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Ist Ihre Körpersprache so ausdrucksvoll wie Ihre Formulierungen?

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Reden: Schreiben ist schön, Sprechen ist schöner!

 

In meinem jungen Berufsjahren absolvierte ich aus mehr >Wissensdurst< mehrere Jahre lang Abendstudien zu Werbung, PR und Marketing, BWL und VWL, Soziologie sowie Recht. Das waren schon einige dicke Dinger zum Lernen, Arbeiten schreiben und schließlich zweimal eine Abschlussprüfung mit guten Noten bestehen. Mir hat das jedoch immer Spaß gemacht, trotz aller Belastung. Denn fast jede/r Abendstudent/in hat einen vollen Arbeitstag hinter sich, wenn er/sie sich für die nächsten 2 bis 3 Stunden nochmals in einen Hörsaal setzt. Hut ab!

Abendstudent/inn/en stellen besondere Herausforderungen an die Vortragskunst der Dozent/inn/en. Das Auditorium ist zwar höchst interessiert und motiviert, aber gleichzeitig a) ein wenig müde oder geschafft von der Arbeit, b) ein wenig oder mehr gepeinigt von Hunger und der Lust aufs Bier- oder Weinchen zum Feierabend und c) ein wenig oft auch mit den Gedanken beim Privatleben, wie Familie, Kinder, Freunde usw. – kurz: bei allem Wollen nicht so topp konzentriert. Kein Wunder, wenn der Unterricht um 19:00 Uhr beginnt statt um 09:00 Uhr.  

 

Meine Erinnerung an meine Abend-Dozent/inn/en ist deutlich von ihrer Qualität als Redner/innen geprägt. Denn ich lernte am besten beim/durch Zuhören; und je trockener der Stoff, desto wichtiger war die Art und Weise, wie er vermittelt, vor allem präsentiert wurde. Es gab ganz klar ‚Leermeister’, die mich nicht erreichten und ergo leider im Kampf mit dem toten Punkt alleine ließen. Vor allem gab es aber Lehrmeister, die den ganzen Saal auf- und wach rüttelten, etwa durch die (unvergessene) Provokation: „Heute noch keine Zeitung gelesen?“ oder durch ihr Talent, komplexe Sachverhalte mit Leichtigkeit zu vermitteln wie etwa ein VWL-Professor (unvergessen) mit seinem ‚Tanz am Podium’ zum Thema: „Verkehr ist ein stochastischer Prozess!“ Da sage ich heute noch: Danke. 

Achten Sie auf Ihren Körper, wenn Sie einen Vortrag halten oder hören! 

Es geht also hier nicht um Lehr- und Lernmethoden, sondern um die Praktiken, die ein/e Redner/in anwenden kann, um eine Rede erfolgreich an die Zuhörer/innen zu bringen. Es geht also nicht um das Manuskript, sondern um Mimik und Gestik, Körperhaltung und Bewegung von Kopf, Armen, Händen und – ja auch hinter einem Podium versteckt – Beine und Füße. Es geht um die Augen – offen oder geschlossen, in Ruhe fixierend oder hektisch herumirrend, zu Boden fallend oder zum Himmel eilend. Es geht um die Stimme: Tonfall, Betonung, Stimme heben und senken, Aussprache, Tempo, Pausen und Atemtechnik.

Es geht auch um Kleidung, Frisur, Schmuck und den wahrnehmbaren Stand der Körperpflege, wie Rasur, Kosmetik usw. Und schließlich geht es um die rhetorischen Kniffe und Tricks, um das Auditorium aufmerksam zu halten. Es ist doch auch für Sie als Redner/in anregender und schöner, wenn Sie spüren, dass (und wie!) Ihre Zuhörer/innen an Ihren Lippen hängen, als wenn sie das Gegenteil tun. 

Worte sind zuerst einmal Worte. Wer sie aufschreibt, hat zumeist ein Bild vor Augen oder im Kopf eine Botschaft und übersetzt beides in die Sprache. Ein guter Satz, ein guter Text wird dann am besten wieder zum Bild und bringt die Botschaft rüber, wenn er gut gelesen, noch besser, wenn er richtig gut rezitiert, vorgelesen, vorgetragen wird. Ein Redner sei authentisch und engagiert beim Sprechen eines Textes – und doch gibt es manchmal Momente beim Vortrag, die können eine Differenz zwischen Inhalt und Präsentation, zwischen Sach- und Emotionsebene, zwischen Rede und Redner/in nicht verdecken. Ein Beispiel dafür war einer meiner höchsten Chefs, der unbewusst anfing zu lispeln, wenn er nicht so ganz bei den Tatsachen war, über die er zu sprechen vorgab – das merkte zwar nur, wer ihn länger und näher kannte, aber immerhin. 

Zum Schluss für heute noch ein ‚Verzällchen’ aus meiner Abendstudienzeit, ebenfalls zur Grenze jeglicher Vortragskunst. Ich hatte einmal das Phantombild von ‚Sahnehering Hausfrauenart’ so stark im Kopf, dass ich ihn meinte schmecken zu können. Also verließ ich flugs die Uni, raste nach Hause, packte meine Frau vom Herd weg ins Auto und brauste mit ihr ins nächste Brauhaus. Das hat gut getan! 

Das kennen Sie auch? Dann wissen Sie ja, was wann sein muss.

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 


 

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