Gratis-Download

Brave, folgsame Angestellte, die zuverlässig ihre Arbeit tun, sind etwas Wunderbares. Geordnete Abläufe, die wie am Schnürchen laufen, ohne Mahnungen,...

Jetzt downloaden

Grundregeln für packende Reden

0 Beurteilungen

Erstellt:

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Mir ist so langweilig", hörte ich im Urlaub ein kleines Mädchen am Strand stöhnen. Sie saß auf ihrem Hello Kitty-Handtuch und bohrte ihre Finger in den feinen Sand.

Im Liegestuhl neben ihr lag ihre Mutter, die ganz in ihre Lektüre vertieft war. "Dann tu was", murmelte die Frau, ohne von ihrem Buch aufzusehen ...

... und in dem Moment kam mir die Idee für den heutigen Newsletter.

Eine der Horrorvisionen, die alle Rednerinnen und Redner kennen, ganz gleich ob sie bei privaten oder beruflichen Anlässen sprechen, ist ...

... ihr Publikum zu langweilen.

Das ist eine der grausamsten Vorstellungen überhaupt!

Sie stehen vor Ihren Zuhörern, sind noch weit vom Schluss Ihrer Ansprache entfernt und lassen den Blick über Ihr Publikum schweifen. Und was beobachten Sie?

Eine der Damen betrachtet konzentriert ihre Fingernägel, eine weitere blickt geistesabwesend an Ihnen vorbei ins Leere. Einer der Herren öffnet seinen Mund zu einem Gähnen und reißt schnell die Hand vor die Lippen, als er Ihren Blick auf sich spürt. Ein weiterer Herr hat sein Kinn auf die Brust gesenkt, die Beine weit von sich gestreckt und droht in Kürze von seinem Stuhl zu rutschen ...

Und da es eben wirklich so einfach und naheliegend ist, haben Sie die in diesem Newsletter "versteckte" Lösung wahrscheinlich (noch) nicht wahrgenommen, obwohl Sie sie bereits gelesen haben.

Deshalb noch mal zurück:

Das Mädchen am Strand stöhnt: "Mir ist so langweilig ..."

Und die Mutter erwidert?

"Dann tu was!"

Und genau das ist es: das Patentrezept gegen Langeweile!

Tun Sie was!!!

 
 

Und so geht's:

1. Bewegen Sie sich!

Stehen Sie nicht stocksteif vor Ihren Zuhörern, sondern untermalen Sie Ihre Worte mit Gesten und der entsprechenden Mimik. Tun Sie was! Sie sind schließlich kein Radiosprecher, bei dem nur die Stimme bis zum Publikum dringt. Ihre Zuhörer wollen auch etwas sehen!

2. Bringen Sie Bewegung in Ihre Rede!

Das gleichmäßige Rauschen des Meeres, ein Bach, der vor sich hin plätschert ... Was gibt es Schöneres, um einzuschlafen? Tun Sie was! Machen Sie immer wieder kurze Pausen. Sprechen Sie mal langsam und mal schneller, mal sanft und mal mit Nachdruck. Lassen Sie Ihren Zuhörern keine Zeit, sich an einen Tonfall bzw. eine Sprechweise zu gewöhnen und wegzudämmern!

3. Bringen Sie Bewegung in Ihr Publikum!

Einer Rede zu lauschen, heißt nicht zwingend, untätig zu sein. Kann es aber bedeuten, wenn Sie Ihren Zuhörern keine Aufgaben geben. Tun Sie was! Drücken Sie sich so aus, dass jeder im Publikum Sie versteht: akustisch wie inhaltlich. Denn nur dann kann das Gehirn Ihrer Zuhörer mitarbeiten. Beziehen Sie Ihre Zuhörer in Ihre Rede ein, zum Beispiel durch kleine Zwischenfragen wie:

  • "Erinnert ihr euch noch?"
  • "Was meinen Sie, wie es dann wohl weiterging?"
  • "Wisst ihr, was ich meine?"

Und halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Publikum. Sehen Sie mal den, mal die, mal wieder den direkt für einen Augenblick an. - Denken Sie doch mal an Ihre Schulzeit zurück: Hätten Sie es gewagt, einzuschlafen, wenn Sie damit rechnen mussten, dass der Lehrer Sie gleich ansehen und Ihnen eine Frage stellen würde?

4. Wählen Sie bewegte Worte!

Das wirklich naheliegendste Mittel, um Bewegung in Ihre Rede zu bringen, ist die entsprechenden Wörter zu wählen, sprich: möglichst viele Wörter, die früher absolut treffend als "Tun-Wörter" oder "Tätigkeitswörter" bezeichnet wurden und heute "Verben" genannt werden. Vermeiden Sie alle unnötigen Substantivierungen. Tun Sie was! Sagen Sie beispielsweise

  • statt "Meine herzliche Gratulation!" besser: "Ich gratuliere euch herzlich!",
  • statt "Wir bewundern dich für deine Aktivität" besser: "Wir bewundern dich dafür, wie aktiv du bist",
  • statt "Deine Treue und Unterstützung in unseren 25 Ehejahren ist für mich ein Glück" besser: "Es macht mich glücklich, wie treu du in den 25 Jahren, in denen wir nun verheiratet sind, immer zu mir gestanden hast. Und ich weiß es sehr zu schätzen, wie einfühlsam und engagiert du mich in so vielen Situationen unterstützt hast".

Malen Sie mit Ihrer Rede ein Bild. Das gelingt mühelos durch die so genannten "Eigenschaftswörter". Mit diesen können Sie sich als wahrer Künstler zeigen und Ihre Rede bunt und eindrucksvoll gestalten. Überzeugen Sie sich selbst, welch großen Unterschied ein einziges Wort machen kann:

  • "Du warst mir immer ein guter Freund ..."
  • "Du warst mir immer ein hilfsbereiter Freund ..."
  • "Du warst mir immer ein weiser Freund ..."
  • "Du warst mir immer ein nahestehender Freund ..."
  • "Du warst mir immer ein geliebter Freund ..."
  • "Du warst mir immer ein geschätzter Freund ..."
  • "Du warst mir immer ein verlässlicher Freund ..." etc.

Sie sehen: Ein "guter" Freund kann vieles sein. - Und das gilt auch für eine "gute" Rede. Eine "gute" Rede kann gefühlvoll sein, lustig, informativ, tiefsinnig, ergreifend und vieles mehr.

Aber eines ist eine "gute" Rede niemals: langweilig!

Und dagegen haben Sie ja nun das Patentrezept:

Tun Sie was!
 
 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen "bewegten" Tag!

Herzlichst Ihre

Alexandra Sievers


Rhetorik-News

Rhetorik-Tipps und Zitate für Ihre Reden, Vorträge und Präsentationen kostenlos per E-Mail direkt auf Ihren Schreibtisch, dann steht Ihrem nächsten Rede-Auftritt nichts mehr im Wege.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
127 Beurteilungen
6 Beurteilungen
61 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Erfolgreiche internationale Geschäfte, Projekte und Meetings für Fach- und Führungskräfte

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Einfach. Besser. Präsentieren.

Zu jedem Anlass die perfekte Rede