Gratis-Download

Brave, folgsame Angestellte, die zuverlässig ihre Arbeit tun, sind etwas Wunderbares. Geordnete Abläufe, die wie am Schnürchen laufen, ohne Mahnungen,...

Jetzt downloaden

Je besser Sie improvisieren können, desto freier werden Sie reden.

0 Beurteilungen

Von Jürgen M. Bergfried,

Letzten Montag taten wir mit dem Newsletter einen großen Schritt: Wir wagten uns an das Stichwort 'Stegreifrede'. Ich will niemandem zu nahe treten, der sagt, dass für den Vortrag einer perfekten Rede ohne Manuskript nichts gehe – jawoll, das sehe ich genau so. Nur: Einen Text zu erarbeiten und einen Text vorzutragen, das sind bekanntlich 2 Paar Schuhe. Und deshalb haben wir auch unser Augenmerk darauf zu richten, wie ein/e gute/r Redner/in denn den Text beherrscht. Schließlich ist ein gutes Manuskript noch keine Garantie für einen guten, einen gelungenen Vortrag – im Sinne von: Aufsagen, präsentieren, zu Gehör bringen!

Die Kunst des Improvisieren ist kein Geheimnis. 

Was nutzt das beste Manuskript, wenn der/die Redner/in denselben nicht effektvoll und interessant darbieten kann? Wenn die Zuhörer/innen ständig daran denken, wie lange denn diese Quälerei noch andauern mag, oder, wenn sie mit dem toten Punkt kämpfen und krampfhaft sich bemühen, nicht einzunicken? Es geht dabei nun nicht um Aufbau oder Ablauf der Textfolge im Manuskript – nein, es geht einzig um die Art, wie er vorgelesen wird. Hält sich der/die Redner/in sklavisch an das Manuskript und wagt deshalb auch nicht, den Blick von seinen Blättern zu lösen und zu den Zuhörer/innen zu schauen? Schade, er/sie sähe nämlich, wie gequält die Menschen dort im Raum erscheinen und sich verzweifelt um Aufmerksamkeit bemühen.

Eine/n gute/n Redner/in zeichnet so vieles aus, dass es sich auch bei bestem Willen und strengstem Bemühen nicht in einem einzigen Rhetorik-Newsletter darstellen ließe. Deshalb können wir immer nur einzelne Punkte herausgreifen und manchmal auch selbst diese nur anreißen. Frei zu reden heißt: Den Text so gut zu kennen, dass man/frau ihn auch ohne Blick ins Manuskript vortragen zu können. Und doch liest das 'innere Auge' das Manuskript mit und weiß von daher jederzeit, auf welcher Seite, an welcher Stelle eines Textes sich der/die Referent/in gerade befindet. Wenn Sie in dieser Disziplin sich weiter üben und verbessern wollen, dann helfen einige Blicke in die Schlagworte der 'Spontaneität', der 'Stegreifrede' oder, als eine der höchsten Stufen, der 'Improvisation' – am besten dargestellt am Beispiel: 'Improvisationstheater'!

Anzeige

Worte fliegen auf die Bühne und werden spontan zu einer Geschichte?!

Wie war ich fasziniert, als ich zum ersten Mal in einem Improvisationstheater war. Seinerzeit traten dort Ralf Schmitz auf und Anka Zink und auch Dirk Bach und viele mehr. Und was passiert da? Die Spieler auf der Bühne haben keinen Text und keine Regieanweisung und fordern doch die Zuschauer/innen auf, ihnen Namen zuzurufen, aus denen sie dann eine Geschichte machen und sofort vortragen. Das Prinzip ist Assoziation und Phantasie. Die Basis ist die Schaffung von bizarren und unlogischen Verknüpfungen. Die Regel heißt, dass alltägliche Begebenheiten eine unerwartete Wendung nehmen, und am Ende gibt es nicht unbedingt ein 'Happy End', aber zwingend ein Feuerwerk von Pointen.

„Improvisieren“, so lese ich im Jubiläumsmagazin des Springmaus-Theaters Bonn, „ist nicht nur eine Trainingsform für professionelle Schauspieler. Das Beherrschen von Improvisationsstrukturen formt die Kreativität im Umgang mit neuen Situationen sowie die Offenheit gegenüber Kommunikationspartnern. Viele Menschen suchen – auch im beruflichen Agieren - Sicherheit in immer gleichen Mustern für Kommunikation und Problemlösungen. Dabei nehmen nach und nach Kreativität, Selbstvertrauen und Kooperationsbereitschaft ab.“

Ich habe sofort versucht, für Sie ein Beispiel zu entwickeln. Eines der Improvisation-Prinzipien ist ja z.B., dass die Spieler auf der Bühne auch gerne mal ein ihnen zugerufenes Wort überhören, weil es eben nicht in den gedachten Zusammenhang hineinpasst. Ich habe also soeben aus den vielen Begriffen, die ich mir zugerufen habe, die folgenden aufgenommen: „Sonne – Badezimmer – Liegestuhl.“ Was ist nun die skurrile Situation, mit der dann meine Geschichte beginnt? Z.B. diese: „Gestern war ich das seit Wochen immer gleich miese Wetter so was von leid, dass ich meinen Liegestuhl in die Badewanne stellte, um endlich ein Sonnenbad zu nehmen.“ Aber immer dran denken: Vorher gut eincremen

Rhetorik-News

Rhetorik-Tipps und Zitate für Ihre Reden, Vorträge und Präsentationen kostenlos per E-Mail direkt auf Ihren Schreibtisch, dann steht Ihrem nächsten Rede-Auftritt nichts mehr im Wege.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
127 Beurteilungen
5 Beurteilungen
59 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Erfolgreiche internationale Geschäfte, Projekte und Meetings für Fach- und Führungskräfte

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Einfach. Besser. Präsentieren.

Zu jedem Anlass die perfekte Rede