwer fällt: Beginnen Sie nicht, bevor es mucksmäuschenstill ist!

Der beste Rede-Einstieg für alle Fälle

Den Allround-Redebeginn für alle Fälle gibt es nicht. So, wie jeder Roman oder Zeitungsartikel anders beginnt, kann auch jede Rede individuell beginnen. - Und so sollte es auch sein, denn nach x Wiederholungen wird auch die lustigste Anekdote langweilig und ein noch so geistreicher Spruch banal.

Mit diesen 3 Varianten liegen Sie in der Regel richtig - und Sie können viel daraus machen und immer wieder variieren:

1. Gewinnen Sie das Wohlwollen Ihrer Zuhörer.

Fragen Sie sich: Was verbindet mich mit meinen Zuhörern? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Gemeinsamkeiten erzeugen Nähe - und Nähe ist fast immer hilfreich, wenn Sie Menschen für sich oder Ihr Thema gewinnen wollen. Sagen Sie zum Beispiel:

„Ich freue mich, heute hier zu sein. Mit Ihrer wunderschönen Stadt verbindet mich viel: Ich habe hier studiert ...“
2. Machen Sie Ihr Publikum gespannt auf Ihre Rede.

Besonderheiten sind interessant. Ein bisschen Sensationslust steckt schließlich in nahezu jedem. Stellen Sie deshalb die Größe und gegebenenfalls die Aktualität des Gegenstands dar, den Sie behandeln werden. Sagen Sie zum Beispiel:

„Es gibt kaum ein spannenderes/interessanteres/wichtigeres Thema als ...“

3. Geben Sie ein kurze Vorausschau.

Machen Sie Ihr Auditorium aufnahmefähig, indem Sie die Hauptinhalte ihres Vortrags kurz zusammenfassen. Sagen Sie zum Beispiel:

„Im ersten Teil werde ich einen Blick in den Rückspiegel werfen, dann zweitens den heutigen Standort bestimmen und im dritten Teil werden wir uns den Perspektiven und Visionen für die Zukunft widmen.“

Was in den ersten 2 Redeminuten geschehen sollte:

Sofern es der Redeanlass erlaubt, sollten Sie in den ersten beiden Minuten Ihrer Rede eine Beifalls- und/oder Humorstelle einbauen, damit Ihr Publikum sich physisch und psychisch entkrampft: Durch Bewegung des Körpers beim Klatschen und des Zwerchfells beim Lachen. Das entkrampft auch Sie als Redner, liebe Leserin, lieber Leser.

 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einen entspannten Tag!

Herzlichst Ihre

 

 

Alexandra Sievers

 

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