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John Morreal: Humor ist ein Wirtschaftsfaktor!

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Stellen Sie sich vor, Sie sind ein anerkannter Fachmann, doch wann immer Sie eine Rede halten, lachen sich die Leute kringelig. Genau so ergeht es dem Humorforscher John Morreall. Vielleicht weil sein Gesicht niemals zur Ruhe kommt, wenn er Vorträge hält. Vielleicht weil der Humorforscher komische Beispiele für seine Thesen wählt.
John Morreall stört das nicht. Wenn sein Publikum lacht, ist er zufrieden. Doch der Mann mit dem schmalen Gesicht ist kein Entertainer, Morreall ist Humorforscher am amerikanischen College of William and Mary in Washington. Nebenbei arbeitet er als Unternehmensberater. Seine Thesen über Humor im Management haben schon viele große Firmen hören wollen: der Computerkonzern IBM oder die amerikanische Telefongesellschaft AT&T genauso wie der Disney-Konzern.
Humor hilft, Probleme zu lösen
Während Morreall schon 1988 in Amerika anfing, Witz als Wirtschaftsfaktor zu propagieren, ist man in Deutschland heute noch eher ernst bei der Sache. Ein Fehler, denn: Humor hilft, Probleme zu lösen. Dazu John Morreall:
„Eine Menge von Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sich mit Humor beschäftigen und dann ein Brainstorming zur Produktentwicklung oder Problemlösung machen sollen, mehr Lösungen sowie eine größere Bandbreite an Lösungen entwickeln.“

Es gehe aber nicht darum, Probleme einfach wegzulachen, sondern darum, Bedingungen zu optimieren, unter denen Probleme angesprochen und gelöst werden können:
„Ich halte Humor für ein soziales Schmiermittel“, sagt Morreall.
„Wenn mein Chef mich kritisieren müsste und täte es ganz direkt und sehr ernst, würde ich wahrscheinlich eine Verteidigungshaltung einnehmen, ja, ich wäre vielleicht sogar verärgert. Ist die Kritik aber mit etwas Humor versehen, fällt es den Mitarbeitern leichter, eine konstruktive Antwort zu geben.“

Mehr Kreativität
Humor bringt zudem mentale Flexibilität mit sich. Er bewirkt einen Perspektivenwechsel: „In Witzen zum Beispiel interpretiert man den Anfang auf die eine Art und Weise, die Pointe am Ende dagegen auf eine andere.“
Psychologen nennen dieses Prinzip „reframing“. Morreall sieht darin eine Möglichkeit, die Dinge neu und frisch zu sehen: „Humor erlaubt uns in der Welt der Wirtschaft, einfallsreicher, kreativer und flexibler zu sein.“ Besteht bei allem Humor nicht die Gefahr des Abrutschens? „Nein! Studien haben gezeigt, dass Manager, die Humor fördern, als bessere Chefs wahrgenommen werden — sogar wenn sie nichts gegen die bestehenden Probleme im Unternehmen tun können.

So setzen Sie Humor richtig ein
Nun ist das mit dem Humor aber so eine Sache: Selbst geübten Rednern fällt es schwer, Humor an
der richtigen Stelle der Rede mit den passenden Worten einzusetzen. Dabei ist Humor ein wichtiges Redewerkzeug, das zwar gute Argumente nicht ersetzt, aber Gemeinsamkeit und Wir-Gefühl erzeugen kann.
Selbst unangenehme Redethemen können mit dem richtigen Quäntchen Humor besser bewältigt werden. Nicht von ungefähr beginnen gerade Engländer oder Amerikaner ihre Reden oft mit einer humorvollen Sequenz. Möchten Sie als Redner Humor einsetzen, müssen Sie deshalb auch nicht gleich Witze erzählen. Es reicht, wenn Sie Ihre Zuhörer zum Schmunzeln bringen. Das können Sie erreichen, indem Sie Anekdoten, pfiffige Bilder oder kleine Missgeschicke aufgreifen.
Thema durchdenken
Damit Sie Humor in Ihrer Rede auch wirklich erfolgreich einsetzen, sollten Sie zunächst das Thema genau durchdenken und sozusagen „die passende Stelle“ für den Einsatz von Humor finden. Genau an diesen Stellen formulieren Sie den Text zunächst präzise aus. Je präziser, umso besser. Denn: Wenn Sie ihn gut ausformuliert und geübt haben, können Sie ihn später locker und entspannt vortragen.
Tipp: Wenn Sie vor der Pointe eine kleine „Kunstpause“ machen, wirkt sie gleich doppelt so gut. Die häufigsten Stilmittel von Humor in der Rede sind übrigens Wortspiele, Vergleiche, Übertreibungen, Geschichten, Anspielungen, Selbstironie oder das spontane Ausnutzen einer Situation, z. B. Handyklingeln während der Rede.

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