Gratis-Download

Brave, folgsame Angestellte, die zuverlässig ihre Arbeit tun, sind etwas Wunderbares. Geordnete Abläufe, die wie am Schnürchen laufen, ohne Mahnungen,...

Jetzt downloaden

Hört-Hört! Selbst der König zeigt Nerven, wenn "The King Speaks".

0 Beurteilungen

Erstellt:

9 von 10 Rednern stockt der Atem vor dem Mikrofon!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

vorige Woche gab es ein Meeting der Redenschreiber hier in meiner Region, und dort begrüßten wir nach langer Zeit auch mal wieder ein neues Mitglied, eine Sie. Wir freuen uns immer über ‚Newcomer’ und fragten wie stets auch diese Neue soweit aus, wie sie es zuließ. Natürlich geht es dabei nur um alles rund ums Reden, um Erfahrung und Praxis, um Schreiben und Sprechen, um Kunst und Können. 

Erstaunlich – und deshalb berichte ich Ihnen davon – ist immer wieder, dass selbst Fachleute der Redezunft in ihrer persönlichen Swot-Analyse, also dem Vergleich von Stärken und Schwächen zwei Extreme anführen: Die „Angst des Redners vor dem Mikrofon“ und das „Vermögen des freien Redevortrags“. Die Kunst der freien Rede, um damit zu beginnen, ist das Sprechen über ein Thema ohne Manuskript, wobei aber nicht allein auswendig gelernter Text zum Vortrag kommt, sondern aktuelle Aspekte, wie Struktur und Stimmung des Publikums, in den Vortrag mit einfließen.

Ein Top-Beispiel dieser höchst schwierigen Disziplin ist nach meiner Einschätzung der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder. Der tritt oft als einer der letzten Redner einer langen und harten Debatte ans Podium und zieht aus allen soeben vorhergegangenen Beiträgen die Kernpunkte heraus, die er dann mit ‚seiner’ Position abwägt. Dabei lässt er sich selten von Zwischenrufen unterbrechen, lässt manchmal Zwischenfragen zu und verliert weder seinen Faden noch seine Gelassenheit. Das alles ohne ein Blatt Papier vor sich, sondern mit beiden Händen offen am Rednerpult. Wie gesagt, hier geht es nur um die längere Beobachtung und daraus gewachsene nachhaltige Bewunderung eines aktuellen Könners der freien Rede – es gibt selbstverständlich auch andere. 

Lampenfieber hilft uns die Bodenhaftung zu behalten. 

Mich würde ja interessieren, ob auch ein ‚Star-Vertreter der freien Rede’ noch die Hemmungen hat, von denen die meisten ‚Normal-Redner’ befallen werden, wenn sie vor einem Mikrofon, vor einem Publikum oder vor einer Kamera auftreten müssen oder wollen. Wobei aus Sicht der/s Kandidat/in/en ‚Müssen’ die momentane Empfindung und ‚Wollen’ eher die übergeordnete Motivation sein dürfte. Wir wollen das auch nicht mit „The King’s Speech“ verwechseln, dem mit 4 Oscars hoch dekorierten Film über die Biographie des britischen Königs Georg VI. Dieser war nun nicht nur nervös, sondern litt zudem noch an einem unkontrollierbaren Stottern, das, wie der Film eindrucksvoll erzählt, geheilt werden konnte. 

Diese Nervosität, dieses Lampenfieber dagegen blieb ihm und bleibt auch uns in aller Regel vor einem Auftritt erhalten, wie sogar bekannte und erfolgreiche Profis, wie Schauspieler/innen immer wieder bekennen. Darüber, um auf den anfangs erwähnten Redenschreiber-Stammtisch zurückzukommen, waren wir uns auch mit der ‚Neuen’ einig, ebenso wie über die Frage: Was kann man denn dagegen tun? Und dann tauschten wir uns über folgende Rezepte aus:

  1. Autosuggestion: Du kannst es – du machst es – du willst es!
  2. Auf jeden Fall die momentane Empfindung für sich behalten! Wenn jemand ‚Mitfühlender’ fragt: „Na, wie geht’s denn – schon nervös?“ – Auf jeden Fall abstreiten und mit Bestimmtheit antworten: „Gut! Alles im Griff! Brauche nur noch etwas Ruhe, bitte!“
  3. Ruhig atmen und sich mit Augen und Ohren mit der Umgebung vertraut machen!
  4. Volle Konzentration! Denken Sie an die Boxer, auf dem Weg in den Ring. Vielleicht summen Sie sich innerlich auch eine Melodie, von der Sie wissen: Die baut mich auf! macht mich stark!
  5. Gibt es etwas zum Festhalten? Das Mikrofon, das Manuskript. Und - ganz wichtig: Immer schön locker bleiben und nicht verkrampfen!

Wir haben übrigens wie stets auch auf unsere ‚Neue' auch mit einem ‚Willkommensdrink’ angestoßen und dabei darauf hingewiesen, dass (6.) auch etwas Alkohol helfen kann, die Hemmungen zu überwinden. Bekräftigt haben wir aber den besten Tipp (7.): Augen zu – Augen auf – und durch! Sowie das erste Wort gesprochen ist, kommen die weiteren doch fast von alleine über die Lippen.

Die gute Nachricht für Sie ist: Nur Mut, Sie sind der 1. der 9 von den 10!

 

 

Herzlich grüßt 

Jürgen M. Bergfried

 

Rhetorik-News

Rhetorik-Tipps und Zitate für Ihre Reden, Vorträge und Präsentationen kostenlos per E-Mail direkt auf Ihren Schreibtisch, dann steht Ihrem nächsten Rede-Auftritt nichts mehr im Wege.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
127 Beurteilungen
6 Beurteilungen
61 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Erfolgreiche internationale Geschäfte, Projekte und Meetings für Fach- und Führungskräfte

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Einfach. Besser. Präsentieren.

Zu jedem Anlass die perfekte Rede