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Die vielleicht beste Weihnachtsrede aller Zeiten

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Erzählen Sie keine Märchen, sondern eine gute Geschichte

 

Thilo von Trotha, bis 2006 Präsident des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache, hat in einem seiner Bücher einmal geschrieben: Thiloöchten Sie mit Ihrer Weihnachtsrede begeistern, sollten Sie „jedes Jahr eine andere Weihnachtsgeschichte in den Mittelpunkt stellen und betriebsbezogen interpretieren“. Nun fallen gute Weihnachtsgeschichten, vor allem, wenn sie sich auch für Erwachsene eignen sollen, aber nicht vom Himmel. Was tun?

 

Ganz einfach: Wählen Sie eine andere tolle Geschichte. Der Hintergrund der Geschichte braucht ja nicht unbedingt ein weihnachtlicher zu sein. Wichtig ist, dass die Botschaft der Geschichte zu Weihnachten und zu Ihren Zuhörern passt.

Suchen Sie sich also eine schöne, bildhafte Geschichte aus, liebe Leserin, lieber Leser, und interpretieren Sie diese in Bezug auf Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeiter, Ihre Abteilung, Ihren Verein, Verband, Ihre Organisation oder Institution usw. Eine Geschichte wie die der „Acres of Diamonds“ (Diamantenfelder) …

 

Hier ist Sie:

Die vermutlich erfolgreichste Rede aller Zeiten

Der Amerikaner Russell Conwell war erst 18, als er 1861 erstmals seinen Vortrag „Acres of Diamonds“ hielt. Als er 1925 im Alter von 82 Jahren verstarb, war er eine nationale Berühmtheit und so reich wie ein erfolgreicher Diamantenhändler. Das Verblüffende: In einer Zeit, in der es weder Radio noch Fernsehen gab, hatte er ein Millionenpublikum begeistert und motiviert. Seine Rede hatte er mehr als 6.000 Mal gehalten und dafür über 8 Millionen Dollar an Vortragshonoraren sowie Tantiemen für Veröffentlichungen und Nachdrucke bekommen. Diese 8 Millionen Dollar entsprechen heute der Kaufkraft von etwa 102,5 Millionen Euro!

In seiner Rede erzählte Conwell die Geschichte des Bauern Al Hafed, der im alten Persien lebt. Eines Tages erfährt Al Hafed von einem greisen Schriftgelehrten zum ersten Mal in seinem Leben etwas über Edelsteine. „Sie sind sehr wertvoll“, sagt der Alte. „Ein einziger Diamant, nicht größer als dein Daumen, ist so viel wert wie zwölf Bauernhöfe.“

Mit einem Schlag ist Al Hafed ein armer Mann, „arm, weil er auf einmal unzufrieden war und“ – wie Conwell sagt – „unzufrieden, weil er dachte, dass er arm sei.“ Er verkauft Haus, Hof und Felder und begibt sich auf die Suche nach den geheimnisvollen Edelsteinen, nach den Diamanten.

Zunächst schürft er im eigenen Land. Doch erfolglos. Dann zieht er weiter nach Palästina und Ägypten. Als er auch dort nichts findet, durchstreift er halb Europa, doch nirgendwo macht er sein Glück.

Jahre um Jahre vergehen, bis er schließlich all seinen Besitz aufgebraucht hat und eines Tages, in Lumpen und dem Verhungern nahe, bettelarm an der spanischen Küste landet. Dort steht er nun zu Füßen der Säulen des Herakles, wie man die Felsen auf beiden Seiten der Straße von Gibraltar nennt. Mit leeren Augen blickt er in die Wellen. Und als eine große Woge heranrollt, da stürzt er sich in einem verzweifelten Entschluss in die tosenden Wasser und versinkt für immer.

Der Tod unseres glücklosen Helden ist traurig, aber nicht das Ende der Geschichte. Eines Tages nämlich führt der Mann, dem einst Al Hafed seinen Hof verkauft hatte, sein Kamel wieder einmal an die flache, halb ausgetrocknete Wasserstelle seines Gartens zur Tränke. Und weil in diesem Jahr die Trockenheit besonders groß ist, stupst und gräbt das Kamel mit der Nase im feuchten Sand, um besser an die Quelle heranzukommen. Da plötzlich sieht der Mann einen fantastischen Lichtblitz im Wasser.

„Auf diese Weise“, sagt Russell Conwell, „wurden die wunderbaren Diamantfelder von Golconda entdeckt.“ Und er fährt fort: „Wäre Al Hafed zu Hause geblieben und hätte in seinem Garten geschürft, auf seinen eigenen Feldern, seinem eigenen Terrain, er hätte Diamanten gefunden, ein ganzes Diamantenfeld, die Acres of Diamonds.“

 

Was Sie aus dieser Geschichte machen können

Die Moral der Geschichte: Wer sein Glück machen will, muss nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Im Gegenteil! Manchmal wartet das Glück direkt vor der Haustür, und wir steigen einfach darüber hinweg: weil wir für unser nahes Umfeld blind sind und die süßesten Kirschen in Nachbars Garten vermuten.

Deshalb sollten wir alle die Augen aufsperren, um die Chancen, die für uns bereits in greifbarer Nähe sind, zu erspähen: im eigenen Land, in der eigenen Region oder Stadt, im eigenen Berufs- und Geschäftsfeld, im eigenen Betrieb, der eigenen Praxis, dem eigenen Verein – im eigenen Kopf oder in den eigenen Händen.

Denn wenn wir das Naheliegende vernachlässigen oder gar geringschätzen, könnte es leicht sein sein, dass wir die Diamanten vor den eigenen Füßen nicht sehen.

Schürfen wir also fleißig im eigenen Garten!

 

Herzlichst Ihre

 

 

Alexandra Sievers

 


 

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